Künstliche Intelligenz in der Militärtechnik

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Xplanatorium Herrenhausen und im Livestream
Öffentlichkeit

Beim Herrenhäuser Forum am 4. Mai diskutieren Expert:innen, inwieweit Waffensysteme in Zukunft autonom von Menschen ihre Ziele auswählen und eine potentielle Gefährdung des Völkerrechts darstellen.

Verschiedene Nichtregierungsorganisationen fordern ein vollständiges Verbot autonomer Waffensysteme. (Foto: picture alliance/dpa / Wolfgang Kumm)
Verschiedene Nichtregierungsorganisationen fordern ein vollständiges Verbot autonomer Waffensysteme. (Foto: picture alliance/dpa / Wolfgang Kumm)

Link zum Veranstaltungsbericht und Videomitschnitt

Bisher ist ihr Einsatz auf Science Fiction-Filme beschränkt, doch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte er bald Realität werden: autonome Waffensysteme, die ohne menschliche Kontrolle Ziele auswählen und angreifen. Schon länger wird KI militärisch genutzt, u.a. um Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Sie ist schneller und präziser als Menschen und wird nicht von Emotionen wie Angst oder Wut beeinflusst. Doch neben Vorteilen bringt ihre Anwendung auch ethische, sicherheitspolitische und rechtliche Risiken mit sich. Die Sorge bei autonomen Systemen: der Verlust der menschlichen Kontrolle über den Einsatz von Gewalt. Deshalb fordern Forscherinnen und Forscher weltweit seit Langem einen rechtsverbindlichen internationalen Regulierungsrahmen für die Nutzung sogenannter "Autonomie in Waffensystemen" und warnen vor einer ernsthaften Gefährdung des Völkerrechts sowie der Menschenrechte. 

Könnten Entscheidungen über Leben und Tod in naher Zukunft tatsächlich an Algorithmen delegiert werden und sich damit menschlichen Interventionsmöglichkeiten komplett entziehen? Wer könnte beim Einsatz autonomer Zielbekämpfung für etwaige Verstöße gegen das Völkerrecht zur Rechenschaft gezogen werden? Und wann reagieren politische Mandatsträger:innen auf die Forderungen nach einem internationalen Rechtsrahmen? 

Wir übertragen die Veranstaltung ab 19 Uhr auch hier im Livestream.

Herrenhäuser Forum

Krieg der Algorithmen? - Künstliche Intelligenz in der Militärtechnik 
4. Mai 2022, 19 Uhr, Xplanatorium Herrenhausen, Hannover

 

Programm

Podiumsdiskussion mit

Thomas Küchenmeister, Sprecher der "Campaign to Stop Killer Robots" in Deutschland

Dr. Christian Mölling, Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Leiter des Programms Sicherheit und Verteidigung

Dr. Frank Sauer, Institut für Politikwissenschaft, Universität der Bundeswehr München

Prof. Dr. Silja Vöneky, Institut für Öffentliches Recht - Völkerrecht und Rechtsvergleichung, Universität Freiburg / FRIAS Forschungsgruppe Responsible AI 

Moderation: Annette Riedel, Deutschlandfunk Kultur

Deutschlandfunk Kultur zeichnet das Forum auf und strahlt es am Freitag, 6. Mai 2022, um 18.05 Uhr im Rahmen der Sendung "Wortwechsel" aus.  

Eintritt frei 

Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Ansprechpartner:innen

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich gern an Katja Ebeling oder Sibylle Rahm

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Xplanatorium Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Hintergrund Herrenhäuser Foren

Mit ihren Herrenhäuser Foren möchte die VolkswagenStiftung ein breites Publikum für Forschungsfragen von gesellschaftlicher Relevanz begeistern und diese aufgrund empirischer Befunde aus der Perspektive ganz unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen diskutieren. Dazu werden renommierte Forscher:innen aber auch Vertreter:innen aus Politik, Kultur und Medien zu Vorträgen und Podiumsgesprächen eingeladen.