Das Leben Intellektueller im Exil in Deutschland

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Xplanatorium Herrenhausen
Öffentlichkeit

Immer mehr Akademiker geraten in ihren Heimatländern unter Druck, müssen fliehen. Wie kann Deutschland den Exilanten helfen? Fachleute für Migration diskutieren diese Frage am 5. Dezember in Hannover.

Die 2017 gegründete "Akademie im Exil" bietet türkischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Plattform für ihre Studien (Foto: olly - stock.adobe.com).
Die 2017 gegründete "Akademie im Exil" bietet türkischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Plattform für ihre Studien (Foto: olly - stock.adobe.com).

Freigeister in der Fremde - notgedrungen: Eine steigende Zahl von Akademiker(inne)n und Kulturschaffenden ist derzeit in einigen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens wachsendem politischem Druck und umfangreichen Repressionen ausgesetzt. Insbesondere in der Türkei hat sich seit dem Verfassungsreferendum im April 2017 die Situation dramatisch verschlechtert. Viele Intellektuelle wurden entlassen, erhielten Berufsverbot; ihre Familien wurden bedroht und ihr Besitz enteignet. Hunderte von ihnen sahen sich veranlasst, ihre Heimat zu verlassen und nach Möglichkeiten zu suchen, ihre Arbeit im Ausland fortzusetzen. In dieser Notlage möchte Deutschland, nicht zuletzt vor dem Hintergrund seiner eigenen historischen Erfahrung aus den Jahren 1933-1935, in ihrer Heimat gefährdeten Intellektuellen neue Wirkungsstätten eröffnen.

Wie kann es gelingen, Intellektuellen im Exil die Teilnahme am wissenschaftlichen und kulturellen Leben weiterhin zu ermöglichen? Wie lässt sich ihre künftige Arbeit mit ihren früheren Aktivitäten verbinden? Welche Rolle könnte die von der VolkswagenStiftung geförderte und an der Universität Duisburg-Essen angesiedelte "Academy in Exile" dabei spielen? Und welches Potenzial eröffnet sich für den deutschen Diskurs im Rahmen der Migrations- und Exilforschung?

Herrenhäuser Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe von VolkswagenStiftung und NDR Kultur.

Diese Veranstaltung richtet sich an ein neugieriges Publikum, das sich für aktuelle Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft interessiert.

59. Herrenhäuser Gespräch
Exil im 21. Jahrhundert - Wie leben und arbeiten im Ausland verfolgte Intellektuelle in Deutschland?
5. Dezember 2019
Xplanatorium Herrenhausen, Hannover

Programm

Podium

Prof. Dr. Kader Konuk
Institut für Turkistik und Direktorin der Academy in Exile, Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Kira Kosnick
Soziologin, Universität Frankfurt/ M.

Do?an Akhanl?
Türkischstämmiger deutscher Schriftsteller, Köln

Senthuran Varatharajah
aus Sri Lanka stammender deutscher Schriftsteller

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Sendetermin: 29.12.2019 / 20.00 Uhr / NDR Kultur Sonntagsstudio

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.