Verzinsliche Wertpapiere

Diagramm: Verzinsliche Wertpapiere Dezember 2018
Aufteilung der selbst verwalteten Zinstitel und Liquidität; Stand: Dezember 2018

Etwa 50 Prozent des Stiftungsvermögens sind Nominalwerte und damit dem Zinsbereich zuzuordnen. Der traditionell recht hohe Anteil an Nominalwerten gewährleistet sichere und planbare Zinserträge bei niedrigen Risiken. Das ist insbesondere für die Bereitstellung der Fördermittel, die ausschließlich aus ordentlichen Erträgen finanziert werden, von Bedeutung. Darüber hinaus werden durch diese Ausrichtung größere Kursschwankungen und Abschreibungen vermieden. 

Die Nominalwerte werden selbst verwaltet, ein weiterer Teil von zwei Spezialfonds. Das Volumen der in Eigenverwaltung befindlichen Titel beträgt momentan 892 Mio. Euro, das der Renten-Spezialfonds 831 Mio. Euro. Die selbst verwalteten Renten setzen sich neben einer Liquiditätsposition, die in Form von Tages- und Termingeldern sowie kurzfristigen Anleihen geführt wird, aus Unternehmensanleihen, Pfandbriefen, öffentlichen Anleihen und nachrangigen Titeln zusammen. Die Aufteilung der selbst verwalteten Renten ist auch der obigen Abbildung zu entnehmen.

Basis der Kapitalanlage bei den selbst verwalteten Zinstiteln ist ein semiaktiver Ansatz in Verbindung mit einer Anlagepolitik der ruhigen Hand. Ziel ist dabei die Erzielung von möglichst hohen laufenden Zinserträgen, während durch Vermögensumschichtungen erzielte Kursgewinne nicht im Vordergrund stehen. Die Vorteilhaftigkeit dieser Strategie wird laufend mit Benchmark- und Total-Return-Konzepten überprüft. 

Beide Renten-Spezialfonds werden aktiv und mit Hilfe quantitativer Modelle gemanagt. Ein Mandat beinhaltet auf die jeweilige Landeswährung lautende neuseeländische, kanadische, norwegische und australische Staatsanleihen. Das zweite externe Mandat umfasst US-Staatsanleihen, US-Unternehmensanleihen sowie Schwellenländeranleihen.

Der Aspekt der Nachhaltigkeit gewinnt auch bei verzinslichen Wertpapieren aktuell stark an Bedeutung. Deshalb wird auch dieser Bereich einer regelmäßigen umfassenden Untersuchung unterzogen, bei der durch die Einbeziehung einer sehr großen Anzahl definierter Nachhaltigkeitskriterien ein entsprechender Bewertungskoeffizient ermittelt wird, auf dessen Grundlage an einer stetigen Optimierung des Nachhaltigkeitsgrades der Anlagen gearbeitet werden kann.