Burnout, Angst und Depression am Arbeitsplatz

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Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Wie können wir psychischen Störungen am Arbeitsplatz vorbeugen? Um diese Frage geht es bei der 6. Leopoldina Lecture am 28. September in Herrenhausen.

Viele Menschen können dem Leistungsdruck an ihrem Arbeitplatz nicht mehr standhalten. (Foto: pfpgroup - fotolia.com)

Link zum Veranstaltungsbericht. Berufliche Tätigkeit hat grundsätzlich einen positiven Effekt auf die seelische Gesundheit eines Menschen, indem sie u.a. die Möglichkeiten zur Identifikation, zur Strukturierung des Alltags, zum Erlangen von Anerkennung und zu sozialem Austausch bietet. Gleichzeitig wird sie jedoch als eine der Ursachen für die weltweite ansteigende Häufigkeit psychischer Störungen gesehen. Verantwortlich hierfür werden Entwicklungen in der modernen Arbeitswelt gemacht: Prekäre Arbeitsverhältnisse, Arbeitsbeschleunigung, Termin- und Leistungsdruck und das Verwischen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit können zu Stress und Überforderung und schließlich zu psychischen Störungen wie etwa Angst- oder Schlafstörung, Depression oder Burnout-Syndrom führen. Dies bedeutet zuallererst Leid für die einzelnen Betroffenen und deren Umfeld, hat jedoch auch negative gesamtgesellschaftliche Konsequenzen. Seit den 90er Jahren steigt etwa der Anteil an Fehlzeiten aufgrund psychischer Störungen in Deutschland kontinuierlich an, zudem ist das Durchschnittsalter Erwerbsunfähiger bei psychischen Störungen verhältnismäßig niedrig. Der Frage, wie eine Gesellschaft mit den Herausforderungen psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz umgehen soll, widmet sich am 28. September die 6. Leopoldina-Lecture "Burnout, Angst und Depression. Wie können wir psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz vorbeugen?" im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen. Dabei sollen die folgenden Themenbereiche beleuchtet werden:

  • Burnout-Syndrom und andere psychische Störungen: neurobiologische Grundlagen, Erfassung und Diagnose
  • Präventionsmaßnahmen
  • Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz
  • zeitnaher Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung
  • Verminderung der Stigmatisierung von Betroffenen

Die Veranstaltung findet am 28. September 2015 um 19.00 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

Programm

Begrüßung und Einführung

Dr. Henrike Hartmann, Leiterin der Förderabteilung der VolkswagenStiftung
Prof. Dr. Frank Rösler, Präsidiumsmitglied Leopoldina

Kurzvorträge

aus medizinisch-psychiatrischer Sicht: Prof. Dr. Peter Falkai, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians Universität München aus arbeitswissenschaftlicher Sicht: Prof. Dr. Sabine Sonnentag, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Mannheim

Diskussionsrunde

mit den Vortragenden und Moderator Prof. Dr. Frank Rösler

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten".

 Anmeldeverfahren

Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an unter http://www.leopoldina.org/de/psych

Veranstaltungsinfos per E-Mail

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Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".