Aktuelles

Jetzt online: Neues IMPULSE-Magazin "Demokratie schützen"

Ein Magazin mit dem Titel "Impulse" liegt auf einem grauen Sofa

Was hält unsere Gesellschaft angesichts der Krise der Demokratie zusammen? Welche Konzepte liefert uns die Wissenschaft, um die Demokratie stark und lebendig zu halten? Das fragen wir in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins IMPULSE.

Vom Bürgerrat bis zur Demokratiebildung – von uns geförderte Wissenschaftler:innen arbeiten an zahlreichen aktuellen Fragen im Themenfeld Demokratie - und erarbeiten schlüssige Empfehlungen, wie diese geschützt und gestärkt werden kann. 

Im aktuellen Impulse-Magazin widmen wir uns im Schwerpunkt dem Thema Demokratie und sprechen dazu auch mit dem Soziologen Steffen Mau. Wir erkunden, wie Kommunikation auch in tief verhärteten Konflikten wieder gelingen kann und schauen der Wissenschaftlerin Anika Kaiser über die Schulter, die den Bürgerrat "Künstliche Intelligenz und Freiheit" für ihre Dissertation begleitet. In der Rubrik "Unter´s Dach geschaut" bekommen Sie einen Einblick, wie wir den Zusammenhalt in der Stiftung immer wieder erneuern und für ein gutes Miteinander sorgen, eine der Grundvoraussetzungen für die Demokratie. 

Ein Magazin mit dem Titel "Impulse" liegt auf einem grauen Sofa

Zum kostenlosen Download: IMPULSE-Ausgabe 2025 "Demokratie schützen"

Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird löchrig. Weltweit. Forschende haben gute Ideen, wie man die Risse repariert.

IMPULSE-Magazin herunterladen (PDF, 5.9 MB)

Themenseite Demokratie & Wissenschaft

Auf unserer laufend erweiterten Themenseite #Demokratie & Wissenschaft haben wir für Sie Portraits von Forscher:innen, Berichte über Forschungsprojekte, Interviews, Förderangebote und Veranstaltungen zum Thema zusammengestellt. 

Ausgewählte Beiträge aus dem Impulse-Magazin 2025

Reichstagkuppel von Innen
Interview

"Wir können nicht vorhersagen, ob die Demokratie hält"

#Demokratie

Deutschland ist mittendrin im Strudel globaler Krisen und Konflikte. Rechtspopulisten freuen sich über wachsenden Zuspruch. Und von der neuen Bundesregierung werden viele Lösungen erwartet. Und zwar schnell! Ein Gespräch zwischen dem Soziologen Steffen Mau und Georg Schütte, Vorstand der VolkswagenStiftung, über das Ende der "Schönwetterdemokratie" (Mau) und den Aufbruch ins Ungewisse.

Eine Frau, die aufmerksam zuhört
Story

Die Rhetorikerin Anika Kaiser erforscht, wie sich die Perspektiven der Menschen hinsichtlich der großen Themen unserer Zeit berücksichtigen lassen – etwa bei der Künstlichen Intelligenz (KI). Sie ist die Richtige, damit es bei diesem basisdemokratischen Prozess nicht zu abgehoben zugeht: In ihrem ersten Leben machte sie eine Ausbildung zur Malerin.

Eine Illustration einer Person mit Handy, die schlangenhaft von Social media Beiträgen angegriffen wird. Eine Person, die einen protesteanten interviewt. Die Karte von Deutschland, aus der schwarz-rot-goldene Tropfen heraustropfen.
Story

Was fasziniert junge Leute an Rechtsaußen?

#Demokratie

Demokratiefeindlichkeit in Deutschland nimmt zu. Dennoch kümmern sich Politik und Wissenschaft wenig um die Einstellungen einer besonders wichtigen Gruppe: die jungen Wähler und Wählerinnen. Ein interdisziplinäres Projekt in östlichen Bundesländern nimmt das nicht hin.

Bucht in Alexandria: Das Wasser steht nah an Hochhäusern
Story

Versinkende Städte: Vom kulturellen Erbe lernen

#Transdisziplinarität

Weltweit drohen Küstenstädte durch steigende Meeresspiegel als Folge der Erderwärmung zu versinken. Wie der Umgang damit gelingt, und das nicht nur technisch, sondern vor allem sozial und emotional, fragt sich Stadtforscherin Hilke Marit Berger – und sucht in der Vergangenheit nach Antworten für die Zukunft.

Eine Gruppe von Menschen an einer Kante eines Steinbruchs.
Story

Demokratie schützen: Wege zum konstruktiven Streit

#Demokratie

Konflikte sind häufig so festgefahren, dass kein konstruktiver Diskurs zwischen den Kontrahenten mehr möglich ist. Stattdessen werden via Social Media Feindbilder und Fake News genährt. Diese Nicht-Kommunikation gefährdet die Demokratie. Das Projekt "Testimonial Lab" erkundet neue Kommunikationsformen, die einen Dialog wieder möglich machen.

Portrait eines Mannes
kurz informiert

Entwicklungspsychologie: Dem Alltag auf der Spur

Manuel Bohn erforscht, wie das alltägliche Leben von Kindern zum Schlüssel zur psychologischen und kognitiven Entwicklung wird. Dafür nutzt er neue Methoden, Künstliche Intelligenz und die internationale Perspektive. 

Bestellen Sie Ihr kostenloses Heft

Sie möchten die gedruckte Ausgabe der aktuellen IMPULSE 2025 kostenlos zugesandt bekommen? Dann senden Sie eine E-Mail mit Ihrer Postadresse und dem Betreff "Impulse 2025" an Birgit Schulz, schulz(at)volkswagenstiftung.de.

Mehr zum Thema

IMPULSE-Magazin: Transdisziplinarität

#Transdisziplinarität

Impulse-Magazin 2024

Wenn Forschende Vertreter:innen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen in die wissenschaftliche Arbeit integrieren, entstehen neue Perspektiven, gelingt ein "Anders machen" leichter. In unserem Magazin IMPULSE 2024 stellen wir Menschen vor, die diese Herausforderung aus Überzeugung annehmen. Lesen Sie ihre Geschichten im PDF – oder lassen Sie sich kostenlos ein gedrucktes Exemplar zusenden. 

Für die Beiträge in den Impulsen 2024 haben wir Journalist:innen gebeten, sich mit den kreativen Köpfen aus der Wissenschaft zu unterhalten, die wir fördern. Unter dem Titel "Mal anders machen" versammelt das Magazin vielfältige Projekte, Themen und Menschen, die mit ihrer Forschung Gewohntes hinterfragen und durch das Integrieren anderer Perspektiven neue Lösungsansätze entdecken.

Im neuen IMPULSE-Magazin begegnen Sie unter anderem

  • einem Maschinenbauingenieur, der aus Abfall den Stoff für erschwingliche Wasserreinigungssysteme gewinnt
  • einem Projektteam, das untersucht, wie sich Protestbewegungen auf die Demokratie auswirken
  • einem Epidemiologen, der das Verhalten der Menschen  ins Visier nimmt, um zukünftige Pandemien zu verhindern 
  • einer Umweltwissenschaftlerin, die Wärme in Großstädten recyceln möchte
  • einem Informatiker, der den Mars gegen einen Acker eintauschte und autonome Agrarroboter entwickelt

Ausgewählte Impulse-Beiträge

zwei Frauen vor einer rosafarbenen Wand
Interview

Eine Kunst für sich — Chancen und Risiken transdisziplinärer Forschung

#Transdisziplinarität

Ist es eine gute Idee, wenn Forschende mit Stakeholdern aus anderen Bereichen der Gesellschaft zusammenarbeiten? Ein Gespräch über transdisziplinäre Forschung zwischen der Berliner Mobilitätsforscherin Sophia Becker und Henrike Hartmann, stellvertretende Generalsekretärin der VolkswagenStiftung, moderiert von der Wissenschaftsjournalistin Christine Prußky.

Eine Gruppe protestierender Menschen
Story

Protestbewegungen: Welche Auswirkungen haben sie auf die Demokratien in Europa?

#Transdisziplinarität #Wissenschaft und Gesellschaft #Internationales #Demokratie

Wahlsiege autoritärer Parteien, Demos gegen rechts, Fridays for Future und zunehmender Populismus: Die Demokratien in Europa stehen unter Spannung. Das Projekt "ProDem" hat die Auswirkungen von Protestbewegungen auf die Demokratieentwicklung in sechs europäischen Ländern untersucht.

Illustration einer Frau mit schmelzendem Eis. Im Hintergrund eine dampfende Stadt.
Stories

Wärmerecycling in Städten: Lässt sich die Hitze in Großstädten für die Energiewende nutzen?

#Transdisziplinarität #Nachhaltigkeit

Die Umweltwissenschaftlerin Susanne Benz will künftig Wärme ernten, die von Großstädten in riesigen Mengen abgestrahlt wird. Dieses Wärmerecycling könnte dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken – eine ungewöhnliche Idee, die sie in den kommenden Jahren näher erforschen wird.

Frau steht in einer Industriehalle und beobachtet eine Maschine
kurz informiert

Solartechnik: Von Hameln in die Welt

Die Physikerin Bianca Lim ist für die strategische Planung am Institut für Solarenergieforschung in Hameln zuständig und hält damit die Forschung "am Puls der Zeit". Sie will dazu beitragen, die Produktion von Solarmodulen zurück nach Deutschland zu holen. 

Portrait eines Mannes
Story

Wie können wir Pandemien zukünftig verhindern?

#Transdisziplinarität

Wir verändern die natürliche Umwelt, in der wir leben. Durch unseren Einfluss kann das Risiko von Infektionskrankheiten steigen. Der Epidemiologe Joacim Rocklöv glaubt, dass eine Änderung des menschlichen Verhaltens entscheidend ist, um Pandemien in Zukunft zu verhindern.

Illustration mit drei Figuren, die Kommentare zu einer zentralen Darstellung mit Diagrammen machen
Meinung

Paradoxe Partizipation: Drei Herausforderungen gelingender Transdisziplinarität

#Transdisziplinarität

Für unseren Themenschwerpunkt "Transdisziplinäre Forschung" hat der Soziologe Andreas Bischof seine Sicht auf die Herausforderungen gelingender Transdisziplinarität zusammengefasst.

Eine betonartig aussehende Mauer ist zu sehen, aus der im oberen Bereich dünne, ineinander geflochtene Holzstreifen herausragen.
Story

Pilze statt Beton: Neuartige Biomaterialien ermöglichen nachhaltiges Bauen

#Nachhaltigkeit #Transdisziplinarität

Wer CO2 einsparen will, denkt häufig zuerst an Ökostrom oder Verkehrswende. Aber auch der Bausektor bietet enormes Einsparpotenzial. Ein Forscher der Uni Kassel will Biomaterialien mit digitalen Herstellungstechnologien verbinden und für die Architektur verfügbar machen.

Ein Mann steht vor einem großen Berg alter Matratzen
Story

Kreislaufwirtschaft – Neues Leben für alte Matratzen

#Transdisziplinarität #Nachhaltigkeit

Jedes Jahr landen in Deutschland Hunderttausende Matratzen aus Latex im Müll. Sie werden verbrannt, denn es fehlt ein Prozess für ihr Recycling. Das Forschungsprojekt REFOAM will das ändern.

Mehr zum Thema

Stiftungspublikation

status 2024 - der Jahresbericht der VolkswagenStiftung

Das Foto zeigt mehrere nebeneinander liegende Hefte mit Aufdruck "status 2024"

Mit einer Gesamtfördersumme von 728,8 Mio. Euro für die deutsche Forschungslandschaft setzt die VolkswagenStiftung erneut ein deutliches Zeichen als Deutschlands größte private Wissenschaftsförderin. Sie übertrifft damit nochmals ihre Rekordfördersumme aus 2023. Hier finden Sie alle Zahlen, Daten und Fakten aus unserem Jahresbericht 2024.

Download: status 2024

"status 2024" ist der Jahresbericht der VolkswagenStiftung. Den Bericht finden Sie auch hier zum Download.

status 2024 (PDF, 830.8 KB)

 

Zahlen, Daten und Fakten im Überblick

Grafik: Diagramm mit Bewilligungssummen der vergangenen 5 Jahre

Bewilligungssummen der Jahre 2020 bis 2024 in der Allgemeinen Förderung (inkl. stiftungseigene Veranstaltungen) und im Programm zukunft.niedersachsen

Grafik: Diagramm zur Mittelverwendung

Darstellung der insg. 292 Bewilligungen in der Allgemeinen Förderung in 2024 nach Wissenschaftsbereichen, Anzahl, Fördersumme sowie jeweils dem prozentualen Anteil an Bewilligungen und Fördersumme insgesamt.

Grafik: Balkendiagramm zu Entscheidungen in der Allgemeinen Förderung

Zahl der Anträge und Bewilligungen in der Allgemeinen Förderung der VolkswagenStiftung von 2020 bis 2024

Grafik: Balkendiagramm zu Entscheidungen in der Allgemeinen Förderung

Antragssummen und Bewilligungssummen in der Allgemeinen Förderung von 2020 bis 2024

Grafik: Balkendiagramm zur Entwicklung des Stiftungsvermögens über die vergangenen 10 Jahre

Entwicklung des Stiftungsvermögens über die vergangenen 10 Jahre

Grafik mit Prozentzahlen, die den jeweiligen Assetklassen in der Vermögensanlage der Stiftung entsprechen

Verteilung der Assets in der Vermögensanlage auf die Assetklassen Aktien, Immobilien und verzinsliche Wertpapiere

Ertrags- und Mittelverwendungsabrechnung 2024

Ertrags- und Mittelverwendungsabrechnung

Bilanz 2024 - Aktiva

Bilanz 2024 - Aktiva

Bilanz 2024 - Passiva

Bilanz 2024 - Passiva

Rechnungsprüfung
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG, Hannover, hat den Jahresabschluss 2024 der VolkswagenStiftung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Illustration mit Umriss Deutschlands und Niedersachsens und einer grünen Markierung für Hannover

Stiftung

Die VolkswagenStiftung ist die wohl größte private Forschungsförderin und eine der großen Stiftungen in Deutschland. Ihr Zweck ist es, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften in Forschung und Lehre zu unterstützen. Sie wurde von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen vor mehr als 60 Jahren als eine eigenständige gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet. Ihren Sitz hat sie in Hannover.

Illustration mit einem Münzstapel und der Summe 4,1 Milliarden Euro

Kapital und Fördermittel

Das Stiftungskapital beträgt aktuell rund 4,1 Mrd. Euro. Die zur Verfügung stehenden Fördermittel stammen aus der Anlage dieses Vermögens und kommen hauptsächlich dem Bereich "Allgemeine Förderung" zugute. Daneben gibt es Gewinnansprüche (hauptsächlich Dividenden) auf 30,2 Millionen Volkswagen-Treuhandaktien des Landes Niedersachsen. Diese Fördermittel werden in dem Programm zukunft.niedersachsen bewilligt, das von der Stiftung und dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium gemeinsam geführt wird.

Illustration mit untereinander verbundenen Punkten

Strategie

Vier Profilbereiche strukturieren das Förderportfolio:

  1. Exploration,
  2. Gesellschaftliche Transformationen,
  3. Wissen über Wissen – Reflexion und Praxis der Wissenschaften,
  4. zukunft.niedersachsen.

Übergreifend bietet die Stiftung verschiedene Förderungen im Bereich Wissenschaftskommunikation an.

Illustration mit Kugelstoßpendel

Förderkonzept

Die Stiftung hat für ihre Förderpraxis vier Leitlinien entwickelt.

  • Impulsgebend: Die Stiftung strebt mit innovativen Pilotprojekten eine Vorreiterrolle an.
  • Risikobereit: Sie schafft Experimentierräume – auch für kommende Spitzenforschende.
  • Grenzüberschreitend: Transnationale, interund transdisziplinäre Projekte sind Kernmerkmale der Förderung.
  • Strukturgestaltend: Förderung soll nachhaltige Wirkung erzeugen, welche die Stiftung systematisch analysiert, auch um ihr Know-how anschließend mit anderen zu teilen.
Illustration mit einer Pflanze, in der angedeuteten Blüte ein Euro-Symbol

Nachhaltig investieren

Schon seit 2011 berücksichtigt die Stiftung bei der Vermögensanlage Aspekte der Nachhaltigkeit. Der gesamte Aktien- und Rentenbestand wird laufend dahingehend analysiert, ob ESG-Kriterien eingehalten werden. ESG definiert einen Standard, anhand dessen sich prüfen lässt, wie nachhaltig ein Unternehmen aufgestellt ist. Die Herausforderung für die Stiftung ist es, mit ihrer Anlagestrategie einen möglichst hohen Nachhaltigkeitsgrad zu erzielen – ohne den Auftrag zu gefährden, den die Satzung vorgibt: das Vermögen so ertragreich wie möglich anzulegen.

Illustration mit angedeutetem Organigramm

Organisation

Gegenwärtig beschäftigt die VolkswagenStiftung 115 Mitarbeitende, überwiegend in den drei Abteilungen Förderung, Vermögensanlage, Finanzen und Verwaltung. Vier Stabsstellen berichten direkt an den Vorstand Dr. Georg Schütte, der die Stiftung leitet. Aufsichts- und Kontrollgremium ist das Kuratorium mit 14 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft.

Illustration mit einer Lupe, die den Umriss des Landes Niedersachsen zeigt

zukunft.niedersachsen

Mit einem eigenen Förderprogramm entwickeln Stiftung und Landesregierung gemeinsam Forschung und Lehre in Niedersachsen. Das Ziel von zukunft.niedersachsen ist es, den Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb deutlich sichtbarer zu machen. Im Fokus stehen qualitätsgesicherte Auswahlprozesse und die laufende Identifizierung zukunftsorientierter Forschungsfelder. Gegenwärtig werden drei Schwerpunkte gezielt gefördert: Digitalität, Transformation und Forschungsexzellenz.

Illustration mit Kalenderblatt und der Aufschrift "1962"

Geschichte

Ihre Existenz und ihren Namen verdankt die Stiftung einem Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen von 1961: Mit dem Erlös aus der Privatisierung des Volkswagenwerks gründeten sie die Stiftung, die 1962 in Hannover ihre Arbeit aufnahm: als unabhängige, private und gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts – und nicht als Unternehmensstiftung.

Wen wir fördern: drei beispielhafte Forschenden-Portraits

Bucht in Alexandria: Das Wasser steht nah an Hochhäusern
Story

Versinkende Städte: Vom kulturellen Erbe lernen

#Transdisziplinarität

Weltweit drohen Küstenstädte durch steigende Meeresspiegel als Folge der Erderwärmung zu versinken. Wie der Umgang damit gelingt, und das nicht nur technisch, sondern vor allem sozial und emotional, fragt sich Stadtforscherin Hilke Marit Berger – und sucht in der Vergangenheit nach Antworten für die Zukunft.

Illustration einer Gruppe Protestierender
Story

Radikale Demokratie – Wie Bürger:innen mit Politik von unten solidarisch Probleme lösen

#Demokratie

5 Länder, 10 Städte, über 100 Initiativen – der Sozialwissenschaftler Helge Schwiertz untersucht in einem groß angelegten Forschungsprojekt, wie Bürger:innen gemeinschaftlich auf lokaler Ebene nach Lösungen für die großen Krisen in Europa suchen.

Eine Frau, die aufmerksam zuhört
Story

Die Rhetorikerin Anika Kaiser erforscht, wie sich die Perspektiven der Menschen hinsichtlich der großen Themen unserer Zeit berücksichtigen lassen – etwa bei der Künstlichen Intelligenz (KI). Sie ist die Richtige, damit es bei diesem basisdemokratischen Prozess nicht zu abgehoben zugeht: In ihrem ersten Leben machte sie eine Ausbildung zur Malerin.

Neues aus der Stiftung

Neue Förderangebote (2024)

Scoping Workshops

Der intensive Austausch steht im Vordergrund dieses experimentellen Veranstaltungsformats. In den intensiven Scoping Workshops entwickeln etwa 30 Teilnehmende Handlungsoptionen, um das gemeinsame Forschungsfeld voranzubringen und auf neue Weise wirksam zu werden. Die Scoping Workshops finden in Hannover statt. Termine gibt die Stiftung vor. Die Themen wählen die Antragstellenden.

Wirkungsmonitoring

In zweijähriger Arbeit hat die Förderabteilung ein auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept für Wirkungsmonitoring entwickelt. Der Partner in diesem Prozess ist das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI). Die Ziele: Durch mehr empirische Evidenz sollen strategische Entscheidungen besser unterstützt werden. Und durch strukturierte Nachverfolgung wird überprüfbar, ob Förderangebote ihre definierten Ziele erreichen.

Illustration mit Kugelstoßpendel

Satzungsreform

Seit März 2025 ist eine Reform der Stiftungssatzung wirksam. Anlass dafür waren Empfehlungen aus einer Gesamtevaluation der Stiftung, die Prüfung durch den Bundesrechnungshof sowie die Stiftungsrechtsreform. Eine der Neuerungen: Das Kuratorium fungiert künftig als Aufsichts- und Kontrollorgan, während ein neu in der Satzung verankerter Vorstand für die Geschäftsführung verantwortlich zeichnet. Diese Funktion übernimmt der bisherige Generalsekretär Dr. Georg Schütte. Ab 1. Januar 2028 sieht die Satzung einen Vorstand aus mindestens zwei Personen vor.

Illustration mit zwei Personen, die ein überdimensionales Paragrafen-Zeichen begutachten

Förderverwaltung

Planmäßig zum Jahreswechsel 2024/25 hat die Stiftung ihr neues digitales Förderverwaltungssystem in Betrieb genommen. Der Wechsel vom alten ins neue System hat lange Zeit viele Kräfte gebunden. Umso größer die Freude, dass nun ein Tool zur Verfügung steht, das für Mitarbeitende wie Antragstellende vieles einfacher macht, etwa die elektronische Einreichung von Anträgen, Projektskizzen und Kostenplänen. Perspektivisch sollen auch Mittelabrufe und Verwendungsnachweise über das Förderportal abgewickelt werden.

 

Illustration mit einem Bildschirm, darauf Akten, die in eine Öffnung fallen
Publikation

status 2023: Rekordförderung von mehr als 600 Millionen Euro

Broschüre mit Aufdruck "status 2023" vor rotem Hintergrund

Im Jahr 2023 konnte die VolkswagenStiftung 611 Mio. Euro für die Förderung von Forschung und Lehre zur Verfügung stellen – so viel wie nie zuvor. Damit bleibt die Stiftung mit Sitz in Hannover die größte private Wissenschaftsförderin in Deutschland. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten aus unserem Jahresbericht 2023.

Download: status 2023

"status 2023" ist der Jahresbericht der VolkswagenStiftung. Den kompletten Bericht finden Sie hier zum Download.

status 2023 (PDF, 364.0 KB)

 

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten im Überblick

Deutschlandkarte mit Markierung für Niedersachsen

Stiftung

Die VolkswagenStiftung ist die wohl größte private Forschungsförderin und eine der großen Stiftungen in Deutschland. Ihr Zweck ist es, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften in Forschung und Lehre zu unterstützen. Sie wurde von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen vor mehr als 60 Jahren als eine eigenständige gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet. Ihren Sitz hat sie in Hannover.

Icon mit Geldstapel und Zahl 4,1 Mrd. Euro

Kapital und Fördermittel

Das Stiftungskapital beträgt aktuell rund 4,1 Mrd. Euro. Die zur Verfügung stehenden Fördermittel stammen aus der Anlage dieses Vermögens und kommen hauptsächlich dem Bereich "Allgemeine Förderung" zugute. Daneben gibt es Gewinnansprüche (hauptsächlich Dividenden) auf 30,2 Millionen Volkswagen-Treuhandaktien des Landes Niedersachsen. Diese Fördermittel werden in dem Programm zukunft.niedersachsen bewilligt, das von der Stiftung und dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium gemeinsam geführt wird. 2023 flossen der Stiftung einmalig 576,3 Mio. Euro aus einer Sonderdividende der Porsche AG zu. Auch dieser Betrag wird mittelfristig im Programm zukunft.niedersachsen bewilligt werden

Icon Strategie

Strategie

Vier Profilbereiche strukturieren das Förderportfolio:

  1. Exploration
  2. Gesellschaftliche Transformationen
  3. Wissen über Wissen – Reflexion und Praxis der Wissenschaften
  4. zukunft.niedersachsen.

Übergreifend bietet die Stiftung verschiedene Förderungen im Bereich Wissenschaftskommunikation an.

Icon Förderkonzept

Förderkonzept

Die Stiftung hat für ihre Förderpraxis vier Leitlinien entwickelt.

  • Impulsgebend: Die Stiftung strebt mit innovativen Pilotprojekten eine Vorreiterrolle an.
  • Risikobereit: Sie schafft Experimentierräume – auch für kommende Spitzenforschende.
  • Grenzüberschreitend: Transnationale, inter- und transdisziplinäre Projekte sind Kernmerkmale der Förderung.
  • Strukturgestaltend: Förderung soll nachhaltige Wirkung erzeugen, welche die Stiftung systematisch analysiert, auch um ihr Know-how anschließend mit anderen zu teilen.
Illustration mit Geldstapel und Pflanze

Nachhaltig investieren

Schon seit 2011 berücksichtigt die Stiftung bei der Vermögensanlage Aspekte der Nachhaltigkeit. Der gesamte Aktien- und Rentenbestand wird laufend dahingehend analysiert, ob ESG-Kriterien eingehalten werden. ESG definiert einen Standard, anhand dessen sich prüfen lässt, wie nachhaltig ein Unternehmen aufgestellt ist. Die Herausforderung für die Stiftung ist es, mit ihrer Anlagestrategie einen möglichst hohen Nachhaltigkeitsgrad zu erzielen – ohne den Auftrag zu gefährden, den die Satzung vorgibt: das Vermögen so ertragreich wie möglich anzulegen.

Illustration mit Figuren um einen fiktiven Tisch

Organisation

Gegenwärtig beschäftigt die VolkswagenStiftung etwa 110 Mitarbeitende, überwiegend in den drei Abteilungen Förderung, Vermögensanlage, Finanzen und Verwaltung. Vier Stabsstellen berichten direkt an den Generalsekretär Dr. Georg Schütte, der die Stiftung leitet. Den Vorstand bildet das Kuratorium mit 14 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft. Das Kuratorium tagt in der Regel dreimal im Jahr, um in Strategiefragen und über Förderanträge zu entscheiden.

Icon niedersächsische Vorab

zukunft.niedersachsen

Mit einem eigenen Förderprogramm entwickeln Stiftung und Landesregierung gemeinsam Forschung und Lehre in Niedersachsen. Das Ziel von zukunft.niedersachsen ist es, den Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb deutlich sichtbarer zu machen. Im Fokus stehen qualitätsgesicherte Auswahlprozesse und die laufende Identifizierung zukunftsorientierter Forschungsfelder. Gegenwärtig werden drei Schwerpunkte gezielt gefördert: Digitalität, Transformation und Forschungsexzellenz. zukunft.niedersachsen ersetzt seit 2023 das Vorläuferprogramm "Niedersächsisches Vorab".

Jahreszahl 1962

Geschichte

Ihre Existenz und ihren Namen verdankt die Stiftung einem Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen von 1961: Die "Volkswagenwerk GmbH" wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und so der Streit um die ungeklärten Eigentumsverhältnisse beigelegt. Mit dem Erlös aus dieser Privatisierung wurde die Stiftung gegründet, die 1962 in Hannover ihre Arbeit aufnahm: als unabhängige, private und gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts – und nicht als Unternehmensstiftung.

 

 

Bildergalerie: Zahlen und Grafiken

Diagramme zu Bewilligungen und Mittelverwendung 2023

Bewilligungen

Diagramm zu Entscheidungen in der Allgemeinen Förderung
Diagramme zu Entwicklung des Stiftungsvermögens und den Assetklassen in der Vermögensanlage
Ertrags- und Mittelverwendungsrechnung in Tausend Euro
Bilanz in Tausend Euro

 

Neues aus der Stiftung

Förderangebote

In den drei Bereichen der Allgemeinen Förderung ("Wissen über Wissen", "Gesellschaftliche Transformationen", "Exploration") sind diese Ausschreibungen 2023 gestartet:

Alle aktuellen Förderangebote im Überblick finden Sie unter Was wir fördern.

zukunft.niedersachsen

Dank einer Sonderdividende der Porsche AG konnte die VolkswagenStiftung 2023 eine Rekordsumme für die Förderung von Wissenschaft und Lehre in Niedersachsen bewilligen. In dem gemeinsamen Programm zukunft.niedersachsen von Stiftung und Landesregierung ist "Potenziale strategisch entfalten" das bislang finanzstärkste Förderprogramm. 265 Mio. Euro stehen zur Verfügung für Anträge niedersächsischer Hochschulen, die langfristige Entwicklungsstrategien entwerfen und umsetzen wollen. Mehr Infos und alle Förderangebote finden Sie auf der neuen Website: zukunft.niedersachsen.de.

Nachhaltigkeit

Mit dem Ziel der Klimaneutralität bemüht sich die Stiftung laufend darum, ihre Klimabilanz zu verbessern und ihren Geschäftsbetrieb an Aspekten von Nachhaltigkeit auszurichten. Auf diesem Weg wurde jetzt ein neuer Meilenstein erreicht: Unter Verwendung der Daten von 2023 ist der erste Bericht (PDF, 1.3 MB)nach den formalen Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitsindex entstanden. Er bietet die fundierte Grundlage, auf der die Stiftung neue Maßnahmen entwickeln wird, um so klimaneutral wie möglich wirken zu können. Scannen Sie den QR-Code, um sich auf unserer Homepage über Nachhaltigkeit im Handeln der VolkswagenStiftung zu informieren. Mehr zum Thema finden Sie unter Nachhaltigkeit.

Stichwort: Wissenschaftsfreiheit

Mit Sorge beobachtet die VolkswagenStiftung den wachsenden Druck, dem Forschende im In- und Ausland ausgesetzt sind. Und widersteht dieser Entwicklung nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten. So hat sie u.a. 2022 nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine in nur einer Woche ein millionenschweres Förderangebot für geflohene Wissenschaftler:innen geschaffen – wie zuvor schon im Fall der Türkei und Afghanistans. Nach der Terror-Attacke der Hamas haben die Stiftung und das Land Niedersachsen als Zeichen ihrer Solidarität mit den Forschenden in Israel das Budget für das Angebot "Forschungskooperation Niedersachsen - Israel" aufgestockt. Darüber hinaus sind im Schwerpunkt "Gesellschaftliche Transformationen" Förderprojekte gebündelt, von denen sich die Stiftung validierte Impulse erhofft, wie der Radikalisierung von Teilöffentlichkeiten begegnet werden kann. Freie Wissenschaft, so die Überzeugung der Stiftung, braucht eine offene Gesellschaft.

Wen wir fördern - drei beispielhafte Portraits

Mann und Frau diskutieren vor Wand mit Notizzetteln
Story

Dem Verhältnis von Macht und Geld auf der Spur

#Internationales

Politikwissenschaftlerin Andrea Binder macht bei ihrer Forschung gern den Realitätscheck – und ihr ist wichtig, dass ihre Erkenntnisse in der Realität ankommen. Dazu setzt sie auf Austausch. 

Frau schaut von historischer Bahnbrücke in die Ferne
Story

Happy End oder Apokalypse?

#Transdisziplinarität

Narrative können Menschen antreiben oder entmutigen. Davon ist die Transformationsforscherin Karoline Augenstein überzeugt. Sie will herausfinden, wie sich die Erzählungen von Zukunft auf deren Gestaltung auswirken. 

Eine Frau und ein Mädchen laufen vor einenm Mann und einem Jugendlichen durch einen Wald.
Story

Biodiversität - Familie forscht

Joachim Haug arbeitet zum großem Thema der Biodiversität an kleinen Objekten: Insekten- und Krebslarven. Auch seine Frau ist begeisterte Zoologin. Da verwundert es kaum, dass der Forschertrieb schon früh auch ihre beiden Kinder erfasst hat.

Leitlinien Transdisziplinarität - Transfer - Wissenschaftskommunikation

Die strategischen Leitlinien der VolkswagenStiftung zum Thema Transdisziplinarität.

viele Hände mit Holzpuzzleteilen

Transdisziplinarität - Transfer - Wissenschaftskommunikation

Strategische Leitlinien der VolkswagenStiftung

Download (PDF, 644.1 KB)

Mehr zum Thema

Dachgarten der Geschäftsstelle der VolkswagenStiftung
Stiftungspublikation

Erster standardisierter Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt

#Nachhaltigkeit

Ein bedeutender Schritt auf dem Weg in die Klimaneutralität, die die Stiftung bis 2030 erreichen möchte: der erste Nachhaltigkeitsbericht nach den Standards des Deutschen Nachhaltigkeitskodex ist da! 

Was vor 15 Jahren dank des frühen Engagements von Stiftungsmitarbeiter:innen seinen Anfang nahm, ist inzwischen in eine Fülle von großen und kleinen Maßnahmen übergegangen, mit denen wir unsere Ökobilanz Schritt für Schritt optimieren. Der erste standardisierte Nachhaltigkeitsbericht  stellt die bislang umfassendste Retrospektive aller Bemühungen der Stiftung dar, nachhaltiger zu agieren. Er ermöglicht zugleich auch einen Blick in die Zukunft und zeigt auf, wo wir noch besser werden können - und wirkt gerade deswegen nur umso motivierender, in unserem Engagement nicht nachzulassen.

Nachhaltigkeit ist kein Zustand, der irgendwann erreicht ist, sondern ein kontinuierlich laufender Prozess.

Dr. Georg Schütte

Mehr zum Thema

werkstatt: Unser Weg zu einem Wirkungsmonitoring

Wie wirkt Förderung? Um die Wirkung ihrer Fördertätigkeit differenziert, systematisch und datenbasiert nachzuverfolgen, entwickelt die VolkswagenStiftung ein Konzept zum Wirkungsmonitoring. 

Cover mit Aufschrift "werkstatt - Unser Weg zu einem Wirkungsmonitoring" und Logo der VolkswagenStiftung

Die Broschüre "Unser Weg zu einem Wirkungsmonitoring" zum Download

Wie wirkt Förderung? Die VolkswagenStiftung entwickelt ein Konzept zum Wirkungsmonitoring, mit dem sie die Wirkung ihrer Fördertätigkeit differenziert, systematisch und datenbasiert nachverfolgen will. In dieser Broschüre erläutern wir das zugrunde liegende Design.

Broschüre herunterladen (PDF, 4.8 MB)
bunte, aufeinandergestapelte Klötzchen

Was bedeutet Diversität für das Förderhandeln?

In einem Konzeptpapier stellt die VolkswagenStiftung erste Maßnahmen vor, um zu mehr Diversität im Wissenschaftssystem beizutragen. 

In einem Papier (PDF, 930.2 KB), das dem Kuratorium in dessen Sitzung am 30. Juni 2023 vorgelegen hat, reflektiert die Stiftung über die Chancen von mehr Diversität im Wissenschaftssystem. Gleichzeitig wird Diversität als wesentliches Handlungsfeld für die Gesamtorganisation verankert. Mit Blick auf das Förderhandeln sollen anhand erster Maßnahmen experimentelle Erfahrungen gesammelt werden.

So wurde für die Forschungsförderung die Implementierung eines "Chancengleichheitsmoduls" erarbeitet, über das Wissenschaftler:innen zusätzliche Mittel für diversitätsbezogene Maßnahmen erhalten können. Mit dezentral organisierten Maßnahmen soll das Modul dazu beitragen, individuelle Nachteile einzelner Wissenschaftler:innen auszugleichen (z. B. durch Mittel für die Kinderbetreuung, technische Unterstützung bei körperlichen Einschränkungen, Coaching- oder Mentoringangebote). 

Zudem soll es für Antragstellende möglich sein, Maßnahmen umzusetzen, die das Thema Diversität insgesamt adressieren (z. B. Sensibilisierungsworkshops für die Mitarbeiter:innen in einem geförderten Forschungsprojekt). Aufgrund der Ähnlichkeit zu der Chancengleichheitspauschale der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird die Entwicklung dieses Moduls im Austausch mit der DFG erfolgen. 

Auch bei der Begutachtung von Förderanträgen sollen Aspekte von Diversität strukturierter berücksichtigt werden. Primäres Interesse ist es, individuelle Einschränkungen oder Verzögerungen in der wissenschaftlichen Laufbahn von Antragstellenden auszugleichen. Zu diesem Zweck können künftig in allen Förderinitiativen kontextualisierte CVs verwendet werden. Über diese CVs haben Antragsteller:innen die (optionale) Möglichkeit, nach eigenem Ermessen weitere Informationen mit der Stiftung bzw. den Gutachter:innen zu teilen, die ihnen in diesem Kontext relevant erscheinen. Erste positive Erfahrungen mit diesem Format wurden bereits in den Förderinitiativen "Momentum – Förderung für Erstberufene", "Zirkularität mit recycelten und biogenen Rohstoffen" sowie "Forschung über Wissenschaft: Kooperationsprojekte" gesammelt. 

Darüber hinaus soll in der Vorbereitung eines jeden Forschungsprojektes eine Reflexion der Relevanz von Diversität für das jeweilige Projekt stattfinden und ggf. im Antrag dargestellt werden (etwa bezüglich des Forschungsgegenstandes bzw. Forschungsansatzes oder der gewählten Methodik).

Der Austausch mit anderen Akteuren im Feld der Wissenschaftsförderung ist der VolkswagenStiftung ein Anliegen. Gerade im Querschnittsbereich Diversität wird sich die Stiftung deshalb mit Organisationen wie der DFG, der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Jungen Akademie, dem Schweizer Nationalfonds (SNF) und anderen austauschen.

Impulse Ausgabe 2023: "Wissenschaft leben"

viele Exemplare des Impulse-Magazins auf einem Tisch ausgebreitet

Impulse Ausgabe 2023: "Wissenschaft leben"

Was die Menschen in diesem Heft verbindet: Die Leidenschaft für ihren Beruf und ihre Themen!

Herunterladen (PDF, 4.8 MB)
farbiger Platzhalter
Stiftungspublikation

status 2022 - der Jahresbericht der VolkswagenStiftung

Rekordwert: Im Jahr 2022 hat die VolkswagenStiftung 331,9 Mio. Euro  für wissenschaftliche Projekte bewilligt. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten aus unserem Jahresbericht 2022.

Download: status 2022

"status 2022" ist der Jahresbericht der VolkswagenStiftung. Den kompletten Bericht finden Sie hier zum Download.

Status 2022 (PDF, 310.3 KB)

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten im Überblick

Deutschlandkarte mit Markierung für Niedersachsen

Stiftung

Die VolkswagenStiftung ist die größte private Forschungsförderin und eine der großen Stiftungen in Deutschland. Ihr Zweck ist es, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften in Forschung und Lehre zu unterstützen. Sie wurde von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen als eine eigenständige gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet. Die Stiftung mit Sitz in Hannover ist nicht mit dem Unternehmen Volkswagen AG verbunden.

Illustration eines Münzstapels mit Text "3,4 Mrd. Euro"

Kapital und Fördermittel

Gegenwärtig beträgt das Stiftungskapital rund 3,4 Mrd. Euro. Die für Förderung zur Verfügung stehenden Mittel werden aus der Anlage des Vermögens generiert und kommen hauptsächlich dem Bereich "Allgemeine Förderung" zugute. Hinzu kommen Gewinnansprüche aus 30,2 Millionen Volkswagen-Treuhandaktien des Bundeslandes Niedersachsen (hauptsächlich Dividenden). Diese Mittel werden an Forschungseinrichtungen in Niedersachsen vergeben, in enger Zusammenarbeit mit dem Land (s. Stichwort "zukunft.niedersachsen"). 2022 betrug das Fördervolumen hier 237,3 Mio. Euro. Seit 1962 wurden im "Vorab" insgesamt fast 2,80 Mrd. Euro bewilligt.

Symbol-Icon für Strategie

Strategie

Drei Profilbereiche strukturieren das Förderportfolio: 1. Exploration, 2. Gesellschaftliche Transformationen, 3. Wissen über Wissen – Reflexion und Praxis der Wissenschaften. Gestärkt wird zudem das Engagement in einem Querschnittsbereich Wissenschaft in der Gesellschaft.

Icon Förderkonzept

Förderkonzept

Die Stiftung hat für ihre Förderpraxis vier Leitlinien entwickelt.
1. Impulsgebend: Die Stiftung strebt mit innovativen Pilotprojekten eine Vorreiterrolle an.
2. Risikobereit: Sie schafft Experimentierräume auch für kommende Spitzenforschende.
3. Grenzüberschreitend: Transnationale, inter-und transdisziplinäre Projekte als Kernmerkmale der Förderung.
4. Strukturgestaltend: Förderung soll nachhaltige Wirkung erzeugen, welche die Stiftung systematisch analysiert, auch um ihr Know-how anschließend mit anderen zu teilen.

Illustration mit Geldstapel und Pflanze

Nachhaltig investieren

Schon seit 2011 berücksichtigt die Stiftung bei der Vermögensanlage Aspekte der Nachhaltigkeit. Der gesamte Aktien- und Rentenbestand wird laufend dahingehend analysiert, ob ESG-Kriterien eingehalten werden. ESG definiert einen Standard, anhand dessen sich prüfen lässt, wie nachhaltig ein Unternehmen aufgestellt ist. Die Herausforderung für die Stiftung ist es, mit ihrer Anlagestrategie einen möglichst hohen Nachhaltigkeitsgrad zu erzielen — ohne den Auftrag zu gefährden, den die Satzung vorgibt: das Vermögen so ertragreich wie möglich anzulegen.

Illustration mit Figuren um einen fiktiven Tisch

Organisation

Gegenwärtig beschäftigt die VolkswagenStiftung etwa 100 Mitarbeitende, überwiegend in den drei Abteilungen Förderung, Vermögensanlage, Finanzen und Verwaltung. Vier Stabsstellen berichten direkt an den Generalsekretär Dr. Georg Schütte, der die Stiftung leitet. Den Vorstand bildet das Kuratorium mit 14 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft. Das Kuratorium tagt in der Regel dreimal im Jahr, um in Strategiefragen und über Förderanträge zu entscheiden.

Icon niedersächsische Vorab

zukunft.niedersachsen

Mit einem eigenen Förderprogramm entwickeln Stiftung und Landesregierung gemeinsam Forschung und Lehre in Niedersachsen. Das Ziel von zukunft. niedersachsen ist es, den Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb deutlich sichtbarer zu machen. Im Fokus stehen qualitätsgesicherte Auswahlprozesse und die laufende Identifizierung zukunftsorientierter Forschungsfelder. Gegenwärtig werden drei Schwerpunkte gezielt gefördert: Digitalität, Transformation und Forschungsexzellenz. zukunft.niedersachsen ersetzt seit 2023 das Vorläuferprogramm "Niedersächsisches Vorab".

Jahreszahl 1962

Geschichte

Ihre Existenz und ihren Namen verdankt die Stiftung einem Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen von 1961: Die "Volkswagenwerk GmbH" wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und so der Streit um die ungeklärten Eigentumsverhältnisse beigelegt. Mit dem Erlös aus dieser Privatisierung wurde die Stiftung gegründet, die 1962 in Hannover ihre Arbeit aufnahm: als unabhängig private gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts und nicht als Unternehmensstiftung.

Bildergalerie: Zahlen und Grafiken

Illustration der Bewilligungen und der Mittelverwendung
Tabelle mit Bilanz der VolkswagenStiftung
Illustration der Förderentscheidungen
Illustration der Vermögensentwicklung
Tabelle zu Etat und Mittelverwendung