Kapitalismuskritik: Zum Wachstum verdammt?

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Xplanatorium Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Kapitalismus verschafft Wohlstand - aber nicht bei allen. Welchen Segen und welche Flüche das Streben der Wirtschaft nach Profit für die Gesellschaft insgesamt mit sich bringt, zeigt die Herrenhausen Science Movie Night mit Film und Diskussionsrunde am 1. April im Xplanatorium in Hannover.

Der Film "Oeconomia" beleuchtet die Vor- und Nachteile eines kapitalistischen Wirtschaftssystems. (Foto: © Neue Visionen Filmverleih)
Der Film "Oeconomia" beleuchtet die Vor- und Nachteile eines kapitalistischen Wirtschaftssystems. (Foto: © Neue Visionen Filmverleih)

Bankkredite finanzieren wirtschaftliches Wachstum. Wachstum bringt Profit. Je mehr die Wirtschaft brummt, desto größer die Nachfrage nach Krediten, desto höher die Verschuldungsrate. Neues Geld entsteht also im Prinzip dann, wenn jemand Schulden bei der Bank macht. Ein auf Laien paradox wirkendes Prinzip, auf dem aber unsere kreditfinanzierte Volkswirtschaft basiert. Wie fragil dieses Konzept ist, hat zuletzt die Finanzkrise 2008/2009 mit aller Härte deutlich gemacht. 

In ihrer Dokumentation "Oeconomia" (2020) beleuchtet die mehrfach ausgezeichnete Regisseurin Carmen Losmann nicht nur das Paradoxon der steigenden Geldmenge aufgrund steigender Kreditvergaben, sondern auch andere Spielregeln des Kapitalismus.  In Episoden und zahlreichen Interviews erzählt sie von ihrer langen Reise durch Banken und Institutionen - und zieht ein skeptisches Fazit: Ein tiefgreifender Umbau des Systems, etwa in Richtung einer ökologischen Wirtschaft, die zum Konsumverzicht auffordert, ginge zu Lasten des Wachstums - und könnte eine neue Wirtschaftskrise auslösen. Ist unsere Volkswirtschaft also zum Wachstum verdammt? Welche Alternativen böten sich? Wer wären Gewinner und Verlierer?

Die Herrenhausen Science Movie Night zeigt den Film "Oeconomia". Im Anschluss an den Film diskutieren die Podiumsgäste über Wirtschafts-, Geld- und Kapitalmarktpolitik im 21. Jahrhundert. 

Dieser Film ist Teil einer dreiteiligen Reihe, die sich mit Wirtschafts-, Geld- und Kapitalmarktpolitik im 21. Jahrhundert befasst.

Herrenhausen Science Movie Nights
Film trifft Wissenschaft
Kapitalismuskritik: zum Wachstum verdammt?
Freitag, 1. April 2022, 18.00 Uhr
Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Einführung und Vorstellung der Diskutantinnen anschließend Filmvorführung* (in deutscher Version) und Diskussionsrunde mit

Carmen LosmannFilmregisseurin

Prof. Dr. Aaron Sahr, Soziologe, Forschungsgruppe Monetäre Souveränität, Hamburger Institut für Sozialforschung

Prof. Dr. Andreas Nölke, Institut für Politikwissenschaft, Universität Frankfurt am Main 

Moderation: Roland Zag, the human factor, München

ca. 20:30 Uhr Ende
*)Filmlaufzeit ca.89 Min., FSK/JMK 6 Jahre

Diese Veranstaltung richtet sich an ein neugieriges Publikum, das sich für aktuelle Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft interessiert.

Ansprechpartner:innen

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich gern an Mareike Rüßmann oder Jeana Thilla

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei 

Es stehen 200 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen um 17.00 Uhr. 

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Hintergrund Herrenhausen Science Movie Nights

"Herrenhausen SCIENCE MOVIE NIGHTS - Film trifft Wissenschaft" wendet sich an ein filmbegeistertes Publikum, das mehr wissen will, als der Film zeigt, und bietet einen außergewöhnlichen Mix aus unterhaltsamem Film, spannender Wissenschaft und originellen Persönlichkeiten. Mehr Infos unter www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen.