Jetzt online: Neues IMPULSE-Magazin "Demokratie schützen"
VolkswagenStiftung
Was hält unsere Gesellschaft angesichts der Krise der Demokratie zusammen? Welche Konzepte liefert uns die Wissenschaft, um die Demokratie stark und lebendig zu halten? Das fragen wir in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins IMPULSE.
Vom Bürgerrat bis zur Demokratiebildung – von uns geförderte Wissenschaftler:innen arbeiten an zahlreichen aktuellen Fragen im Themenfeld Demokratie - und erarbeiten schlüssige Empfehlungen, wie diese geschützt und gestärkt werden kann.
Im aktuellen Impulse-Magazin widmen wir uns im Schwerpunkt dem Thema Demokratie und sprechen dazu auch mit dem Soziologen Steffen Mau. Wir erkunden, wie Kommunikation auch in tief verhärteten Konflikten wieder gelingen kann und schauen der Wissenschaftlerin Anika Kaiser über die Schulter, die den Bürgerrat "Künstliche Intelligenz und Freiheit" für ihre Dissertation begleitet. In der Rubrik "Unter´s Dach geschaut" bekommen Sie einen Einblick, wie wir den Zusammenhalt in der Stiftung immer wieder erneuern und für ein gutes Miteinander sorgen, eine der Grundvoraussetzungen für die Demokratie.
Themenseite Demokratie & Wissenschaft
Auf unserer laufend erweiterten Themenseite #Demokratie & Wissenschaft haben wir für Sie Portraits von Forscher:innen, Berichte über Forschungsprojekte, Interviews, Förderangebote und Veranstaltungen zum Thema zusammengestellt.
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IMPULSE-Magazin: Transdisziplinarität
#Transdisziplinarität
Wenn Forschende Vertreter:innen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen in die wissenschaftliche Arbeit integrieren, entstehen neue Perspektiven, gelingt ein "Anders machen" leichter. In unserem Magazin IMPULSE 2024 stellen wir Menschen vor, die diese Herausforderung aus Überzeugung annehmen. Lesen Sie ihre Geschichten im PDF – oder lassen Sie sich kostenlos ein gedrucktes Exemplar zusenden.
Für die Beiträge in den Impulsen 2024 haben wir Journalist:innen gebeten, sich mit den kreativen Köpfen aus der Wissenschaft zu unterhalten, die wir fördern. Unter dem Titel "Mal anders machen" versammelt das Magazin vielfältige Projekte, Themen und Menschen, die mit ihrer Forschung Gewohntes hinterfragen und durch das Integrieren anderer Perspektiven neue Lösungsansätze entdecken.
Im neuen IMPULSE-Magazin begegnen Sie unter anderem
- einem Maschinenbauingenieur, der aus Abfall den Stoff für erschwingliche Wasserreinigungssysteme gewinnt
- einem Projektteam, das untersucht, wie sich Protestbewegungen auf die Demokratie auswirken
- einem Epidemiologen, der das Verhalten der Menschen ins Visier nimmt, um zukünftige Pandemien zu verhindern
- einer Umweltwissenschaftlerin, die Wärme in Großstädten recyceln möchte
- einem Informatiker, der den Mars gegen einen Acker eintauschte und autonome Agrarroboter entwickelt
status 2024 - der Jahresbericht der VolkswagenStiftung
VolkswagenStiftung
Mit einer Gesamtfördersumme von 728,8 Mio. Euro für die deutsche Forschungslandschaft setzt die VolkswagenStiftung erneut ein deutliches Zeichen als Deutschlands größte private Wissenschaftsförderin. Sie übertrifft damit nochmals ihre Rekordfördersumme aus 2023. Hier finden Sie alle Zahlen, Daten und Fakten aus unserem Jahresbericht 2024.
Zahlen, Daten und Fakten im Überblick
Rechnungsprüfung
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG, Hannover, hat den Jahresabschluss 2024 der VolkswagenStiftung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Stiftung
Die VolkswagenStiftung ist die wohl größte private Forschungsförderin und eine der großen Stiftungen in Deutschland. Ihr Zweck ist es, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften in Forschung und Lehre zu unterstützen. Sie wurde von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen vor mehr als 60 Jahren als eine eigenständige gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet. Ihren Sitz hat sie in Hannover.
Kapital und Fördermittel
Das Stiftungskapital beträgt aktuell rund 4,1 Mrd. Euro. Die zur Verfügung stehenden Fördermittel stammen aus der Anlage dieses Vermögens und kommen hauptsächlich dem Bereich "Allgemeine Förderung" zugute. Daneben gibt es Gewinnansprüche (hauptsächlich Dividenden) auf 30,2 Millionen Volkswagen-Treuhandaktien des Landes Niedersachsen. Diese Fördermittel werden in dem Programm zukunft.niedersachsen bewilligt, das von der Stiftung und dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium gemeinsam geführt wird.
Strategie
Vier Profilbereiche strukturieren das Förderportfolio:
- Exploration,
- Gesellschaftliche Transformationen,
- Wissen über Wissen – Reflexion und Praxis der Wissenschaften,
- zukunft.niedersachsen.
Übergreifend bietet die Stiftung verschiedene Förderungen im Bereich Wissenschaftskommunikation an.
Förderkonzept
Die Stiftung hat für ihre Förderpraxis vier Leitlinien entwickelt.
- Impulsgebend: Die Stiftung strebt mit innovativen Pilotprojekten eine Vorreiterrolle an.
- Risikobereit: Sie schafft Experimentierräume – auch für kommende Spitzenforschende.
- Grenzüberschreitend: Transnationale, interund transdisziplinäre Projekte sind Kernmerkmale der Förderung.
- Strukturgestaltend: Förderung soll nachhaltige Wirkung erzeugen, welche die Stiftung systematisch analysiert, auch um ihr Know-how anschließend mit anderen zu teilen.
Nachhaltig investieren
Schon seit 2011 berücksichtigt die Stiftung bei der Vermögensanlage Aspekte der Nachhaltigkeit. Der gesamte Aktien- und Rentenbestand wird laufend dahingehend analysiert, ob ESG-Kriterien eingehalten werden. ESG definiert einen Standard, anhand dessen sich prüfen lässt, wie nachhaltig ein Unternehmen aufgestellt ist. Die Herausforderung für die Stiftung ist es, mit ihrer Anlagestrategie einen möglichst hohen Nachhaltigkeitsgrad zu erzielen – ohne den Auftrag zu gefährden, den die Satzung vorgibt: das Vermögen so ertragreich wie möglich anzulegen.
Organisation
Gegenwärtig beschäftigt die VolkswagenStiftung 115 Mitarbeitende, überwiegend in den drei Abteilungen Förderung, Vermögensanlage, Finanzen und Verwaltung. Vier Stabsstellen berichten direkt an den Vorstand Dr. Georg Schütte, der die Stiftung leitet. Aufsichts- und Kontrollgremium ist das Kuratorium mit 14 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft.
zukunft.niedersachsen
Mit einem eigenen Förderprogramm entwickeln Stiftung und Landesregierung gemeinsam Forschung und Lehre in Niedersachsen. Das Ziel von zukunft.niedersachsen ist es, den Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb deutlich sichtbarer zu machen. Im Fokus stehen qualitätsgesicherte Auswahlprozesse und die laufende Identifizierung zukunftsorientierter Forschungsfelder. Gegenwärtig werden drei Schwerpunkte gezielt gefördert: Digitalität, Transformation und Forschungsexzellenz.
Geschichte
Ihre Existenz und ihren Namen verdankt die Stiftung einem Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen von 1961: Mit dem Erlös aus der Privatisierung des Volkswagenwerks gründeten sie die Stiftung, die 1962 in Hannover ihre Arbeit aufnahm: als unabhängige, private und gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts – und nicht als Unternehmensstiftung.
Neues aus der Stiftung
Neue Förderangebote (2024)
- Night Science – Raum für kreatives Denken
Interdisziplinäre Tandems aus zwei Wissenschaftler:innen erhalten die Möglichkeit, gemeinsam unkonventionelle Ideen und Hypothesen im Forschungskontext zu entwickeln - Aufbruch – Neue Forschungsräume für die Geistes- und Kulturwissenschaften
Gesucht werden Projekte, die gänzlich neue Forschungsräume und -themen explorieren - (Ent)tabuisierte Wissenschaft
Wie Tabus in der Wissenschaft entstehen, fortbestehen und sich auflösen lassen. (Themenwoche dazu vom 17.–19. Sept. 2025 in Hannover) - NEXT – Quantum Biology
Die Existenz von Quanteneffekten in biologischen Systemen nachweisen (einmalige Ausschreibung; beendet)
Scoping Workshops
Der intensive Austausch steht im Vordergrund dieses experimentellen Veranstaltungsformats. In den intensiven Scoping Workshops entwickeln etwa 30 Teilnehmende Handlungsoptionen, um das gemeinsame Forschungsfeld voranzubringen und auf neue Weise wirksam zu werden. Die Scoping Workshops finden in Hannover statt. Termine gibt die Stiftung vor. Die Themen wählen die Antragstellenden.
Wirkungsmonitoring
In zweijähriger Arbeit hat die Förderabteilung ein auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept für Wirkungsmonitoring entwickelt. Der Partner in diesem Prozess ist das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI). Die Ziele: Durch mehr empirische Evidenz sollen strategische Entscheidungen besser unterstützt werden. Und durch strukturierte Nachverfolgung wird überprüfbar, ob Förderangebote ihre definierten Ziele erreichen.
Satzungsreform
Seit März 2025 ist eine Reform der Stiftungssatzung wirksam. Anlass dafür waren Empfehlungen aus einer Gesamtevaluation der Stiftung, die Prüfung durch den Bundesrechnungshof sowie die Stiftungsrechtsreform. Eine der Neuerungen: Das Kuratorium fungiert künftig als Aufsichts- und Kontrollorgan, während ein neu in der Satzung verankerter Vorstand für die Geschäftsführung verantwortlich zeichnet. Diese Funktion übernimmt der bisherige Generalsekretär Dr. Georg Schütte. Ab 1. Januar 2028 sieht die Satzung einen Vorstand aus mindestens zwei Personen vor.
Förderverwaltung
Planmäßig zum Jahreswechsel 2024/25 hat die Stiftung ihr neues digitales Förderverwaltungssystem in Betrieb genommen. Der Wechsel vom alten ins neue System hat lange Zeit viele Kräfte gebunden. Umso größer die Freude, dass nun ein Tool zur Verfügung steht, das für Mitarbeitende wie Antragstellende vieles einfacher macht, etwa die elektronische Einreichung von Anträgen, Projektskizzen und Kostenplänen. Perspektivisch sollen auch Mittelabrufe und Verwendungsnachweise über das Förderportal abgewickelt werden.
status 2023: Rekordförderung von mehr als 600 Millionen Euro
Im Jahr 2023 konnte die VolkswagenStiftung 611 Mio. Euro für die Förderung von Forschung und Lehre zur Verfügung stellen – so viel wie nie zuvor. Damit bleibt die Stiftung mit Sitz in Hannover die größte private Wissenschaftsförderin in Deutschland. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten aus unserem Jahresbericht 2023.
Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten im Überblick
Stiftung
Die VolkswagenStiftung ist die wohl größte private Forschungsförderin und eine der großen Stiftungen in Deutschland. Ihr Zweck ist es, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften in Forschung und Lehre zu unterstützen. Sie wurde von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen vor mehr als 60 Jahren als eine eigenständige gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet. Ihren Sitz hat sie in Hannover.
Kapital und Fördermittel
Das Stiftungskapital beträgt aktuell rund 4,1 Mrd. Euro. Die zur Verfügung stehenden Fördermittel stammen aus der Anlage dieses Vermögens und kommen hauptsächlich dem Bereich "Allgemeine Förderung" zugute. Daneben gibt es Gewinnansprüche (hauptsächlich Dividenden) auf 30,2 Millionen Volkswagen-Treuhandaktien des Landes Niedersachsen. Diese Fördermittel werden in dem Programm zukunft.niedersachsen bewilligt, das von der Stiftung und dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium gemeinsam geführt wird. 2023 flossen der Stiftung einmalig 576,3 Mio. Euro aus einer Sonderdividende der Porsche AG zu. Auch dieser Betrag wird mittelfristig im Programm zukunft.niedersachsen bewilligt werden
Strategie
Vier Profilbereiche strukturieren das Förderportfolio:
- Exploration
- Gesellschaftliche Transformationen
- Wissen über Wissen – Reflexion und Praxis der Wissenschaften
- zukunft.niedersachsen.
Übergreifend bietet die Stiftung verschiedene Förderungen im Bereich Wissenschaftskommunikation an.
Förderkonzept
Die Stiftung hat für ihre Förderpraxis vier Leitlinien entwickelt.
- Impulsgebend: Die Stiftung strebt mit innovativen Pilotprojekten eine Vorreiterrolle an.
- Risikobereit: Sie schafft Experimentierräume – auch für kommende Spitzenforschende.
- Grenzüberschreitend: Transnationale, inter- und transdisziplinäre Projekte sind Kernmerkmale der Förderung.
- Strukturgestaltend: Förderung soll nachhaltige Wirkung erzeugen, welche die Stiftung systematisch analysiert, auch um ihr Know-how anschließend mit anderen zu teilen.
Nachhaltig investieren
Schon seit 2011 berücksichtigt die Stiftung bei der Vermögensanlage Aspekte der Nachhaltigkeit. Der gesamte Aktien- und Rentenbestand wird laufend dahingehend analysiert, ob ESG-Kriterien eingehalten werden. ESG definiert einen Standard, anhand dessen sich prüfen lässt, wie nachhaltig ein Unternehmen aufgestellt ist. Die Herausforderung für die Stiftung ist es, mit ihrer Anlagestrategie einen möglichst hohen Nachhaltigkeitsgrad zu erzielen – ohne den Auftrag zu gefährden, den die Satzung vorgibt: das Vermögen so ertragreich wie möglich anzulegen.
Organisation
Gegenwärtig beschäftigt die VolkswagenStiftung etwa 110 Mitarbeitende, überwiegend in den drei Abteilungen Förderung, Vermögensanlage, Finanzen und Verwaltung. Vier Stabsstellen berichten direkt an den Generalsekretär Dr. Georg Schütte, der die Stiftung leitet. Den Vorstand bildet das Kuratorium mit 14 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft. Das Kuratorium tagt in der Regel dreimal im Jahr, um in Strategiefragen und über Förderanträge zu entscheiden.
zukunft.niedersachsen
Mit einem eigenen Förderprogramm entwickeln Stiftung und Landesregierung gemeinsam Forschung und Lehre in Niedersachsen. Das Ziel von zukunft.niedersachsen ist es, den Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb deutlich sichtbarer zu machen. Im Fokus stehen qualitätsgesicherte Auswahlprozesse und die laufende Identifizierung zukunftsorientierter Forschungsfelder. Gegenwärtig werden drei Schwerpunkte gezielt gefördert: Digitalität, Transformation und Forschungsexzellenz. zukunft.niedersachsen ersetzt seit 2023 das Vorläuferprogramm "Niedersächsisches Vorab".
Geschichte
Ihre Existenz und ihren Namen verdankt die Stiftung einem Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen von 1961: Die "Volkswagenwerk GmbH" wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und so der Streit um die ungeklärten Eigentumsverhältnisse beigelegt. Mit dem Erlös aus dieser Privatisierung wurde die Stiftung gegründet, die 1962 in Hannover ihre Arbeit aufnahm: als unabhängige, private und gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts – und nicht als Unternehmensstiftung.
Bildergalerie: Zahlen und Grafiken
Neues aus der Stiftung
Förderangebote
In den drei Bereichen der Allgemeinen Förderung ("Wissen über Wissen", "Gesellschaftliche Transformationen", "Exploration") sind diese Ausschreibungen 2023 gestartet:
- Transdisciplinary Approaches to Mobility and Global Health
Die Wechselwirkungen von Mobilität und Gesundheit erforschen - Zirkularität im Alltag – Ideenwettbewerb
Die Rohstoffwende für ein breites Publikum erfahrbar machen - Change! Fellowships and Research Groups
Transformationsprozesse erforschen und initiieren - Erdsystemwissenschaften
Juniorprofessuren für eine neue Systemwisssenschaft etablieren - Zirkularität mit recycelten und biogenen Rohstoffen – Kooperationsprojekte
Mit nachhaltigen Konzepten den Rohstoff-Produkt-Kreislauf schließen - Transformationswissen über Demokratien im Wandel – Task Forces/Kooperationsprojekte
Neue Perspektiven auf den Wandel von Demokratien eröffnen - Themenwochen: Wissenschaftsethik, Menschenrechte
Alle aktuellen Förderangebote im Überblick finden Sie unter Was wir fördern.
zukunft.niedersachsen
Dank einer Sonderdividende der Porsche AG konnte die VolkswagenStiftung 2023 eine Rekordsumme für die Förderung von Wissenschaft und Lehre in Niedersachsen bewilligen. In dem gemeinsamen Programm zukunft.niedersachsen von Stiftung und Landesregierung ist "Potenziale strategisch entfalten" das bislang finanzstärkste Förderprogramm. 265 Mio. Euro stehen zur Verfügung für Anträge niedersächsischer Hochschulen, die langfristige Entwicklungsstrategien entwerfen und umsetzen wollen. Mehr Infos und alle Förderangebote finden Sie auf der neuen Website: zukunft.niedersachsen.de.
Nachhaltigkeit
Mit dem Ziel der Klimaneutralität bemüht sich die Stiftung laufend darum, ihre Klimabilanz zu verbessern und ihren Geschäftsbetrieb an Aspekten von Nachhaltigkeit auszurichten. Auf diesem Weg wurde jetzt ein neuer Meilenstein erreicht: Unter Verwendung der Daten von 2023 ist der erste Bericht (PDF, 1.3 MB)nach den formalen Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitsindex entstanden. Er bietet die fundierte Grundlage, auf der die Stiftung neue Maßnahmen entwickeln wird, um so klimaneutral wie möglich wirken zu können. Scannen Sie den QR-Code, um sich auf unserer Homepage über Nachhaltigkeit im Handeln der VolkswagenStiftung zu informieren. Mehr zum Thema finden Sie unter Nachhaltigkeit.
Stichwort: Wissenschaftsfreiheit
Mit Sorge beobachtet die VolkswagenStiftung den wachsenden Druck, dem Forschende im In- und Ausland ausgesetzt sind. Und widersteht dieser Entwicklung nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten. So hat sie u.a. 2022 nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine in nur einer Woche ein millionenschweres Förderangebot für geflohene Wissenschaftler:innen geschaffen – wie zuvor schon im Fall der Türkei und Afghanistans. Nach der Terror-Attacke der Hamas haben die Stiftung und das Land Niedersachsen als Zeichen ihrer Solidarität mit den Forschenden in Israel das Budget für das Angebot "Forschungskooperation Niedersachsen - Israel" aufgestockt. Darüber hinaus sind im Schwerpunkt "Gesellschaftliche Transformationen" Förderprojekte gebündelt, von denen sich die Stiftung validierte Impulse erhofft, wie der Radikalisierung von Teilöffentlichkeiten begegnet werden kann. Freie Wissenschaft, so die Überzeugung der Stiftung, braucht eine offene Gesellschaft.
Leitlinien Transdisziplinarität - Transfer - Wissenschaftskommunikation
Die strategischen Leitlinien der VolkswagenStiftung zum Thema Transdisziplinarität.
VolkswagenStiftung
Ein bedeutender Schritt auf dem Weg in die Klimaneutralität, die die Stiftung bis 2030 erreichen möchte: der erste Nachhaltigkeitsbericht nach den Standards des Deutschen Nachhaltigkeitskodex ist da!
Was vor 15 Jahren dank des frühen Engagements von Stiftungsmitarbeiter:innen seinen Anfang nahm, ist inzwischen in eine Fülle von großen und kleinen Maßnahmen übergegangen, mit denen wir unsere Ökobilanz Schritt für Schritt optimieren. Der erste standardisierte Nachhaltigkeitsbericht stellt die bislang umfassendste Retrospektive aller Bemühungen der Stiftung dar, nachhaltiger zu agieren. Er ermöglicht zugleich auch einen Blick in die Zukunft und zeigt auf, wo wir noch besser werden können - und wirkt gerade deswegen nur umso motivierender, in unserem Engagement nicht nachzulassen.
Nachhaltigkeit ist kein Zustand, der irgendwann erreicht ist, sondern ein kontinuierlich laufender Prozess.
werkstatt: Unser Weg zu einem Wirkungsmonitoring
Wie wirkt Förderung? Um die Wirkung ihrer Fördertätigkeit differenziert, systematisch und datenbasiert nachzuverfolgen, entwickelt die VolkswagenStiftung ein Konzept zum Wirkungsmonitoring.
killykoon – stock.adobe.com
Was bedeutet Diversität für das Förderhandeln?
In einem Konzeptpapier stellt die VolkswagenStiftung erste Maßnahmen vor, um zu mehr Diversität im Wissenschaftssystem beizutragen.
In einem Papier (PDF, 930.2 KB), das dem Kuratorium in dessen Sitzung am 30. Juni 2023 vorgelegen hat, reflektiert die Stiftung über die Chancen von mehr Diversität im Wissenschaftssystem. Gleichzeitig wird Diversität als wesentliches Handlungsfeld für die Gesamtorganisation verankert. Mit Blick auf das Förderhandeln sollen anhand erster Maßnahmen experimentelle Erfahrungen gesammelt werden.
So wurde für die Forschungsförderung die Implementierung eines "Chancengleichheitsmoduls" erarbeitet, über das Wissenschaftler:innen zusätzliche Mittel für diversitätsbezogene Maßnahmen erhalten können. Mit dezentral organisierten Maßnahmen soll das Modul dazu beitragen, individuelle Nachteile einzelner Wissenschaftler:innen auszugleichen (z. B. durch Mittel für die Kinderbetreuung, technische Unterstützung bei körperlichen Einschränkungen, Coaching- oder Mentoringangebote).
Zudem soll es für Antragstellende möglich sein, Maßnahmen umzusetzen, die das Thema Diversität insgesamt adressieren (z. B. Sensibilisierungsworkshops für die Mitarbeiter:innen in einem geförderten Forschungsprojekt). Aufgrund der Ähnlichkeit zu der Chancengleichheitspauschale der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird die Entwicklung dieses Moduls im Austausch mit der DFG erfolgen.
Auch bei der Begutachtung von Förderanträgen sollen Aspekte von Diversität strukturierter berücksichtigt werden. Primäres Interesse ist es, individuelle Einschränkungen oder Verzögerungen in der wissenschaftlichen Laufbahn von Antragstellenden auszugleichen. Zu diesem Zweck können künftig in allen Förderinitiativen kontextualisierte CVs verwendet werden. Über diese CVs haben Antragsteller:innen die (optionale) Möglichkeit, nach eigenem Ermessen weitere Informationen mit der Stiftung bzw. den Gutachter:innen zu teilen, die ihnen in diesem Kontext relevant erscheinen. Erste positive Erfahrungen mit diesem Format wurden bereits in den Förderinitiativen "Momentum – Förderung für Erstberufene", "Zirkularität mit recycelten und biogenen Rohstoffen" sowie "Forschung über Wissenschaft: Kooperationsprojekte" gesammelt.
Darüber hinaus soll in der Vorbereitung eines jeden Forschungsprojektes eine Reflexion der Relevanz von Diversität für das jeweilige Projekt stattfinden und ggf. im Antrag dargestellt werden (etwa bezüglich des Forschungsgegenstandes bzw. Forschungsansatzes oder der gewählten Methodik).
Der Austausch mit anderen Akteuren im Feld der Wissenschaftsförderung ist der VolkswagenStiftung ein Anliegen. Gerade im Querschnittsbereich Diversität wird sich die Stiftung deshalb mit Organisationen wie der DFG, der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Jungen Akademie, dem Schweizer Nationalfonds (SNF) und anderen austauschen.
Impulse Ausgabe 2023: "Wissenschaft leben"
status 2022 - der Jahresbericht der VolkswagenStiftung
Rekordwert: Im Jahr 2022 hat die VolkswagenStiftung 331,9 Mio. Euro für wissenschaftliche Projekte bewilligt. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten aus unserem Jahresbericht 2022.
Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten im Überblick
Stiftung
Die VolkswagenStiftung ist die größte private Forschungsförderin und eine der großen Stiftungen in Deutschland. Ihr Zweck ist es, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften in Forschung und Lehre zu unterstützen. Sie wurde von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen als eine eigenständige gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet. Die Stiftung mit Sitz in Hannover ist nicht mit dem Unternehmen Volkswagen AG verbunden.
Kapital und Fördermittel
Gegenwärtig beträgt das Stiftungskapital rund 3,4 Mrd. Euro. Die für Förderung zur Verfügung stehenden Mittel werden aus der Anlage des Vermögens generiert und kommen hauptsächlich dem Bereich "Allgemeine Förderung" zugute. Hinzu kommen Gewinnansprüche aus 30,2 Millionen Volkswagen-Treuhandaktien des Bundeslandes Niedersachsen (hauptsächlich Dividenden). Diese Mittel werden an Forschungseinrichtungen in Niedersachsen vergeben, in enger Zusammenarbeit mit dem Land (s. Stichwort "zukunft.niedersachsen"). 2022 betrug das Fördervolumen hier 237,3 Mio. Euro. Seit 1962 wurden im "Vorab" insgesamt fast 2,80 Mrd. Euro bewilligt.
Strategie
Drei Profilbereiche strukturieren das Förderportfolio: 1. Exploration, 2. Gesellschaftliche Transformationen, 3. Wissen über Wissen – Reflexion und Praxis der Wissenschaften. Gestärkt wird zudem das Engagement in einem Querschnittsbereich Wissenschaft in der Gesellschaft.
Förderkonzept
Die Stiftung hat für ihre Förderpraxis vier Leitlinien entwickelt.
1. Impulsgebend: Die Stiftung strebt mit innovativen Pilotprojekten eine Vorreiterrolle an.
2. Risikobereit: Sie schafft Experimentierräume auch für kommende Spitzenforschende.
3. Grenzüberschreitend: Transnationale, inter-und transdisziplinäre Projekte als Kernmerkmale der Förderung.
4. Strukturgestaltend: Förderung soll nachhaltige Wirkung erzeugen, welche die Stiftung systematisch analysiert, auch um ihr Know-how anschließend mit anderen zu teilen.
Nachhaltig investieren
Schon seit 2011 berücksichtigt die Stiftung bei der Vermögensanlage Aspekte der Nachhaltigkeit. Der gesamte Aktien- und Rentenbestand wird laufend dahingehend analysiert, ob ESG-Kriterien eingehalten werden. ESG definiert einen Standard, anhand dessen sich prüfen lässt, wie nachhaltig ein Unternehmen aufgestellt ist. Die Herausforderung für die Stiftung ist es, mit ihrer Anlagestrategie einen möglichst hohen Nachhaltigkeitsgrad zu erzielen — ohne den Auftrag zu gefährden, den die Satzung vorgibt: das Vermögen so ertragreich wie möglich anzulegen.
Organisation
Gegenwärtig beschäftigt die VolkswagenStiftung etwa 100 Mitarbeitende, überwiegend in den drei Abteilungen Förderung, Vermögensanlage, Finanzen und Verwaltung. Vier Stabsstellen berichten direkt an den Generalsekretär Dr. Georg Schütte, der die Stiftung leitet. Den Vorstand bildet das Kuratorium mit 14 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft. Das Kuratorium tagt in der Regel dreimal im Jahr, um in Strategiefragen und über Förderanträge zu entscheiden.
zukunft.niedersachsen
Mit einem eigenen Förderprogramm entwickeln Stiftung und Landesregierung gemeinsam Forschung und Lehre in Niedersachsen. Das Ziel von zukunft. niedersachsen ist es, den Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb deutlich sichtbarer zu machen. Im Fokus stehen qualitätsgesicherte Auswahlprozesse und die laufende Identifizierung zukunftsorientierter Forschungsfelder. Gegenwärtig werden drei Schwerpunkte gezielt gefördert: Digitalität, Transformation und Forschungsexzellenz. zukunft.niedersachsen ersetzt seit 2023 das Vorläuferprogramm "Niedersächsisches Vorab".
Geschichte
Ihre Existenz und ihren Namen verdankt die Stiftung einem Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen von 1961: Die "Volkswagenwerk GmbH" wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und so der Streit um die ungeklärten Eigentumsverhältnisse beigelegt. Mit dem Erlös aus dieser Privatisierung wurde die Stiftung gegründet, die 1962 in Hannover ihre Arbeit aufnahm: als unabhängig private gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts und nicht als Unternehmensstiftung.