Wissenschaft und Gesellschaft

Das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Wissenschaft schwindet, Fakten aus der Forschung werden geleugnet: Wer Wissenschaft an ein breites Publikum vermitteln möchte, steht vor neuen Herausforderungen. Welche das sind und wie sich ihnen konstruktiv begegnen lässt - davon handeln die Beiträge in unserem Themenschwerpunkt "Wissenschaft und Gesellschaft".

Geht das Streben nach Transparenz in der Wissenschaft zu weit? Der deutsche Wissenschaftsexperte Stefan Hornbostel sagt, dass Transparenz in der Wissenschaft prinzipiell förderlich ist – allerdings kann zu viel davon kontraproduktiv sein.

Carsten Könneker, Professor für Wissenschaftskommunikation am Karlsruher Institut für Technologie, erklärt im Videointerview die Effekte, die zu dem dynamischen Ausbreitungsverhalten von Fake News und Verschwörungstheorien führen.

Stefan Wegner, Geschäftsführer der Werbeagentur Scholz & Friends, wirft den wissenschaftlichen Institutionen Unfähigkeit zur Selbstkritik vor und dass sie die Bereitschaft zum Dialog nicht ernst meinen. Der Marketing-Profi hält aber auch Empfehlungen bereit, um dem Vertrauensverlust entgegenzuwirken.

In Zeiten von Fake News und Wissenschaftsskepsis ist Vertrauen in die Wissenschaft besonders wichtig. Was das für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bedeutet, erzählt Wissenschaftskommunikator Carsten Könneker im Interview.

Im Interview erzählt uns Rebecca Winkels, Projektleiterin von wissenschaftskommunikation.de, wie die Info-Plattform angenommen wird und wie sie weiterentwickelt werden soll.

Alle Presse- und Kommunikationsstellen des Wissenschaftssystems sind in den sozialen Medien unterwegs. Aber beherrschen sie auch die Spielregeln? Wie gut sind sie darauf vorbereitet, unversehens zum Angriffsziel von "Schwärmen" zu werden? Der Medienwissenschaftler Otfried Jarren hat da Zweifel.

Ob Hollywood-Ikone oder Top-Sportler – Prominente haben erheblichen Einfluss auf das Verhalten vieler Menschen. Sie sind nicht mehr nur Vorreiter, wenn es um Mode oder Lifestyle geht, sondern machen sich immer häufiger auch zu Fürsprechern neuer Entwicklungen in Wissenschaft oder Medizin. Ein problematischer Trend, der weniger der Aufklärung denn der Vermarktung fragwürdiger Produkte und Therapien diene, warnt der Kommunikationsexperte Timothy Caulfield.

US-Kommunikationsexpertin Brossard plädiert dafür, bei der Vermittlung wissenschaftlicher Themen den Deutungsrahmen und die Emotionen der jeweiligen Zielgruppe stärker zu berücksichtigen.

Wissenschaftsvermittlung boomt. Doch warum wächst die Skepsis gegenüber der Forschung? Über die Gründe und geeignete Gegenmaßnahmen diskutieren Johannes Vogel, Generaldirektor des Berliner Museums für Naturkunde, und Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Im Gespräch erläutert der Kommunikationswissenschaftler Christoph Klimmt aus Hannover, wie man mit Wissenschaftsthemen junge Leute erreicht und warum er nicht an eine Vertrauenskrise gegenüber der Forschung glaubt.

Welche Beiträge leistet Wissenschaft bei der Gestaltung unserer Zukunft? Darüber informiert die VolkswagenStiftung mit unterschiedlichen Schwerpunkten in öffentlichen Veranstaltungsreihen. Katja Ebeling, Leiterin Veranstaltungen, stellt das Konzept im Video vor: "Wir bieten Orientierung in einer immer komplexeren Welt."

Wie gelingt die Öffnung der Wissenschaft in der Praxis? Mit einem Stipendium im "Fellow Programm Freies Wissen" können es Forscherinnen und Forscher ausprobieren. Bewerbungsschluss: 15. Mai 2018

Von München bis Helgoland demonstrierten letztes Jahr zehntausende Menschen für die Freiheit der Wissenschaft. Am 14. April startete der diesjährige "March for Science" – ohne viel Euphorie. 

Das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft steht im Mittelpunkt des völlig neu gestalteten Stiftungsmagazins IMPULSE.

Dass Wissenschaftler(innen) und Datenjournalist(inn)en in gemeinsamen Projekten forschen und recherchieren, ist neu. Einen Anstoß dazu lieferte die Ausschreibung "Wissenschaft und Datenjournalismus" der VolkswagenStiftung 2015. Wir stellen die acht geförderten Projekte vor.

Die Konferenz "Wissenschaft braucht Gesellschaft" am 25. und 26. Oktober 2017 in Hannover wurde von der VolkswagenStiftung in Partnerschaft mit der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Robert Bosch Stiftung veranstaltet. Eine Veranstaltungsdokumentation.

Holger Wormer, Professor für Wissenschaftsjournalismus an der TU Dortmund, fordert mehr Kooperationen von Wissenschaft und Journalismus. Im Kampf gegen Fake News sei evidenzbasierte Information – etwa im Datenjournalismus – wichtiger denn je.

In Dortmund fand Ende 2017 die erste Netzwerkkonferenz für Wissenschaftler(innen) und Datenjournalist(inn)en statt. Bei "SciCAR" präsentierten sich auch Förderprojekte der VolkswagenStiftung.

Mit "Opus Primum" möchte die VolkswagenStiftung den wissenschaftlichen Nachwuchs stärken und unterstreichen, dass Wissenschaftsvermittlung für die deutsche Forschung eine zentrale Aufgabe ist. Im Jahr 2017 erhielt der Schweizer Philosoph Andreas Cassee die Auszeichnung für sein Erstlingswerk "Globale Bewegungsfreiheit".

Beim Workshop "Forschungskommunikation unter dem Druck der PR" im Oktober 2015 diskutierten Wissenschaftler(innen) und Repräsentant(inn)en des Wissenschaftsmanagements sowie der Politik, der Wissenschafts-PR und des Journalismus in Hannover über die zukünftigen Herausforderungen der Wissenschaftsvermittlung.

"Image statt Inhalt? – Warum wir eine bessere Wissenschaftskommunikation brauchen": Über Qualitätsstandards in der Wissenschaftskommunikation diskutierten Experten aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftspolitik und -förderung sowie den Medien bei einem zweitägigen Workshop im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover.