Künstliche Photosynthese: Wege zu einer bioinspirierten Energieversorgung?

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Was ist die Alternative zu fossilen Brennstoffen als Energieträger? Wissenschaftler(innen) diskutieren die Energieversorgung von morgen - am 12. September in Hannover.

Künstliche Photosynthese ist dem Mechanismus bei Pflanzen nachempfunden und dient zur Produktion nachhaltiger Energieträger. Die Leopoldina Lecture blickt auf das zukunftsträchtige Thema. (Foto: sinitar - Fotolia.com)

Link zum Veranstaltungsbericht "Künstliche Photosynthese als Lösung?

Durch die Photosynthese wandeln Pflanzen, Algen und manche Bakterien Sonnenlicht in chemische Energie um, indem sie Wasser spalten und atmosphärisches Kohlendioxid (CO2) zu energiereichen organischen Verbindungen umbauen. Unsere aktuellen Hauptenergieträger Kohle, Erdöl und Erdgas, die für die Stromgewinnung, für Treibstoffe und für industrielle Fertigungsprozesse genutzt werden, sind nichts anderes als die "Restbestände" urzeitlicher organischer Energiegewinnung und -speicherung.

Durch die Nutzung dieser fossilen Brennstoffe setzen wir allerdings das im Laufe von Millionen Jahren gebundene CO2 in kürzester Zeit in enormen Mengen wieder frei - die Hauptursache des menschenverursachten Klimawandels. Um diesen zu begrenzen, sucht die Wissenschaft nach Alternativen zur Gewinnung von Energieträgern. Dabei liegt der Gedanke nahe, sich an dem natürlichen Konzept der Photosynthese zu orientieren, um energiereiche Produkte wie Wasserstoff, Methan oder Ammoniak, aber auch komplexere Substanzen zu erzeugen. Unter dem Begriff der künstlichen Photosynthese werden verschiedene Forschungsansätze zur Umsetzung dieser Idee zusammengefasst.

Die 13. Leopoldina-Lecture in Herrenhausen wird einen Einblick in den derzeitigen Stand der Forschung zur künstlichen Photosynthese geben, auf die Erwartungen eingehen, die mit ihr verknüpft werden und die Hürden darstellen, die bis zu einer umfassenden Nutzung solcher Ansätze noch zu überwinden sind.

Leopoldina Lecture
Künstliche Photosynthese: Wege zu einer bioinspirierten Energieversorgung?
Mittwoch, 12. September 2018, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Grußwort

Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald / Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Vorträge

Prof. Dr. Matthias Beller, Leibniz-Institut für Katalyse, Rostock
Prof. Dr. Markus Antonietti, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam

im Anschluss diskutieren die Vortragenden mit dem Publikum

Moderation: Prof. Dr. Bärbel Friedrich

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung. 

Service für Hörgeräteträger

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Veranstaltungsinfos per E-Mail

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Hintergrund Leopoldina Lectures

"Leopoldina Lectures in Herrenhausen" ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der VolkswagenStiftung. Die dialogorientierte öffentliche Vortragsreihe legt den Focus auf Forschungsthemen, die in besonderem Maße die Gestaltung der Zukunft und das Wohl der Menschheit adressieren. Die Vortragenden und Podiumsgäste sind in der Regel Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.