Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften / Key Issues for Research and Society

Bewilligungen / Grants 2008

 

Statussymposium "Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften - Expertisen für das 21. Jahrhundert"

12.01.2009 - 14.01.2009 in Berlin

Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e. V. (GWZ)
Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Prof. Dr. Sigrid Weigel
Schützenstraße 18
10117 Berlin
Tel.: 030 20192 155
Fax: 030 20192 154
Homepage: http://www.zfl.gwz-berlin.de/kontakt/

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Symposium "Subjektkonstruktionen und digitale Kultur. Neue Subjektformen im Wechselspiel mit soziokulturellen Praktiken im Cyberspace (SKUDI)"

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit: ---

Technische Universität Hamburg-Harburg
Arbeitswissenschaft und Gender Studies
Arbeit - Gender - Technik (M-1)
Prof. Dr. Gabriele Winker

Universität Klagenfurt
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Arbeitsbereich Neue Medien - Technik - Kultur
Prof. Dr. Christina Schachtner
ÖSTERREICH

Universität Bremen
Fachbereich Mathematik/Informatik
Arbeitsgruppe 'Digitale Medien in der Bildung' (DiMeB)
Prof. Dr. Heidi Schelhowe

Ansprechpartner:
Technische Universität Hamburg-Harburg
Arbeitswissenschaft und Gender Studies
Arbeit - Gender - Technik (M-1)
Prof. Dr. Gabriele Winker
Schwarzenbergstraße 95
21071 Hamburg
Tel.: 040 42878-2788
Fax: 040 42878-2081
Homepage: www.tu-harburg.de/agentec/winker/index.html

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Wahrheit und Gewalt. Der Diskurs der Folter

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  3 Jahre

Gesellschaften definieren sich in wesentlicher Hinsicht durch ihr Verhältnis zur Gewalt. Dieses Verhältnis soll im Rahmen des Projektes durch die Analyse von Folter im Dienste der Wahrheitsfindung thematisiert werden. Weil moderne, ausdifferenzierte Gesellschaften über keinen Standpunkt mehr verfügen, der eine einheitliche, umfassende Selbstbeschreibung garantiert, wird im Projekt multiperspektivisch verfahren. Die verschiedenen Wissenssysteme der Literatur- und Rechtswissenschaft sollen ins Gespräch gebracht werden, um die drei Grunddimensionen der diskursiven Selbstbeschreibung des Sozialen anhand des Phänomens der "violentia" systematisch zu vernetzen. Ziel ist die Verbindung ästhetisch-medialer, normativer und historischer Perspektiven. Zwei heuristische Vernetzungslinien sollen dabei weiter operationalisiert werden: der formale Aspekt von Folter als Grenzbegriff sichtbarer und unsichtbarer Gewalt auf der einen und der inhaltliche Aspekt der Vergeistigung des Gewaltbegriffs auf der anderen Seite.

Universität Konstanz
Fachbereich Literaturwissenschaft
Prof. Dr. Thomas Weitin

Universität Münster
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsphilosophie und Medizinrecht
Prof. Dr. Thomas Gutmann

Universität Münster
Fachbereich 9 - Philologie
Germanistisches Institut
Abteilung Neuere deutsche Literatur
Prof. Dr. Detlef Kremer

Universität Münster
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Institut für Rechtsgeschichte
Germanistische und Kanonistische Abteilung
Prof. Dr. Peter Oestmann

Ansprechpartner:
Universität Konstanz
Fachbereich Literaturwissenschaft
Prof. Dr. Thomas Weitin
Postfach
78457 Konstanz
Tel.: 07531 88-3897
Fax: 07531 88-3057
Homepage: www.uni-konstanz.de/FuF/Philo/LitWiss/fb/index.php

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Interactive Science - Interne Wissenschaftskommunikation über digitale Medien

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  3 Jahre

Neue Medien affizieren sämtliche Bereiche und Phasen des Erkenntnisprozesses - von der Generierung über die Verteilung, Bearbeitung und Publikation bis hin zur Archivierung wissenschaftlichen Wissens. Der Forschungsverbund integriert in multidisziplinärer Perspektive linguistische, medien-, informations- und sozialwissenschaftliche, wissenschaftshistorische und theaterwissenschaftliche Sichtweisen auf dieses Phänomen und fokussiert dabei das interaktive Potenzial der Informations- und Kommunikationstechnologien anhand zweier bislang wenig erforschter Aspekte: der kollaborativen und der performativen Dimension wissenschaftlicher Binnenkommunikation. Die Arbeitshypothese lautet, dass technische Potenziale in soziale Reorganisationen umschlagen können, wobei die kollaborativen und performativen Züge wissenschaftlicher Tätigkeit sich gegenseitig verstärken. Es geht um nichts Geringeres als eine "neue Wissenschaft", wenn sich herausstellen sollte, dass interaktive Medien zwei wesentliche Umstellungen befördern: die Unterstützung des Prozesscharakters wissenschaftlicher Forschung (gegenüber einer exklusiven Output-Orientierung) und die Enthierarchisierung des Forschungsprozesses.

Universität Gießen
Zentrum für Medien und Interaktivität
Prof. Dr. Henning Lobin

Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)
Forschungskolleg der Universitäten
Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen, Essen
Direktor
Prof. Dr. Claus Leggewie

Universität Gießen
Institut für Politikwissenschaft
Dr. Christoph Bieber

Universität Trier
Fachbereich II - Medienwissenschaft
Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher

Universität Gießen
Institut für Germanistik
Arbeitsbereich Sprache
Prof. Dr. Gerd Fritz

Universität Gießen
Institut für Germanistik
Arbeitsbereich Sprache
Prof. Dr. Thomas Gloning

Universität Konstanz
Fachbereich Informatik u. Informationswissenschaft
Informationswissenschaft
Fach D 87
Prof. Dr. Rainer Kuhlen

Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien
Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA)
Direktor
Univ.-Doz. Dr. Michael Nentwich
ÖSTERREICH

Dr. Sibylle Peters
Hamburg

Ansprechpartner:
Universität Gießen
Zentrum für Medien und Interaktivität
Prof. Dr. Henning Lobin
Ludwigstraße 34
35390 Gießen
Tel.: 0641 99-29051
Fax: 0641 99-29059
Homepage: www.zmi.uni-giessen.de/home/profil-hlobin.html

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Die Wiederkehr der Folter? Interdisziplinäre Studie über eine extreme Form der Gewalt, ihre mediale Darstellung und ihre Ächtung

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  3 Jahre

Das Vorhaben wurde am 12.10.2009 von Düsseldorf nach Gießen umgesetzt.

Seit mehreren Jahren scheint sich eine Erosion des gesellschaftlichen Konsenses über ein unbedingtes Folterverbot abzuzeichnen. In den visuellen Medien steigt die Zahl der Folterdarstellungen und Folter wird häufig von positiv besetzten Figuren ausgeübt. Aber auch in der Gesellschaft selber wird die Zulässigkeit einer "Rettungsfolter" erwogen, man denke nur an den Fall Daschner. Das zwischen Medien-, Rechtswissenschaft und Medizin angesiedelte Projekt will das Thema in vier Phasen analysieren: während das Team in der ersten Phase die Geschichte der Wahrnehmung, Darstellung und Ächtung der Folter bis etwa 1990 erarbeiten will, werden in Phase 2 diese Untersuchungen bezogen auf die Situation heute inkl. der Behandlung der Folter in der juristischen und medizinischen Forschung. Die Phase 3 widmet sich dem Begriff der Folter. Unter anderem sollen aus medizinischer Sicht die psychischen und physischen Effekte der Folter auf das betroffene Individuum untersucht werden. Denn bislang wird vor Gericht ausschließlich der Nachweis einer posttraumatischen Belastungsstörung als Abschiebehindernis anerkannt. Schließlich werden in der vierten Phase des Projekts die Wirkungen der Darstellung der Folter und die möglichen Konsequenzen auf Individuen untersucht.

Universität Gießen
Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Prof. Dr. Johannes Kruse
Friedrichstraße 33
35392 Gießen
Tel.: 0641 9945600
Fax: 0641 9945609

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Vernünftiger Umgang mit unscharfen Grenzen. Vagheits- und Unbestimmtheitsphänomene als Herausforderung für Philosophie und Recht

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  3 Jahre

Wir leben in einer Welt "unscharfer Grenzen". Kontinuierliche Übergänge sind in der Natur allgegenwärtige Phänomene. Die Geographie unterscheidet Klimazonen, die Biologie Entwicklungsstadien, die Medizin normalen von zu hohem Blutdruck, doch jeder Wissenschaftler räumt auf Nachfrage schnell ein, dass diese Grenzen jeweils fließend seien. Die geplante Arbeitsgruppe soll internationale geisteswissenschaftliche Expertise zur Ontologie, Epistemologie und Semantik von Unschärfe- und Unbestimmtheitsphänomenen versammeln. Das Projekt geht von der Vermutung aus, dass den Unschärfephänomenen in den verschiedenen Anwendungsfeldern gemeinsame theoretische Schwierigkeiten zugrunde liegen, die gerade das Verhältnis von Semantik und Ontologie betreffen und besonders in ihren rechtlichen Implikationen noch nicht hinreichend rekonstruiert sind. Denn dass eine Grenzziehung sich nirgends ablesen lässt, bedeutet noch lange nicht, dass sie überhaupt keinen Grund in der Sache hätte. Es werden drei Themengebiete als Referenzfelder für den Umgang mit unscharfen Grenzen in 5 Teilprojekten untersucht: Gesundheit und Krankheit, Umwelt und Technik, Innere Sicherheit. Konkretes Ziel ist es, eine gemeinsame Monographie zu schreiben und die praktischen Ergebnisse für die Politikberatung nutzbar zu machen.

Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule Aachen
Philosophisches Institut
Lehrstuhl für Theoretische Philosophie
Prof. Dr. Geert Keil

Universität Bochum
Juristische Fakultät
III. Öffentliches Recht
Öffentliches Recht, Rechtssoziologie und
Rechtsphilosophie
Prof. Dr. Ralf Poscher

Humboldt-Universität Berlin
Institut für Philosophie
Lehrstuhl für Philosophische Anthropologie
Prof. Dr. Geert Keil

Ansprechpartner:
Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule Aachen
Philosophisches Institut
Lehrstuhl für Theoretische Philosophie
Prof. Dr. Geert Keil
Eilfschornsteinstraße 16
52062 Aachen
Tel.: 0241 80 96008
Fax: 0241 80 92705
Homepage: http://www.philosophie.rwth-aachen.de/li/dv/tcj/?l
ang=de

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Tod und toter Körper. Zur Veränderung des Umgangs mit dem Tod in der gegenwärtigen Gesellschaft

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  3 Jahre

Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass sich der gesellschaftliche Umgang mit dem Tod und seine Bedeutung in der modernen Kultur grundlegend ändern. Neben den neuen Trauerformen und der Ausbildung einer sehr breiten, populären Ratgeberliteratur (die die verschwunden geglaubte Ars moriendi auf zeitgenössische Art wieder belebt), ist beispielsweise auch ein dramatischer Wandel der Bestattungsformen (Einäscherung, Urnen, Musealisierung der Friedhöfe) zu beobachten. Rückt der Tod gegenwärtig ins Zentrum der Aufmerksamkeit? Als Exempel, wie der gesellschaftliche Umgang mit dem toten Körper und seine kulturelle Bedeutung untersucht werden können, wird die klinische Obduktion genutzt. Dabei soll ein philosophisches Teilprojekt eine zeichenphilosophische Rekonstruktion der jeweils in den Einzelwissenschaften wirksamen "Interpretanten" leisten, während das ein soziologisches Teilprojekt die in Deutschland zu konstatierende Obduktionsmüdigkeit zu erklären sucht. Ein drittes Teilprojekt arbeitet zur Medizingeschichte und -ethik und ein rechtswissenschaftliches Teilprojekt analysiert systematisch die vorhandenen gesetzlichen Regelungen zur Sektion.

Technische Universität Berlin
Institut für Soziologie
Theorie moderner Gesellschaften/
Allgemeine Soziologie
Prof. Dr. Hubert Knoblauch

Universität Marburg
FB 03: Gesellschaftswissenschaften und Philosophie
Institut für Philosophie
Prof. Dr. Andrea Marlen Esser

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
MTI II, Etage 1, Raum-Nr.114
Institutsdirektor
Prof. Dr. mult. Dominik Groß

Universität Zürich
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Rechtswissenschaftliches Institut
Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht
Prof. Dr. Brigitte Tag
SCHWEIZ

Ansprechpartner:
Technische Universität Berlin
Institut für Soziologie
Theorie moderner Gesellschaften/Allgemeine Soziologie
Prof. Dr. Hubert Knoblauch
Franklinstraße 28/29
10587 Berlin
Tel.: 030 314-22167
Fax: 030 314-79494
Homepage: www.tu-berlin.de/~soziologie/Crew/knoblauch/

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Autonomie: Handlungsspielräume des Selbst

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  3 Jahre

"Autonomie" steht in der wissenschaftlichen Literatur wie im alltäglichen Sprachgebrauch für eine zentrale Persönlichkeitseigenschaft, die von konstitutiver Bedeutung sowohl für den Personenstatus einzelner Individuen wie auch für die Mitgliedschaft in sozialen Gruppen ist. Die für die Moderne insgesamt charakteristische Tendenz zur Individualisierung hat die Bedeutung der Autonomie weiter verstärkt. Eine Vielzahl von experimentellen Befunden der Neuro- und Kognitionswissenschaften jedoch scheint die menschliche Fähigkeit zu autonomem Handeln überhaupt in Frage zu stellen. Das Projekt setzt sich begrifflich, experimentell und sozialpsychologisch mit den skizzierten Fragen auseinander. In einer philosophischen Untersuchung geht es um die Klärung grundlegender begrifflicher Fragen, und zwar um ein Verständnis von Autonomie als einer natürlichen Eigenschaft. In einem neurowissenschaftlichen Teilprojekt wird untersucht, ob die neurobiologische Ausstattung des Menschen überhaupt die Voraussetzungen für autonomes Handeln erfüllt. Auf einer dritten Ebene werden sozialwissenschaftliche Befragungen und sozialpsychologische Tests zur Handlungsrelevanz autonomer Einstellungen durchgeführt. Unter welchen sozialen Bedingungen wird diese Fähigkeit von einzelnen Individuen aktualisiert?

Humboldt-Universität Berlin
Berlin School of Mind and Brain
Institut für Philosophie
Prof. Dr. Michael Pauen

Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)
Forschungskolleg der Universitäten
Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen, Essen
Priv.-Doz. Dr. Ludger Heidbrink

Universität Magdeburg
Fakultät für Naturwissenschaften
Institut für Psychologie II
Lehrstuhl Biologische Psychologie
Prof. Dr. Christoph S. Herrmann

Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)
Forschungskolleg der Universitäten
Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen, Essen
Forschungsgruppe "Erinnerung und Gedächtnis"
Prof. Dr. Harald Welzer

Ansprechpartner:
Humboldt-Universität Berlin
Berlin School of Mind and Brain
Institut für Philosophie
Prof. Dr. Michael Pauen
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel.: 0700 801 801 01
Fax: 0700 801 801 01
Homepage: www.pauen.com

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Das Gehirn als Beziehungsorgan: Interdisziplinäre Perspektiven auf die Entwicklung sozial induzierter Fähigkeiten

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  3 Jahre

Ziel des Projekts ist die Bildung einer um kultur- und sozialwissenschaftliche Ansätze erweiterten, interdisziplinären Wissenschaft des Gehirns und seiner Entwicklung. Es geht von der Annahme aus, dass das menschliche Gehirn die biologischen Anlagen für die Entwicklung spezifisch humaner Fähigkeiten wie Intentionalität, Interpersonalität, Empathie oder Sprachvermögen trägt, dass diese Fähigkeiten sich aber nur in einer soziokulturellen Umgebung entwickeln können, in der sie durch gemeinsame Praxis im Individuum und seinem Gehirn "inkorporiert" werden. Die beteiligten Wissenschaftler vertreten die Fächer Philosophie, Entwicklungspsychologie, Psychiatrie, Neurobiologie und -psychologie. Gemeinsam will man folgende Fragestellungen verfolgen: (1) Wie lässt sich das Gehirn aus einer systemischen, entwicklungsökologischen Sicht als Organ eines Lebewesens in seiner Umwelt begreifen? (2) Wie wirken biologisch-genetische Potenziale und formierende Einflüsse der sozialen Umwelt bei der Herausbildung humanspezifischer Fähigkeiten im Individuum zusammen? (3) Welchen Störungsmöglichkeiten unterliegt die biologisch-soziale Entwicklung solcher Kompetenzen?

Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Psychiatrie
Sektion "Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie"
Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs

Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Dr. Anna Buchheim

Universität München
Philosophie-Department
Prof. Dr. Thomas Buchheim

Universität Göttingen
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Prof. Dr. Gerald Hüther

Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften
Standort Leipzig, Leipzig
Priv.-Doz. Dr. Stefan Koelsch

Universität Magdeburg
Institut für Philosophie
Prof. Dr. Michael Pauen

Universität Heidelberg
Psychologisches Institut
Lehrstuhl für Entwicklungs- und Biopsychologie
Prof. Dr. Sabina Pauen

Universität Heidelberg
Klinik für Allgemeine Psychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Dr. Corinna Reck

Universität München
Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie
Prof. Dr. Beate Sodian

Universität Göttingen
Lehrstuhl für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Prof. Dr. Nicole von Steinbüchel

Universitätsklinikum Bonn
Zentrum für Nervenheilkunde
Abteilung für Medizinische Psychologie
Abteilungsdirektor
Prof. Dr. Dr. Henrik Walter

Ansprechpartner:
Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Psychiatrie
Sektion "Phänomenologische Psychopathologie
und Psychotherapie"
Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs
Voßstraße 2
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 56-34422
Fax: 06221 56-8094
Homepage: www.klinikum.uni-heidelberg.de/Prof-Dr-med-Dr-phil-Thomas-Fuchs.6031.0.html

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Natürliche Voraussetzungen kognitiver und sozialer Fähigkeiten

Bewilligung: 11.04.2008  Laufzeit:  1 Jahr  6 Monate

In dem vorangegangenen Vorhaben "Wissen und Können: Kognitive Fähigkeiten biologischer und künstlicher Systeme" konnte die Annahme unterschiedlicher Repräsentationsformate am Fall der Raumkognition nachgewiesen werden. Dem Fortsetzungsprojekt, das wiederum in Zusammenarbeit mit dem Philosophen Professor Newen und dem Kognitionswissenschaftler May durchgefürt wird, liegt nun die Arbeitshypothese zugrunde, dass die am Fall der Raumkognition aufgewiesenen Konflikte zwischen verschiedenen Repräsentationsformaten auch in anderen Domänen kognitiver bzw. sozialer Fähigkeiten auftreten, z. B. der Fähigkeit der Objektwahrnehmung und der Fremdzuschreibung. In zwei Teilprojekten zur Philosophie und Theoriebildung sollen die beiden oft konfligierenden Repräsentationsformate intuitives Verstehen und propositionale Schlussfolgerung phylogenetisch interpretiert werden. In zwie empirischen Untersuchungen sind für die Bereiche Raumkognition und Soziale Kognition Verhaltensexperimente und Untersuchungen mit der funktionellen Magnet-Resonanz-Tomographie geplant.

Universität Bonn
Institut für Philosophie
Lehrstuhl für Natur- und Wissenschaftsphilosophie
Prof. Dr. Andreas Bartels
Am Hof 1
53113 Bonn
Tel.: 0228 73-3967
Fax: 0228 73-7889
Homepage: www.uni-bonn.de/www/IPHIL/Mitarbeiter/Bartels.html

Klinikum der Universität zu Köln
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Arbeitsgruppe Bildgebung
Prof. Dr. med. Dr. phil. Kai Vogeley
Kerpener Straße 62
50924 Köln
Tel.: 0221 478-87155
Fax: 0221 478-3738

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