Globale Herausforderungen: Mobility – Global Medicine and Health Research

Fachgebiet: Lebens- und Sozialwissenschaften
Förderart: internationale Forschungsprojekte
bis zu 1,5 Mio. Euro
max. 3-5 Jahre
Zielgruppe: Forschungsgruppen, die sich mit dem Thema globale Humanmedizin und Gesundheitsforschung befassen
Voraussetzungen: Neben Forschenden aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Portugal oder Spanien müssen Forschende aus Ländern mit niedrigem bzw. mittlerem Einkommen außerhalb Europas beteiligt sein.
Zusatzleistungen: Förderung von Wissenschaftsvermittlung und -kommunikation
Stichtag:
Zebrastreifen
Die Ausschreibung richtet sich an Forschungsgruppen, die sich mit dem Thema globale Humanmedizin und Gesundheitsforschung befassen. (Foto: Novonordisk Foundation)

Ziel der Initiative

Diese Ausschreibung ist Teil des internationalen Förderprogramms "Global Issues – Integrating Different Perspectives", das darauf abzielt, neue Erkenntnisse zu bisher wenig erforschten Herausforderungen globaler Relevanz zu generieren. Formal werden unter diesem Förderangebot verschiedene Ausschreibungen zusammengefasst, die zwar unterschiedlicher thematischer Ausrichtung sind, sich jedoch alle an Themen orientieren, die im Rahmen der "Sustainable Development Goals" der Vereinten Nationen als globale Herausforderungen mit besonderem Handlungsbedarf charakterisiert wurden. Mit dem Programm "Global Issues" möchten die kooperierenden Stiftungen die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Regionen der Welt stimulieren und stärken. Dabei sollen auch neue Kooperationsbeziehungen etabliert und Netzwerke erschlossen werden.

Thematische Ausschreibung: Globale Herausforderungen: Mobility – Global Medicine and Health Research

Die erhöhte weltweite Mobilität von Menschen, Gütern und Dienstleistungen hat für das Thema "Globale Gesundheit" neue Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen geschaffen. Um für jeden Einzelnen, unabhängig von Status und geografischem Standort, eine stabile und verbesserte Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, bedarf es der Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeit lokaler Gesundheitssysteme, angemessener politischer Strategien sowie Kooperationen zwischen Regierungen und Nichtregierungsorganisationen. Die Sicherstellung globaler Gesundheit ist zudem zwangsläufig mit einer Reihe von ethischen und sozialen Herausforderungen verbunden, die berücksichtigt werden müssen.

Die Förderlinie "Globale Gesundheit" zielt im Kern auf multiperspektivische Forschungsansätze, die neue Erkenntnisse über den Einfluss globaler Mobilität auf die Gesundheit, verschiedene Gesundheitsdeterminanten sowie das Wohlbefinden lokaler und mobiler Bevölkerungen ermöglichen und Lösungsansätze finden sollen, wie die Effekte der zunehmenden Mobilität nachhaltig adressiert werden können. Auch Vorhaben, die derzeitige Dogmen in der globalen Medizin und Gesundheitsforschung in den Blick nehmen, sollen mit diesem Förderangebot angesprochen werden. Die Stiftungen möchten Vorhaben unterstützen, die die Themenfelder "Globale Medizin" und "Gesundheitsforschung" nachhaltig positiv beeinflussen und über die Förderperiode hinaus einen Mehrwert schaffen. Dabei sollen besonders originelle und innovative Projekte, die sich mit bisher wenig erforschten und geringen Mitteln ausgestatteten Themen befassen, gefördert werden.

Förderangebot

Der wissenschaftliche Hintergrund der Projektbeteiligten ist nicht vorgeschrieben und sollte den Anforderungen des beantragten Projektes entsprechen. Dabei werden auch gezielt Vorhaben gefördert, die nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit, z. B. zwischen Forschenden aus den Lebenswissenschaften und den Gesellschaftswissenschaften zu verwirklichen sind. Neben interdisziplinären Projekten sollen auch solche gefördert werden, in denen klassische Nord-Süd-Dynamiken internationaler Forschungskooperationen aufgebrochen werden. Unterstützt werden stark miteinander interagierende Forschungskooperationen, in denen bis zu fünf Partner zusammenarbeiten.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass neben einer Hauptantragstellerin bzw. einem Hauptantragsteller aus Dänemark, Deutschland, Spanien, Portugal oder Großbritannien mindestens zwei Partner aus Ländern niedrigem bzw. mittlerem Einkommens außerhalb Europas beteiligt sind. Wichtig ist hierbei, dass der Anteil an beteiligten Forschenden aus Niedrig- bzw. Mitteleinkommensländern immer mindestens gleich oder größer als der der beteiligten Projektpartnerinnen und Projektpartner aus einkommensstarken Ländern ist. Wie derartige Projektkonstellationen aussehen können, zeigen die Bewilligungen aus der ersten Ausschreibung der "Global Issues" Initiative unter "Projekte: Globale Herausforderungen – Integration unterschiedlicher Perspektiven zu sozialer Ungleichheit". 

Für bis zu fünfjährige Kooperationsvorhaben unter Beteiligung von maximal fünf Forschungspartnerinnen bzw. Forschungspartnern können Personal- und Sachmittel bis zu einer Höhe von 1,5 Mio. EUR beantragt werden. Weitere Informationen zu den Ausschreibungsbedingungen sowie zur Antragstellung finden sich unter Information zur Antragstellung 116 (pdf). Anträge werden in elektronischer Form über das Antragsportal "NORMA" der Stiftung Novo Nordisk Fonden eingereicht.

Background

Die Initiative "Global Issues" wurde 2017 eingerichtet. Sie zielt darauf ab, Forschung zu drängenden (und globalen) gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu ermöglichen. Diese dritte Ausschreibung (nach "Globale Herausforderungen – Integration unterschiedlicher Perspektiven zu sozialer Ungleichheit" und "Globale Herausforderungen – Integration unterschiedlicher Perspektiven zu Erbe und Wandel") befasst sich mit Globalen Gesundheitsthemen und ist ein gemeinsames Förderangebot von La Caixa Foundation (Spanien), Novo Nordisk Fonden (Dänemark), Wellcome Trust (Großbritannien) und und der VolkswagenStiftung (Deutschland). Die nächste Ausschreibung erfolgt voraussichtlich zum Thema "Mensch-Umwelt Interaktionen".