VolkswagenStiftung
Scoping Workshops: Ihr Forschungsgebiet im Fokus
Sie haben Ideen für die Entwicklung Ihres Forschungsfelds? Dann organisieren Sie einen Scoping Workshop, um sich mit anderen Expert:innen dazu auszutauschen! Online-Sprechstunde: 12. Februar, Antragsstichtag: 17. März 2026. Mehr Infos im Interview mit der zuständigen Förderreferentin Victoria Abakumovski.
Worum geht es bei den Scoping Workshops?
Victoria Abakumovski: Scoping Workshops sind dreitägige Arbeitstreffen mit bis zu 30 Wissenschaftler:innen, die sich Gedanken über den Status quo und die zukünftige Entwicklung ihres Forschungsgebiets machen möchten. Themen also, die bei den klassischen Fachtagungen eher in den Pausen diskutiert werden. Dabei stehen drei Fragen im Zentrum: Wo stehen wir als Fach bzw. Forschungsgebiet? Wo kann es hingehen? Und was brauchen wir, um dorthin zu kommen? Die Teilnehmer:innen nehmen eine Art Metaperspektive auf ihr Forschungsgebiet ein. Sie verständigen sich auf die aktuelle Lage und entwerfen Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung dieses Forschungsgebiets.
Ganz wichtig: Scoping Workshops sind keine Mini-Konferenzen, bei denen aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert werden, sondern sehr interaktive Arbeitstreffen. Die Ergebnisse werden dann, in der Regel im Nachgang, in einem Positionspapier zusammengefasst.
Wer ist die Zielgruppe für das Förderangebot?
Wir wenden uns damit an promovierte Wissenschaftler:innen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die den Bedarf sehen, eine Bestandsaufnahme in ihrem Forschungsgebiet zu unternehmen. Oder auch den Bedarf, ein neues, sich gerade im Entstehen befindendes Forschungsfeld abzustecken.
Wie sollte sich die Gruppe der Workshop-Teilnehmenden zusammensetzen?
Am Workshop sollen hauptsächlich ausgewiesene Expert:innen aus dem jeweiligen Forschungsgebiet teilnehmen. Dabei sollte nicht nur auf eine angemessene Genderverteilung, sondern auch auf eine institutionelle sowie regionale Verteilung der Teilnehmenden geachtet werden. Es sollte also nicht der Großteil der Teilnehmenden aus einer Hochschule oder einem Bundesland eingeladen werden. Internationale Beteiligung kann je nach Themenfeld sinnvoll und notwendig sein, das ist auf jeden Fall möglich. Bei dieser Förderinitiative geht es uns allerdings um die Stärkung eines Forschungsgebietes in Deutschland, internationale Teilnehmer:innen sollen daher nicht die Mehrheit darstellen.
In der aktuellen Ausschreibungsrunde ermöglichen wir es darüber hinaus ausdrücklich, neben etablierten Expert:innen auch Wissenschaftler:innen in früheren Karrierephasen einzuladen, da diese Gruppe je nach Forschungsgebiet neue Impulse setzen kann. Daneben ist es in begrenztem Umfang auch möglich, außerakademische Expert:innen einzubeziehen, sofern dies sinnvoll ist.
Muss das Workshop-Programm bei der Antragstellung schon final ausgearbeitet sein?
Nicht bis ins Detail. Aus dem Programmkonzept sollte aber ersichtlich werden, dass es sich um ein Arbeitstreffen mit entsprechenden interaktiven Formaten handelt. Das Programm soll die Ziele des Workshops widerspiegeln und Aufschluss darüber geben, wie diese methodisch erreicht werden sollen.
Auf jeden Fall müssen alle Namen und Institutionen der Teilnehmenden im Antrag genannt werden. Es ist auch von Vorteil, wenn bereits Zusagen von Teilnehmer:innen vorliegen. Uns ist aber bewusst, dass Pläne sich ändern können, es ist daher nach der Bewilligung möglich, einzelne Teilnehmer:innen im Falle einer Absage durch andere mit vergleichbarer Expertise zu ersetzen.
Welche Kosten werden typischerweise abgedeckt?
Alle geförderten Workshops finden in Schloss Herrenhausen in Hannover statt, die VolkswagenStiftung übernimmt Reise- und Übernachtungskosten für die Teilnehmenden. Darüber hinaus können beispielsweise Personalmittel für studentische Hilfskräfte beantragt werden, die bei der Vor- und Nachbereitung des Workshops unterstützen. Und Publikationsmittel, falls das Positionspapier in einer wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert werden soll.
Da uns die Vereinbarung von wissenschaftlicher Tätigkeit und Familie sehr am Herzen liegt, können wir auch Kosten für Kinderbetreuung, beispielsweise Reise- und Übernachtungskosten für eine Begleitperson, übernehmen.
Und selbstverständlich ist für die kulinarische Verpflegung vor Ort in Schloss Herrenhausen gesorgt. Wir organisieren das Mittag- und Abendessen sowie Snacks und Getränke während der Kaffeepausen. Darüber müssen sich die Geförderten also keine Gedanken machen.
Wie kann man sich informieren und die nächsten Schritte gehen?
Ich empfehle, das Merkblatt der Förderinitiative (PDF, 176 KB)aufmerksam zu lesen. Am 12. Februar 2026 um 10 Uhr bieten wir außerdem eine Online-Sprechstunde an, in der wir die Förderinitiative vorstellen und Fragen beantworten. Für die Sprechstunde ist keine Anmeldung erforderlich, den Link findet man auf der Webseite der Förderinitiative.
Der Antragsstichtag ist der 17. März 2026. Wir bemühen wir uns, vier bis fünf Monate danach die Förderentscheidungen zu kommunizieren, damit die Geförderten noch genug Zeit haben, die Veranstaltung vorzubereiten.