ABGESAGT - Vom Gotteshaus zur Sparkasse? Kirchenumnutzung in Deutschland

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Xplanatorium Herrenhausen
Öffentlichkeit

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) zu verhindern, hat sich die VolkswagenStiftung unter Berücksichtigung der behördlichen Empfehlungen und wissenschaftlicher Fakten entschieden, diese Veranstaltung abzusagen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Buchladen statt Gotteshaus: 20.000 Bücher finden sich unter dem Dach der ältesten gotischen Kirche in den Niederlanden, der Dominikanerkirche in Maastricht. (Foto: Bert Kaufmann via Flickr CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Kirchen sind bedeutende Zeugnisse des kulturellen Erbes, die das Bild von Städten und Dörfern prägen. Infolge der aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen können heute nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Teilen Europas viele Kirchengebäude von den kirchlichen Institutionen nicht mehr betrieben und unterhalten werden. Sie werden verkauft, vermietet, zweckentfremdet.
Länderspezifische Unterschiede in rechtlicher und finanzieller Sicht, aber auch regionale Unterschiede mit Blick auf die Ausprägung religiöser Traditionen und kirchlichen Brauchtums haben jeweils unterschiedliche Praktiken der Kirchenumnutzung entstehen lassen. So dient beispielsweise die ehemalige Kirche der brandenburgischen Gemeinde Milow als Sparkassenfiliale und vor den Toren Magdeburgs wird an der Elbe im Chorgestühl ein Restaurant betrieben. Derart radikale Umnutzungen sind jedoch die Ausnahme. In der Regel suchen die Gemeinden nach Konzepten, die anschlussfähig sind an die einstige Geschichte des Bauwerkes und dieses respektieren.

Wie können wenig genutzte Kirchengebäude sinnvoll unterhalten und betrieben werden? Welchen denkmalpflegerischen und architektonischen Herausforderungen sehen wir uns gegenüber? Was bedeutet es für die Kirche, sich von einzelnen Gotteshäusern loszusagen? Welche ethischen und moralischen Grenzen gilt es zu respektieren? Laufen wir Gefahr, ein wichtiges historisches Erbe zu verlieren?

Herrenhäuser Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe von VolkswagenStiftung und NDR Kultur.

61. Herrenhäuser Gespräch
Vom Gotteshaus zur Sparkasse? Kirchenumnutzung in Deutschland
24. März 2020, 19 Uhr
Xplanatorium Herrenhausen, Hannover

Programm

Podium

Dr. Petra Bahr, Regionalbischöfin des Sprengels Hannover der Evangel.-Lutherischen Landeskirche Hannovers

Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert, Institut für Kunstwissenschaft und historische Urbanistik, TU Berlin

Prof. Tim Rieniets, Architekt, Fakultät für Architektur und Landschaft, Leibniz Universität Hannover

Dr. Stefan Krämer, Stv. Geschäftsführer der Wüstenrotstiftung, Ludwigsburg

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Sendetermin: 12. April 2020 / 20.00 Uhr / NDR Sonntagsstudio

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 300 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.