Fragiles Gleichgewicht – Wie gehen wir mit Unsicherheiten um?

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Orangerie Herrenhausen, Hannover
Öffentlichkeit

Wie planen und handeln wir im Zustand des Nichtwissens? Wo finden wir heute Orientierung für unser Tun? Darüber diskutierten Expertinnen und Experten am Dienstag, den 5. Juni 2012 um 19 Uhr.

Tagungszentrum Schloss Herrenhausen
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen (Foto: Eberhard Franke für VolkswagenStiftung)

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts reihen sich Katastrophen, Krisen und Schicksalsschläge aller Art nahezu ununterbrochen aneinander. Am 11. September 2001 erschüttern die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York die Welt. Es sterben 3.000 Menschen. Am 26. Dezember 2004 löst ein Erdbeben im Indischen Ozean einen Tsunami aus. 230.000 Menschen verlieren ihr Leben. Infolge des spekulativ aufgeblähten Wirtschaftswachstums in den USA kommt es im Frühjahr 2007 zur Subprimekrise, die sich wenig später zu einer internationalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ausweitet. Am 11. März 2011 werden infolge eines Erdbebens vier Reaktorblöcke des Kernkraftwerkes Fukushima zerstört. 80.000 Einwohner müssen evakuiert werden.Naturgewalten, ökonomisches Machtstreben oder religiöser Fanatismus lassen in unserer Welt nichts mehr als sicher erscheinen. Gerade hoffen wir die Welt um uns herum im Gleichgewicht, schon bricht das nächste Unglück über uns herein. Alles ist labil, nur noch wenig erscheint uns dauerhaft verlässlich. Wie gehen wir mit derartigen Unsicherheiten um? Wie planen und handeln wir im Zustand des Nichtwissens? Wo finden wir heute Orientierung für unser Tun? Darüber diskutierten am Dienstag, den 5. Juni 2012 um 19 Uhr in der Orangerie Herrenhausen, Hannover:

Prof. Dr. Wolf Rüdiger Dombrowsky, Katastrophensoziologe, Steinbeis-Hochschule Berlin

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieökonomin, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung u. Hertie School of Governance Berlin

Bernd Loebe, Intendant, Oper Frankfurt

Prof. Dr. Jan-Michael Rost, Physiker, MPI für Physik komplexer Systeme, Dresden

Moderation: Stephan Lohr, NDR Kultur