Veranstaltungsvideo

Hass und kein Ende? Wie Versöhnung gelingen kann

Über die zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen und Polarisierungen, den Verlust an gegenseitigem Verständnis und die Herausforderungen für den Dialog sprachen Expert:innen am 15. Januar 2026 in Hannover. Hier gibt's den Videomitschnitt der Veranstaltung!

Gesellschaftliche Spannungen und Polarisierungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Öffentliche Debatten, Diskurse im digitalen Raum und private Beziehungen sind allzu oft von Misstrauen, Angst und Feindbildern geprägt. Ob in sozialen Netzwerken, Nachbarschaften oder Familien: Das Verständnis füreinander geht mehr und mehr verloren . Demonstratives Unverständnis mündet stattdessen immer häufiger in Ablehnung bis zum offenen Hass. Differenzen werden zu Fronten, Argumente zu Attacken, die Fähigkeit zum Dialog verkümmert. Gleichgesinnte bleiben unter sich. Und digitale Echokammern verstärken noch den Eindruck, im dauernden Gegensatz zur "anderen Seite" zu stehen. Der Trend erfasst längst nicht alle. Und doch gefährdet er den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schwächt unsere Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu verhandeln. Wie ist es so weit gekommen? Woher der Hass – und wie lässt er sich überwinden? Welche Rolle spielen Kränkungen, soziale Desintegration und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit? Und schließlich: Wie gelingt Versöhnung?

  • Dr. Saba-Nur Cheema, Politologin und Publizistin, Co-Autorin von „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“ 

  • Dr. Julia Reuschenbach, Senior Lecturer/Wiss. Mitarbeiterin, Fachbereich Sozialwissenschaften, Fachgebiet Politikwissenschaft, Universität Hamburg

  • Prof. Dr. Hans-Jörg Sigwart, Lehrstuhl für politische Theorie und Ideengeschichte, RWTH Aachen

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

NDR Kultur zeichnet das Herrenhäuser Gespräch für den Hörfunk auf und sendet es zeitversetzt im "Sonntagsstudio" am 22.02.2026 um 20:05 Uhr.