Wasser predigen, Wein saufen? - Die Moralisierung unserer Diskurse

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Xplanatorium Herrenhausen
Öffentlichkeit

Wie sachlich werden aktuell Debatten geführt und droht eine Übermoralisierung der Diskurse? Darüber diskutieren Expert:innen im Herrenhäuser Gespräch. 

Moralische klippen in gegenwärtigen Debatten: wie sachlich wird diskutiert? (Foto: ivector – adobe.stock.com)
Moralische klippen in gegenwärtigen Debatten: wie sachlich wird diskutiert? (Foto: ivector – adobe.stock.com)

Aufgrund der derzeit geltenden Schutz- und Hygienebestimmungen ist eine Anmeldung im Vorfeld zwingend notwendig und ab dem 25. August hier möglich! 

Aktuell geführte Debatten, analog und online, scheinen mehr und mehr vom moralischen Kompass geleitet und immer weniger anhand sachlicher Argumente geführt. Für die einen eine sinnvolle und hilfreiche Entwicklung, für andere eine bedauerliche Entgleisung - für beide Seiten ein probates Kampfmittel in immer aggressiver ausgetragenen öffentlichen Meinungskämpfen.

Mitunter vermittelt sich so der Eindruck, derartig Moral basierte, mitunter zur Doppelmoral neigende, Debatten dienten in Wahrheit vor allem dem Willen, Recht zu haben und zu behalten. Identitätspolitische Impulse sowohl von der extrem linken als auch der extrem rechten Seite scheinen besonders anfällig zu sein für moralisch vorgetragene Attacken aller Art. Und einige Beobachterinnen und Beobachter diagnostizieren gar einen moralischen Überschuss der an sich der Neutralität verpflichteten Informationsdienstleister.

Erleben wir tatsächlich eine Übermoralisierung unserer Diskurse? Ist es sinnvoll, sämtliche Debatten unter Zuhilfenahme moralischer Argumente zu führen? Kann es überhaupt, umgekehrt gefragt, moralfrei-sachliche Diskurse über Themen geben, die mit Menschen- oder Tierrechten und Überlebensfragen der Menschheit zusammenhängen? Und wie kann einer drohenden Entgleisung der Moraldebatte entgegengewirkt werden? 

Programm
Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Christian Bermes, Institut für Philosophie, Universität Koblenz-Landau

Prof. Dr. Rahel Jaeggi, Lehrstuhl für Praktische Philosophie und Sozialphilosophie, Humboldt-Universität zu Berlin

Albrecht von Lucke, Politikwissenschaftler und Publizist

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Sendetermin: NDR Sonntagsstudio, 3. Oktober 2021

Eintritt frei / Anmeldung erforderlich

Es stehen 100 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen um 18.00 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich und ab dem 25. August 2021 hier möglich. Bitte beachten Sie vor Ort auch unsere Schutz- und Hygienemaßnahmen. 

Bitte beachten Sie

Systembedingt ist pro Anmeldung eine individuelle Emailadresse erforderlich. Sollten Sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin anmelden wollen und nur über eine gemeinsame Emailadresse verfügen, wenden Sie sich bitte einmal telefonisch oder per Email an eine der Ansprechpartnerin im Veranstaltungsreferat. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Einlass

Der Einlass beginnt um 18:00 Uhr. Folgen Sie bitte unserem Wegeleitsystem, um immer ausreichend Abstand zu anderen Gästen halten zu können. Begeben Sie sich nach Öffnen der Eingänge bitte direkt zu Ihrem Platz. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir die Garderobe nicht öffnen können. Wir bitten Sie, Ihre Jacken und Taschen mit an Ihren Platz zu nehmen.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.