Fortpflanzungsmedizin: Lücken und Widersprüche im Gesetz

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Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Mit der Popularisierung der künstlichen Befruchtung ist auch der Druck gestiegen, Nebeneffekte gesetzlich zu regeln. Welcher Bedarf besteht, analysieren Vortragende und Diskutanten in der Leopoldina Lecture am 5. Februar 2019 in Hannover.

Mittels Spermieninjektion kann die weibliche Einzelle auf künstlichem Weg befruchtet werden. Allerdings ist ein rechtliches Streitthema, wer die Methode nutzen darf. (Foto: (c)koya979 - stock.adobe.com)

Die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin sind in den letzten Jahren ebenso gewachsen wie die Zahl der Menschen, die mit ihrer Hilfe eine Familie gründen: Pro Jahr werden über 80.000 künstliche Befruchtungen in Deutschland durchgeführt.

Weitgehend unverändert geblieben sind hingegen seit fast 30 Jahren die rechtlichen Rahmenbedingungen der Fortpflanzungsmedizin in Deutschland. Diese werden vor allem durch das Embryonenschutzgesetz aus dem Jahr 1990 abgesteckt - neuere Erkenntnisse und Entwicklungen der Forschung und Patientenversorgung werden nicht erfasst.

Viele Aspekte der Fortpflanzungsmedizin berühren fundamentale ethische Fragen, die gesellschaftlich breit diskutiert werden müssen. Ist es beispielsweise gewünscht, dass es aufgrund der Rahmenbedingungen in Deutschland bei fortpflanzungsmedizinischen Behandlungen zu deutlich mehr risikoreicheren Mehrlingsschwangerschaften kommt, als in anderen Ländern Europas? Warum ist die Samenspende erlaubt, die Eizellspende aber nicht? Was ist mit der Leihmutterschaft? Welchen Behandlungen sollten die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren? Und für wen? Diese und weitere Fragen werden wir im Rahmen der 14. Leopoldina-Lecture in Herrenhausen am 5. Februar 2019 um 18:00 Uhr mit Ihnen diskutieren.

Leopoldina Lecture
Fortpflanzungsmedizin: Lücken und Widersprüche im Gesetz
05. Februar 2019
Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Impuls

Prof. Dr. Claudia Wesemann, Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin

anschl. Podiumsdiskussion mit der Vortragenden und

Prof. Dr. Heribert Kentenich, Fertility Center Berlin
Prof. Dr. Jochen Taupitz, Universität Mannheim, Mitglied der Leopoldina

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

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Hintergrund Leopoldina Lectures

"Leopoldina Lectures in Herrenhausen" ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der VolkswagenStiftung. Die dialogorientierte öffentliche Vortragsreihe legt den Focus auf Forschungsthemen, die in besonderem Maße die Gestaltung der Zukunft und das Wohl der Menschheit adressieren. Die Vortragenden und Podiumsgäste sind in der Regel Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.