Alles nur simuliert? - Wie (Super)-Computer die Wirklichkeit abbilden

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Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Welche Perspektiven Supercomputer für hochkomplexe Simulationen - beispielsweise des menschlichen Gehirns - bieten, was sie für die Forschung bedeuten und wo ihre Grenzen sind analysiert das Herrenhäuser Forum am 16. Juni.

Der Columbia Supercomputer im NASA Ames Research Center in Kalifornien kommt vor allem zur Simulation von Raketen und Space Shuttles zum Einsatz (Foto: Trower - NASA)
Der Columbia Supercomputer im NASA Ames Research Center in Kalifornien kommt vor allem zur Simulation von Raketen und Space Shuttles zum Einsatz (Foto: Trower - NASA)

Ohne Supercomputer geht in der Wissenschaft fast nichts mehr. Vor allem in den Naturwissenschaften, der Medizin, der Luft- und Raumfahrt und in der Militärforschung sind die Hochleistungsrechner heute im Einsatz. Die Wissenschaft braucht ihre gigantische Rechenpower, um komplexe Systeme zu erforschen - mit Simulationen. Neben Theorie und Experiment sind Simulationen zu einem dritten Pfeiler wissenschaftlicher Erkenntnis geworden. Simulationen erlauben es uns, z.B. Prozesse in unseren Zellen durchzuspielen, um sie besser verstehen und darauf aufbauend bessere Medikamente entwickeln zu können. Mit dem "Human Brain Project" streben Wissenschaftler sogar an, das menschliche Gehirn im Computer nachzubauen und seine Funktionsweise zu simulieren. In den letzten Jahren setzen auch die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften vermehrt auf simulierte Szenarien. Doch wie genau funktionieren Simulationen? Was leisten sie in den Natur- und Technikwissenschaften und wie ermöglichen sie dort bessere Entscheidungen? Und wie verhält es sich mit der Simulation menschlichen Verhaltens, unserer Kognition, den Finanzmärkten oder gar Gesellschaften als Ganzes? Welche Probleme, Chancen und Risiken sind damit verbunden? Das Herrenhäuser Forum Mensch-Natur-Technik "Alles nur simuliert? - Wie (Super)-Computer die Wirklichkeit abbilden" findet am 16. Juni, 19.00 Uhr im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt.

Programm

Impulsvorträge

Prof. Dr. Michael Resch, Professor für High Performance Computing, Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart
Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann, BRICS, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung
Prof. Dr. Dirk Helbing, Mathematiker und Physiker, Professor für Soziologie, ETH Zürich

Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologe, LMU München

sowie den Vortragenden

Moderation: Prof. Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft

Anmeldeverfahren

Bitte beachten Sie, dass im Jahre 2015 die öffentlichen Abendveranstaltungen ohne Anmeldeverfahren stattfinden. Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze werden nach dem "First come, first serve"-Prinzip vergeben. Es besteht keine Möglichkeit, vorab Plätze zu reservieren. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 18.15 Uhr.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über unsere öffentlichen Abendveranstaltungen informiert werden? Dann registrieren Sie sich bitte in unserem Veranstaltungsportal unter https://veranstaltungen.volkswagenstiftung.de/.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten".

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte von unserer Veranstaltungsreihe "Herrenhäuser Forum" sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund: Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.