Vom Musentempel zur Ereignisagentur – Wohin treiben die Museen?

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NDR Funkhaus Hannover, Kleiner Sendesaal
Öffentlichkeit

Das Sammeln und Bewahren, das Forschen und Vermitteln gehören seit jeher zu den originären Aufgaben eines jeden Museums. Doch so klassisch diese auch sind, so wandelbar sind die dahinterstehenden Konzepte.

 Tagungszentrum Schloss Herrenhausen
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen (Foto: Eberhard Franke / VolkswagenStiftung)

Die Museen haben als Schau- und Erinnerungshäuser der Kulturgeschichte eine bemerkenswerte Veränderung ihrer Bedeutung erfahren. Aus respektablen Musentempeln wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts publikumsfreundliche Einrichtungen. Primär Museen machten das Konzept „Kultur für alle“ vorstellbar. Doch Museen sind teuer, wenn sie ihre Grundlagen ernst nehmen.
Und kommunale Förderung ist in Zeiten knapper Kassen begrenzt. Dass
trotzdem zum Teil spektakuläre neue Museen gebaut oder bestehende
Häuser aufwendig erweitert werden, verdankt sich dem Kalkül ihrer auch
ökonomischen Bedeutung und des zunehmenden Engagements privater
Stifter. Dies wirft die Frage auf, ob die Existenz der Museen abhängig
von ihrem (Publikums-)Erfolg wird. Und es bleibt zu diskutieren, ob die
Resultate der Ereigniskultur noch mit den Grundlagen der Erinnerungsverpflichtung harmonieren?

Darüber diskutieren am Donnerstag, den 12. Juli 2012 um 19 Uhr im kleinen Sendesaal des NDR Funkhaus in Hannover:

Dr. Brigitte Franzen
Direktorin, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen

Harald Falckenberg
Jurist, Unternehmer, Kunstsammler, Hamburg

Prof. Dr. Walter Grasskamp
Ordinarius für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste, Berlin

Prof. Timm Ulrichs
Bildhauer, Totalkünstler, Hannover

Moderation: Stephan Lohr, NDR Kultur