Von der Wunderwaffe zum stumpfen Schwert

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Neue Krankheitserreger und Pandemien machen Antibiotika wertvoller denn je. Wie Forscher sie entwickeln und welche Gefahren Resistenzen gegen die Wirkstoffe bergen erläutern Experten am 23. April.

Welches Risiko entsteht durch Antibiotika-Resistenzen und wie lässt es sich verringern? (Foto: via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)
Welches Risiko entsteht durch Antibiotika-Resistenzen und wie lässt es sich verringern? (Foto: via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Link zum Veranstaltungsbericht.

Antibiotika gehören zu den bedeutendsten Entdeckungen der Medizingeschichte. Sie haben Millionen von Menschen vor dem Tod durch bakterielle Infektionen bewahrt. Doch aufgrund des übermäßigen Einsatzes von Antibiotika entwickeln immer mehr Keime Resistenzen - sogar gegen selten eingesetzte Reserveantibiotika. Zwar sind Resistenzen normale biologische Phänomene und solange neue Mittel gefunden werden, kann man diesen Entwicklungen einen Schritt voraus sein. Aber: Je mehr und je häufiger Antibiotika eingesetzt werden, desto besser können sich resistente Keime verbreiten. Bereits heute schätzen Experten, dass in Europa jährlich 25.000 Personen an Infektionen mit resistenten Keimen sterben. Wie und wo versucht die Wissenschaft neue Wirkprinzipien und -stoffe zu finden? Was macht die Entwicklung neuer wirkungsvoller Antibiotika so schwierig und aufwendig? Welche gesellschaftlichen Maßnahmen sind möglich und nötig, um sich ausbreitende Resistenzen einzudämmen und was kann jeder Einzelne tun? Diesen Fragen widmet sich am 23. April 2015 ab 19:00 Uhr das Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik "Von der Wunderwaffe zum stumpfen Schwert - auf der Suche nach neuen Antibiotika".

Programm

Impulsvorträge

Prof. Dr. Werner Solbach, Mediziner, Universität Lübeck

Prof. Dr. Walter Ried, Gesundheitsökonom, Universität Greifswald

Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Markus Nett, Pharmazeut, Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie

Dr. Muna Abu Sin, Epidemiologin und Medizinerin, Robert-Koch-Institut

sowie den Vortragenden

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum.de

Anmeldeverfahren

Bitte beachten Sie, dass im Jahre 2015 die öffentlichen Abendveranstaltungen ohne Anmeldeverfahren stattfinden. Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze werden nach dem "First come, first serve"-Prinzip vergeben. Es besteht keine Möglichkeit, vorab Plätze zu reservieren. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 18.15 Uhr.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über unsere öffentlichen Abendveranstaltungen informiert werden? Dann registrieren Sie sich bitte in unserem Veranstaltungsportal unter https://veranstaltungen.volkswagenstiftung.de/.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten".

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte von unserer Veranstaltungsreihe "Herrenhäuser Forum" sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund: Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.