Originalitätsverdacht? Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften (beendet)
Das Förderangebot ist beendet
Die Stiftung wollte mit diesem Angebot Forschende aus den Geistes- und Kulturwissenschaften ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wurde eine erste Exploration der Forschungsidee.
Ziel der Initiative
"Originalität" ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften eines der zentralen Qualitätskriterien. Doch gerade in diesen Disziplinen mit ihren spezifischen Forschungsgegenständen ist die Frage, was "originell", "neu" oder "innovativ" bedeutet, schwierig zu bestimmen. Was gesichertem Fachwissen und gemeinhin akzeptierten Intuitionen widerspricht, mag genauso dazu gehören wie die Entwicklung eines neuen Ansatzes, einer neuen These, einer neuen Theorie, die Beobachtung eines neuen Phänomens oder auch die Identifizierung von bisherigem Nicht-Wissen.
Die Stiftung wollte mit diesem Angebot Geistes- und Kulturwissenschaftler:innen ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wurde eine erste Exploration der Forschungsidee.
Im Antrags- und Auswahlverfahren ging die Stiftung in dreierlei Hinsicht neue Wege: Das Verfahren war schlank, zügig und für die Antragstellerinnen und Antragsteller mit wenig Aufwand verbunden. Im Begutachtungsverfahren war es innovativ in der Kombination von stiftungsinterner Vorauswahl und Endauswahl durch eine Expertenjury. Die anonymisierte Begutachtung sollte sicherstellen, dass allein die originelle Forschungsidee zählt.
Was wird gefördert?
Die Initiative bestand aus zwei Förderlinien:
Förderlinie 1 "Komm! ins Offene..."
Die Förderlinie bot der einzelnen Forscherpersönlichkeit die Möglichkeit, ein Thema explorierend zu bearbeiten und in einem Essay darzulegen (bis zu 100.000 EUR, max. 1 Jahr).
Förderlinie 2 "Konstellationen"
Das Angebot richtete sich an Projektteams mit bis zu 4 Antragsteller:innen, die sich gemeinsam einer neuen Forschungsidee widmen, deren Tragfähigkeit in einer Explorationsphase erkunden und in einem gemeinsamen Text veröffentlichen wollen (bis zu 200.000 EUR, max. 1½ Jahre).
Hintergrund
Im Rahmen der Förderinitiative "Originalitätsverdacht?" Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften wurden von 2014 bis zur Modifikation 2021 insgesamt 96 Vorhaben gefördert. In der Nachfolge der Initiative stand von 2021 bis 2026 die Förderinitiative "Aufbruch".
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