Fast Fashion um jeden Preis? Die Ökobilanz der Textilindustrie

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Zum jährlichen Earth Overshoot Day - dem sogenannten "Welterschöpfungstag" - fragt das Herrenhäuser Forum  am 4. Juli nach Wegen, Textilien umweltverträglicher zu produzieren und Käuferinnen und Käufer zu sensibilisieren. 

Einfach wegwerfen? Von wegen! Viele Textilien gelten wegen ihrer giftigen Materialien als Sondermüll. (Foto: ©Swapan - stock.adobe.com)
Einfach wegwerfen? Von wegen! Viele Textilien gelten wegen ihrer giftigen Materialien als Sondermüll. (Foto: ©Swapan - stock.adobe.com)

Link zum Audiomitschnitt der Veranstaltung

Shoppen, Anziehen, Wegwerfen - das Mode-Geschäft wird immer kurzlebiger: Durchschnittlich 60 Kleidungsstücke pro Jahr kauft jede Person in Deutschland schon jetzt, jedes fünfte davon wird nie getragen, eine Million Tonnen Kleidung werden jährlich aussortiert. Aus ökologischer Sicht ist dieses Konsumverhalten verheerend: So wird beispielsweise Baumwolle oft in Monokulturen angebaut. Die Herstellung der Kleidung erfordert große Mengen an Wasser und Energie. Zudem kommen bei der Färbung und Beschichtung häufig giftige und hormonell wirksame Chemikalien zum Einsatz, die Rückstände im Wasserkreislauf hinterlassen. Am Ende müssen viele Textilien als "Sondermüll" entsorgt werden, weil sie schwermetallhaltige Farbstoffe und verschiedene Kunstfasern enthalten.

Um dem Trend zur "Fast Fashion" und seinen Folgen entgegenzusteuern, setzen sich immer mehr Initiativen für eine umweltfreundlichere Herstellung, längere Haltbarkeit und die Wiederverwendung gebrauchter Textilien ein. Letztlich kann ihre Arbeit jedoch nur Früchte tragen, wenn sich auch das Bewusstsein und Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten ändert.

Der Earth Overshoot Day markiert jährlich als sogenannter "Welterschöpfungstag", wann unser Bedarf an Rohstoffen deren natürliche Reproduzierbarkeit übersteigt. Aus diesem Anlass fragt das Herrenhäuser Forum:

Wie lässt sich die Textilproduktion ökologischer gestalten?
Welche Verantwortung haben dabei die Unternehmen?
Und was können wir als Konsumentinnen und Konsumenten beitragen?

Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik
"Fast Fashion" um jeden Preis? Die Ökobilanz der Textilindustrie
Donnerstag, 4. Juli 2019, 19.00 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Vorträge

Prof. Dr. Heike Derwanz, Institut für Materielle Kultur, Universität Oldenburg
Prof. Dr. Sarah Jastram, Hamburg School of Business Administration

anschl. Podiumsdiskussion mit den Vortragenden sowie

Prof. Martina Glomb, Forschungsprojekt Slow Fashion, Hochschule Hannover
Kristin Heckmann, Corporate Social Responsibility, hessnatur

Moderation: Annette Riedel, Deutschlandfunk Kultur 

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen von gesellschaftlicher Relevanz begeistern und diese aufgrund empirischer Befunde diskutieren. Dazu werden renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Medien zu Vorträgen und Podiumsgesprächen eingeladen. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Das Forum Mensch-Natur-Technik nimmt das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik sowie dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt in den Blick. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt des Forums Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.