Boom und Spekulationsblasen - Die Wirtschaftskrisen 1929/30 und 2008

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Xplanatorium Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Wie lassen sich die beiden großen Weltwirtschaftskrisen miteinander vergleichen und welche Lehren lassen sich daraus ziehen? Expertinnen und Experten diskutieren am 5. November in Hannover.

Die Weltwirtschaftskrisen aus dem 20. und 21. Jahrhundert stehen im Fokus des Herrrenhäuser Forums. (Foto: Andrés Nieto Porras via Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)
Die Weltwirtschaftskrisen aus dem 20. und 21. Jahrhundert stehen im Fokus des Herrrenhäuser Forums. (Foto: Andrés Nieto Porras via Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Der Börsencrash an der New Yorker Wall Street im Oktober 1929 hatte über Jahre hinaus einschneidende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, aber auch auf die Politik. Während der Weimarer Republik löste er die bereits zweite schwere Wirtschaftskrise innerhalb von sechs Jahren aus: Die Zahl der Arbeitslosen verdoppelte sich seinerzeit, fast alle politischen Parteien rückten in der Folge weiter nach rechts. Auch die globale Finanzkrise von 2007/08 begann in den USA und führte rund um den Globus zu einem deutlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums. Viele Regierungen haben sich anschließend Milliarden an Schulden aufgebürdet, um eine Wiederholung der Weltwirtschaftskrise abzuwenden. Staat und Bankenaufsichten haben sich deutlich mehr in die Gestaltung der Geldpolitik eingemischt als in den 1930er Jahren. Was begünstigte die beiden Krisen? Welche Auswirkungen hatten und haben sie auf Wirtschaft und Politik innerhalb der Länder sowie auf globaler Ebene? Und: Können Rückschlüsse aus der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre auf ökonomische Krisen von heute gezogen werden? 

Diese Veranstaltung richtet sich an ein neugieriges Publikum, das sich für aktuelle Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft interessiert.

Herrenhäuser Forum
Boom und Spekulationsblasen - Die Weltwirtschaftskrisen 1929/30 und 2007/08
Dienstag, 5. November 2019, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Vorträge

Prof. Dr. Manfred Berg, Curt-Engelhorn-Stiftungsprofessor für Amerikanische Geschichte, Historisches Seminar, Universität Heidelberg

Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Bayreuth

Dr. Stefanie Egidy, LL.M., Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn

anschl. Podiumsdiskussion mit den Vortragenden

Moderation: PD Dr. Roman Köster, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas, Historisches Seminar, Universität Freiburg

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger(innen)

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen. Veranstaltungsinfos per E-Mail Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen von gesellschaftlicher Relevanz begeistern und diese aufgrund empirischer Befunde diskutieren. Dazu werden renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Medien zu Vorträgen und Podiumsgesprächen eingeladen. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Das Forum Mensch-Natur-Technik nimmt das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik sowie dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt in den Blick. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt des Forums Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.