Teil-randomisiertes Verfahren - Lotterie und Peer Review

Seit 2017 erprobt die VolkswagenStiftung ein neues Auswahlverfahren für Projektanträge: In ihrer Förderlinie "Experiment!" werden nicht nur Projekte von einer unabhängigen Jury ausgewählt, sondern zusätzlich weitere Vorhaben aus den zum Programmziel passenden und qualitativ uneingeschränkt förderbaren Anträgen ausgelost. Hintergründe, Reaktionen und Begleitforschung zu einem ungewöhnlichen Verfahren.

Das Losglück entscheidet in der Förderinitiative "Experiment!" erstmals über Förderung gewagter Forschungsideen. Die VolkswagenStiftung betritt mit diesem Verfahren in der Förderlandschaft Neuland.

Im Gespräch: Ulrike Bischler und Pavel Dutow, Koordinatoren der Förderinitiative "Experiment! – Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen" der VolkswagenStiftung, erläutern das neue teil-randomisierte Auswahlverfahren.

In einer Infografik erläutern wir die verschiedenen Etappen bei der Auswahl der bewilligten Projekte für die Förderinitiative "Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen".

"Auswahlverfahren sind bekanntermaßen unzuverlässig, kostspielig und anfällig für Verzerrungen. Gibt man dem Zufall bewusst Raum, kann dies die Wissenschaft bereichern und gleichzeitig Fairness und Effizienz verbessern", ist Dorothy Bishop überzeugt. Die Neuropsychologin aus Oxford hat eine lebhafte Diskussion über Begutachtungsverfahren entfacht.

Die VolkswagenStiftung setzt bei ihrer Förderinitiative "Experiment!" seit dem Jahr 2017 zusätzlich zu den Juryentscheidungen ein teil-randomisiertes Verfahren ein. Ein begleitendes Forschungsprojekt vergleicht die beiden Verfahrenselemente "Juryentscheidungen" und "Losverfahren".