Alles für die Tonne? Ursachen und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

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Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Start der neuen interaktiven Veranstaltungsreihe "Herrenhausen Xchange": Am 11. März 2020 in Hannover sucht ihr gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft nach Wegen aus der Wegwerfgesellschaft. #ideenfuermorgen

Rund ein Drittel der in Privathaushalten oftmals achtlos entsorgten Lebensmittel sind Obst und Gemüse. (Foto: Foerster via Wikimedia Commons, GNU FDL)

Zum Weiterdenken und Handeln: Linksammlung zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung (pdf)

 

Nach Schätzungen der FAO (Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen) belaufen sich die globalen Lebensmittelverluste und -abfälle auf 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. In Deutschland landen nach Schätzungen rund 13 Millionen Tonnen Lebensmittel jedes Jahr im Müll. Die Verluste und Abfälle entstehen bei der Produktion der Lebensmittel, im Handel, in der Gastronomie und bis zu 60 Prozent bei uns Verbrauchern selbst. Es werden dabei nicht nur Ressourcen verschwendet, auch die Umwelt wird unnötig strapaziert, beispielsweise durch hohen Wasserverbrauch und den Einsatz von Dünger. Inzwischen gibt es auf politischer und wirtschaftlicher Ebene einige Initiativen, die sich mit der Reduktion von Lebensmittelverschwendung beschäftigen. Ein Beispiel ist "Zu gut für die Tonne", eine Kampagne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Aber vor allem auf zivilgesellschaftlicher Ebene findet ein Umdenken statt. Das bekannteste Beispiel sind hier die seit über 25 Jahren bestehenden gemeinnützigen Tafeln, die überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel sammeln und diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte verteilen. Apps wie "Too Good to Go" oder "Unser täglich Brot" geben Anregungen, wie der Verschwendung von Lebensmitteln begegnet werden kann. 

Aber warum entsorgen wir eigentlich so viel Nahrung in der Tonne? Was können wir im täglichen Leben tun, um wertschätzender mit Lebensmitteln umzugehen? Und wie können wir gesamtgesellschaftlich ein erhöhtes Bewusstsein für diese Thematik erreichen? 

Diese und weitere Fragen möchten wir bei diesem interaktiven Format gemeinsam diskutieren und Lösungsansätze erarbeiten. 

Diese Veranstaltung richtet sich an ein interessiertes Publikum, das sich gerne aktiv in die Diskussion einbringen möchte, um mit eigenen Ideen einen Beitrag zur positiven Veränderung unseres Alltags und unserer Gesellschaft zu leisten. 

Herrenhausen Xchange
Alles für die Tonne? Über Ursachen und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
11. März 2020, 19 Uhr
Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Impulse

Fabian Bendisch, Leuphana Universität Lüneburg, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Citizen Science-Projekt "FoodLab-Home-Klimabildung zur Reduktion häuslicher Lebensmittelabfälle"

Dr. Birgit Schulze-Ehlers, Universität Göttingen, Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte

anschl. Festlegung von Diskussionsschwerpunkten und Ausarbeitung mit dem Publikum

Moderation: Katja Ebeling, Leitung Veranstaltungen, VolkswagenStiftung

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Der Eintritt ist frei. Um den Workshop-Charakter der Veranstaltung zu wahren, ist die Teilnehmerzahl auf 50 Plätze begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn, der Einlass schließt mit Beginn der Veranstaltung.

Hintergrund Herrenhausen Xchange

Mit dem neuen Format "Herrenhausen Xchange - Deine Ideen für morgen" setzt die VolkswagenStiftung verstärkt auf Interaktivität. Publikum und Referent(inn)en diskutieren gemeinsam über Themen, die die Generationen X, Y, Z in ihrem Alltag beschäftigen und erarbeiten aus der Diskussion heraus Lösungsansätze und Take-Home-Messages. Gemeinsam möchten wir neue Ideen entwickeln, wie sich die Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit, Engagement und Umweltbewusstsein transformieren lässt. Hierfür sind Eure #ideenfuermorgen gefragt.