Gegen das Vergessen: Neue Wege in der Alzheimer Forschung

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Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Welches sind die großen Herausforderungen im Kampf gegen Alzheimer? Experten diskutieren am 11. Oktober in Hannover über Wege und Perspektiven in Wissenschaft, Medizin und Pharmaindustrie.

Die Übertragung neuronaler Signale im Menschlichen Gehirn ist bei Alzheimer-Patienten gestört. (Foto: National Institute on Aging via Wikimedia Commons)
Die Übertragung neuronaler Signale im Menschlichen Gehirn ist bei Alzheimer-Patienten gestört. (Foto: National Institute on Aging via Wikimedia Commons)

"Ich denke, also bin ich." René Descartes, französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, bezeichnete im 17. Jahrhundert das Denken und Sein als unzertrennliche Einheit. Die Alzheimer-Krankheit führt zu einem schleichenden Verlust dieser Einheit von Denken und Sein. Erstmals beschrieb der deutsche Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer ihre Symptome Anfang des 20. Jahrhunderts. Ins gesellschaftliche Bewusstsein trat sie jedoch erst in den 1970er Jahren, als über Alterserkrankungen wie Demenz zunehmend offen gesprochen wurde. Alzheimer ist eine stetig fortschreitende und unheilbare Erkrankung, die unter anderem zum Absterben von Nervenzellen und damit zu einer Abnahme der Hirnmasse führt. Defizite bei Merkfähigkeit, Feinmotorik und Sprachvermögen sowie Wut- und Gewaltausbrüche können als Folgen auftreten. Allein in Deutschland ist die Alzheimer-Krankheit derzeit bei mehr als einer Million Menschen diagnostiziert. Prognosen sagen eine Verdopplung bis 2050 voraus, da die Zahl sehr alter Menschen und damit auch die der Erkrankten weiter zunehmen wird. Für viele Betroffene geht die Diagnose mit der Angst einher, das eigene Ich zu verlieren, die kognitive Leistungsfähigkeit einzubüßen und zunehmend auf Hilfe angewiesen zu sein.

Die Untersuchung von Ursachen und Verlauf der Krankheit sowie mögliche Therapien für Alzheimer-Patienten beschäftigen unzählige wissenschaftliche Forschungsteams auf der ganzen Welt. Beispielsweise wird an Impfungen gearbeitet, die das Ausbrechen oder Fortschreiten von Alzheimer verhindern sollen. Auch weitere Wirkstoffe und Behandlungswege werden in klinischen Studien auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Warum ist es so schwer, gesicherte Erkenntnisse über wirksame Therapien oder Maßnahmen zur effektiven Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit zu erlangen? Und was verspricht die Pharmaindustrie? Zeit für eine Bestandsaufnahme: Wo stehen wir heute in Sachen Alzheimerforschung? In welche Richtung können, werden oder müssen Wissenschaftler, Mediziner und die Pharmaindustrie blicken, um der Krankheit Herr zu werden?

Gegen das Vergessen: Neue Wege in der Alzheimer Forschung
Dienstag, 11. Oktober 2016, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Impulsvorträge von

Prof. Dr. Christian Behl, Universitätsmedizin Mainz 

Prof. Dr. Isabella Heuser, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Podiumsdiskussion 

Prof. Dr. Jürgen Götz, Universität Queensland, Australien

Monika Kaus, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

sowie den Vortragenden

Moderation: Steve Ayan, Redakteur Gehirn & Geist

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter www.veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihen sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.