Geh denken? Über deutsche Erinnerungskultur

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Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Warum kommt die oft vehement geführte Debatte über angemessene Formen des Gedenkens an die deutsche Vergangenheit nicht zur Ruhe? Darüber diskutieren Expert(inn)en beim Herrenhäuser Gespräch am 1. November 2018 in Hannover.

Auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin wurde und wird kontrovers diskutiert. (Foto: Stephan Czuratis via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/)
Auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin wurde und wird kontrovers diskutiert. (Foto: Stephan Czuratis via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/)

Wie erinnern wir an unsere Vergangenheit, wie vergegenwärtigen wir uns zentrale Ereignisse deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts? Immer wieder flammt die Debatte um Orte und Symbole des Gedenkens auf. Im Zentrum der Auseinandersetzungen: der Erhalt von Kriegerdenkmälern, die Pflege der Kriegsgräber, die Diskussion um das Freiheits- und Einheitsdenkmal, die Gestaltung des Humboldtforums oder jüngst auch die Frage, ob ein Kreuz die Kuppel des restaurierten Berliner Stadtschlosses zieren soll. Einerseits lassen sich Prozesse der Gewöhnung beobachten: Die einst mit Vehemenz ausgetragene Kontroverse um das Holocaust-Mahnmal ist abgeebbt. Zugleich gibt es in jüngerer Zeit strikt gegenläufige Tendenzen: Am rechten Rand des politischen Spektrums wird die bundesdeutsche Gedenkkultur teils aggressiv infrage gestellt. Wird der Streit um das Gedenken vernünftig und angemessen geführt? Um welche Interessen geht es? Braucht Deutschland zentrale Symbole, um sich seiner Geschichte zu vergewissern?

Dieses Herrenhäuser Gespräch von VolkswagenStiftung und NDR Kultur findet in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur statt.

52. Herrenhäuser Gespräch
Geh denken? Über deutsche Erinnerungskultur
Donnerstag, 1. Novermber 2018, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover 

Programm

Podium:   

Prof. Dr. Sönke Neitzel, Militärhistoriker, Universität Potsdam
Prof. Dr. Aleida Assmann,  Kulturanthropologin, Universität Konstanz
Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper, Kunsthistorikerin, Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Etienne François, Historiker, Freie Universität Berlin

Moderation:  Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Sendetermin:  18. November 2018 / 20.00 Uhr / NDR Sonntagsstudio    

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.