Gegen den Strich - von der Notwendigkeit zivilen Ungehorsams

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Braucht unsere Gesellschaft mehr zivilen Ungehorsam? Darum geht es bei einem Herrenhäuser Gespräch am 28. Mai 2015 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen.

Die weiße Taube auf blauem Grund ist das seit den 1980er Jahren verbreitete Symbol der westeuropäischen Friedensbewegung, entworfen im Kontext des Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss. (Quelle: http://www.friedensbilder.de/galerie/)

Link zum Veranstaltungsbericht.

Im Jahr 1849 schrieb der Philosoph Henry David Thoreau sein berühmtes Essay "Civil Disobedience" als Antwort auf die Kriege, die der amerikanische Staat mit den Steuergeldern der Bevölkerung führte. Die Schrift avancierte zur "Bibel" all jener, die sich der Widersetzlichkeit verschrieben haben. Insbesondere Mahatma Gandhi und Martin Luther King diente sie als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen die Obrigkeit. Mehr als 165 Jahre später brennt die Welt erneut: Die Wirtschaft bricht zusammen; Kriege bedrohen übergreifend nicht nur den arabischen und afrikanischen Raum, sondern mittlerweile auch Europa. Die offene und global vernetzte Welt, die sich der Mobilität und der totalen Kommunikation verschrieben hat, sieht sich außerstande, militanten Ideologien Einhalt zu gebieten. Versagt hier unser selbstreferentielles ökonomisches System, das in seiner Gier die Werte des Menschen vernachlässigt, das uns aber über Jahrzehnte Wohlstand und soziale Sicherheit garantiert hat? Wird es Zeit, die Idee des zivilen Ungehorsams wieder zu beleben und hin und wieder gezielt gegen den Strich zu bürsten? Um diese Fragen geht es beim Herrenhäuser Gespräch "Gegen den Strich - von der Notwendigkeit zivilen Ungehorsams" am 28. Mai 2015 um 19:00 Uhr im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen. 

Programm

Podium

Prof. Dr. Ulrich Brand, Politikwissenschaftler, Universität Wien Prof. Dr. Herfried Münkler, Politikwissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin Prof. Dr. Elisabeth Schweeger, Künstlerische Direktorin, Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Sendetermin

07.06.2015 / 20 Uhr / NDR Kultur Sonntagsstudio

Anmeldeverfahren

Bitte beachten Sie, dass im Jahre 2015 die öffentlichen Abendveranstaltungen ohne Anmeldeverfahren stattfinden. Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze werden nach dem "First come, first serve"-Prinzip vergeben. Es besteht keine Möglichkeit, vorab Plätze zu reservieren. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 18.15 Uhr.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über unsere öffentlichen Abendveranstaltungen informiert werden? Dann registrieren Sie sich bitte in unserem Veranstaltungsportal unter https://veranstaltungen.volkswagenstiftung.de/.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten".

Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.