Ganz nah und doch so fern? Deutschland - 30 Jahre nach dem Mauerfall

Beginn: Uhr
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Xplanatorium Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Wie vereint ist Deutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall? Was trennt heute noch Ost und West, was verbindet uns? Das Herrenhäuser Gespräch am 29. Oktober in Hannover begibt sich auf Spurensuche.

Grenzübergang Obernbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain am 11. November 1989 - ein Volk orientiert sich. Richtung Westen. (Foto: Roehrensee via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Die friedliche Revolution in der DDR liegt drei Jahrzehnte zurück. Ihr unverhoffter Erfolg - der Fall der Mauer zwischen den deutschen Staaten - jährt sich am 9. November zum 30. Mal. Im Rückblick markiert das Datum den Ausgangs- und zugleich Höhepunkt der Wiedervereinigung. Den Weg zur deutschen Einheit säumten nicht nur Jubel und Freude, sondern auch Zweifel und konkurrierende Wünsche. Das bei vielen zunächst vorherrschende Gefühl, das Ende der Systemkonkurrenz garantiere ab sofort Demokratie und Wohlstand für alle, wich zuletzt dem Empfinden, in krisenhaften Zeiten zu leben. Unterschiedlich ausgeprägte populistische Strömungen tragen zur Verunsicherung bei und zu dem Eindruck einer nach wie vor bestehenden Kluft zwischen "Ossis" und "Wessis". Warum besetzen so wenig Ostdeutsche maßgebliche Führungspositionen im Land? Woher kommen Misstrauen, Mangel an Verständnisbereitschaft und Ablehnung? Welche Prägungen wirken bis heute fort und welche Missverständnisse belasten das vereinte Deutschland? Oder werden die Differenzen überschätzt? Was müsste passieren, damit zum 40. Jahrestag die aktuellen Probleme Geschichte sind?

Herrenhäuser Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe von VolkswagenStiftung und NDR Kultur

58. Herrenhäuser Gespräch
Ganz nah und doch so fern? Deutschland - 30 Jahre nach dem Mauerfall
Dienstag, 29. Oktober 2019, 19 Uhr 
Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Hannover 

Programm

Podium 

Prof. Dr. Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin, Humboldt Universität zu Berlin
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker, Autor von "Die Übernahme. Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde"
Prof. Dr. Hendrik Berth, Psychologe, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden und Herausgeber "Gesichter der ostdeutschen Transformation"
Jana Hensel, Schriftstellerin

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Sendetermin: 3.11.2019 / 20.00 Uhr / NDR Kultur Sonntagsstudio

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.