Regeln guter Praxis

Mit ihrer Gutachtertätigkeit erkennen die von der Stiftung zu Rate gezogenen Fachleute die folgenden Regeln guter Praxis als bindend an. Wenn es nicht möglich ist, ein Votum im Einklang mit diesen Regeln abzugeben, so muss die Begutachtung – auch ohne Angabe von Gründen – abgelehnt werden.

(1) Die Begutachtung folgt den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Alle Angaben entsprechen der Wahrheit und sind nicht darauf angelegt, das geistige Eigentum anderer zu verletzen oder deren Forschungstätigkeit zu beeinträchtigen.

(2) Mit der Übernahme der Begutachtung wird die Zuständigkeit für wesentliche Aspekte des Antrags erklärt. Erachten sich zu Rate gezogene Fachleute für nicht zuständig, so benachrichtigen sie die Stiftung und vernichten die erhaltenen Antragsunterlagen.

(3) Fühlen sich zu Rate gezogene Fachleute in der Sache befangen, scheiden sie ebenfalls aus dem Begutachtungsprozess aus und vernichten die Unterlagen. Dies gilt auch bei möglichen Interessenkonflikten.

(4) Mitglieder von Gutachterkommissionen stellen für die Dauer ihrer Gutachtertätigkeit grundsätzlich keine Anträge und halten sich bei der Beteiligung an anderen Anträgen, die der Stiftung zeitgleich zur Begutachtung vorgelegt werden, zurück. 

(5) Die befürwortende oder ablehnende Empfehlung berücksichtigt neben der fachwissenschaftlichen Abwägung auch die in der jeweiligen Förderinitiative geltenden Anforderungen, Ziele und Einschränkungen gemäß dem "Merkblatt zur Antragstellung".

(6) Die Gutachter und Gutachterinnen behandeln die ihnen übermittelten Anträge vertraulich und leiten sie nicht an Dritte weiter.