Veranstaltungsvideo

Fenster zur Urzeit: Neue paläontologische Ausgrabungen in der Grube Messel

Am 19. Juni 2026 berichteten Expert:innen in Hannover von den neuesten Urzeit-Funden aus der Grube Messel. Hier können Sie sich den Mitschnitt der Veranstaltung ansehen. 

Das Aussterben der Dinosaurier öffnete viele ökologische Nischen und eine beeindruckende Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt konnte sich entwickeln. Die Grube Messel, ein ehemaliger Ölschiefertagebau nahe Darmstadt, bietet einen faszinierenden Einblick in die Zeit vor ca. 47 Millionen Jahren. Mit einem Durchmesser von etwa 1.000 Metern und einer Tiefe von 60 Metern birgt sie zahlreiche Fossilien aus der Ära des Eozäns. Jährlich kommen neue Funde hinzu, die nicht nur durch ihre Artenvielfalt, sondern auch durch ihre außergewöhnlich gute Erhaltung beeindrucken. Vollkörperskelette von Urpferd bis Krokodil, Insekten mit schillernden Strukturfarben sowie Mageninhalte, die Einblick in die letzten Lebensstunden der Tiere erlauben – die Grube Messel ermöglicht es, diese Details aus der Vergangenheit zu entdecken und zu studieren. In zwei Kurzvorträgen mit anschließendem Gespräch erläuterten zwei Forschende, welche Rückschlüsse sie aus den Messel-Funden über die Evolution des Lebens und die Entwicklungsgeschichte der Erde ziehen können - und was uns die Fossilien über das Ökosystem, in dem wir heute leben, verraten.

Kurzvorträge und Podiumsgespräch

  • PD Dr. Krister T. Smith, Abteilungsleiter Messelforschung und Mammalogie sowie Sektionsleiter Paläoherpetologie, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt/M.
  • Dr. Sonja Wedmann, Sektionsleiterin Paläoentomologie sowie Leiterin, Senckenberg Forschungsstation Grube Messel, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt/M.
  • Moderation: Anorthe Wetzel, VolkswagenStiftung
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