Indiens Weg zur Unabhängigkeit

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Den schweren Weg Indiens von einem einst kolonialisierten hin zu einem unabhängigen Land  thematisiert das Herrenhäuser Forum am 5. Juni.

Mohandas Karamchand Gandhi und seine Vertraute Sarojini Naidu während des Salzmarsches 1930. (Foto: Unbekannt - Bibliothèque nationale de France, département Estampes et photographie, EI-13(2866))
Mohandas Karamchand Gandhi und seine Vertraute Sarojini Naidu während des Salzmarsches 1930. (Foto: Unbekannt - Bibliothèque nationale de France, département Estampes et photographie, EI-13(2866))

Zum Veranstaltungsbericht (mit Audio)

,,Sehr geehrter Freund, bevor ich mit dem zivilen Widerstand beginne und das Risiko eingehe, das ich all diese Jahre zu vermeiden suchte, möchte ich mich gerne an Sie wenden und nach einem Ausweg suchen." So beginnt ein Brief Mahatma Gandhis an den damaligen Vizekönig Lord Irwin, und damit an den mächtigsten Mann der Britischen Verwaltung in Indien. Zwar brachte der Brief nicht den ersehnten Ausweg, wohl aber die dann folgenden, gewaltfreien Protestaktionen. Eine von ihnen war der sogenannte Salzmarsch im März 1930: Bis zu diesem Datum waren Gewinnung, Transport und Handel mit Salz in Indien allein den Kolonialherren, den Briten, vorbehalten. Salz war dabei nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sondern auch lebenswichtig für die Bevölkerung, um einerseits das Grundnahrungsmittel Reis zuzubereiten und um andererseits im heißen Klima den täglichen Elektrolytverlust auszugleichen. Während des Salzmarsches zog Gandhi mit 79 Anhängern von seinem Ashram über 385 Kilometer nach Dandi am Arabischen Meer. Dort angekommen hob er als Symbolhandlung einige Körner Salz auf, um damit gegen das britische Monopol zu demonstrieren. Er forderte seine Landsleute auf, es ihm unter Verzicht von Gewalt gleichzutun und hatte Erfolg. Diese Idee war einer von vielen Schritten Indiens auf dem gewaltfreien Weg zu einem unabhängigen Staat. Welche Rolle spielte und spielt Gandhi dabei für das indische Selbstverständnis? Wie sieht das Verhältnis Indiens zu Großbritannien heute aus? Und wohin steuert die Atommacht Indien, gleichzeitig Staat mit der zweitgrößten Bevölkerung der Erde, zu Beginn des 21. Jahrhunderts?

Programm

Lesung
Günther Schaupp, Schauspieler, Hamburg Vorträge
Prof. Dr. Gita Dharampal-Frick, Südostasien-Institut, Universität Heidelberg
Prof. Dr. Srirupa Roy, Center for Modern Indian Studies, Universität Göttingen Gespräch
mit Jürgen Webermann, Journalist, u.a. für den WDR und DRadio
sowie den Vortragenden

Moderation: Anorthe Kremers, VolkswagenStiftung

Die Vorträge finden in Englischer Sprache statt und werden simultan ins Deutsche übersetzt.

Anmeldeverfahren

Bitte beachten Sie, dass im Jahre 2015 die öffentlichen Abendveranstaltungen ohne Anmeldeverfahren stattfinden. Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze werden nach dem "First come, first serve"-Prinzip vergeben. Es besteht keine Möglichkeit, vorab Plätze zu reservieren. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 18.15 Uhr.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über unsere öffentlichen Abendveranstaltungen informiert werden? Dann registrieren Sie sich bitte in unserem Veranstaltungsportal unter https://veranstaltungen.volkswagenstiftung.de/.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten".

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte von unserer Veranstaltungsreihe "Herrenhäuser Forum" sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund: Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.