"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - 70 Jahre Grundrechte

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Schloss Herrenhausen
Öffentlichkeit

Das Grundgesetz steht über allen anderen deutschen Rechtsnormen und bestimmt damit Werte und Architektur der Bundesrepublik. Am 26. Februar 2019 zieht das Forum für Zeitgeschehen eine Bilanz: Welche Ideen stecken hinter dem Verfassungstext? Und inwiefern stellt er die Weichen für unser künftiges Zusammenleben?

Der Anfang des Artikel 1 des Grundgesetzes an der Fassade des Landgerichts in Frankfurt am Main (Foto: Dontworry, Datei: 1024px-Landgericht-frankfurt-2010-ffm-081.jpg, via Wikipedia)
Der Anfang des Artikel 1 des Grundgesetzes an der Fassade des Landgerichts in Frankfurt am Main (Foto: Dontworry, Datei: 1024px-Landgericht-frankfurt-2010-ffm-081.jpg, via Wikipedia)

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Dieser Artikel 1 steht gleichsam als Überschrift über dem 1949 verabschiedeten Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Gerade vor dem Hintergrund der Migrationswellen 2015 und 2016 nach Deutschland und hinsichtlich des derzeitigen Ringens der Politik und vieler Bürgerinnen und Bürger, eine Zersplitterung der Gesellschaft durch polarisierende Untergruppen zu verhindern, ist der Artikel hochaktuell. Denn weiter heißt es: "Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt." Unsere Gesellschaft ist stark von Pluralität geprägt. Die Balance zwischen Einheit und Vielfalt, Mehrheit und Minderheit ist eine Herausforderung für den Staat und für Europa; ohne inneren Zusammenhalt ist keine Gesellschaft lebensfähig. Um ihn zu wahren, müssen wir die Handlungsspielräume unserer Verfassung positiv nutzen. Wie werden wir dieser Verantwortung gerecht? Das Forum für Zeitgeschehen fragt 70 Jahre nach Entstehung des Grundgesetzes nach den im Grundgesetz festgelegten staatlichen System- und Werteentscheidungen und nach deren Bedeutung für uns als Bürgerinnen und Bürger im 21. Jahrhundert.

Herrenhäuser Forum
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - 70 Jahre Grundrechte
Dienstag, 26. Februar 2019, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Vorträge

Prof. Dr. Christoph Möllers, LL.M., Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insb. Verfassungsrecht, und Rechtsphilosophie, HU Berlin

Prof. Dr. Dr. h.c. Gertrude Lübbe-Wolff, Richterin des Bundesverfassungsgerichts a. D., Fakultät für Rechtswissenschaft, Universität Bielefeld

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Rechtsanwältin, Bundesministerin der Justiz a.D.

anschl. Podiumsdiskussion mit den Vortragenden

Moderation: Marie Sagenschneider, Deutschlandfunk Kultur

Sendetermin: 01.03.2019 / 18.05 Uhr / Wortwechsel - Deutschlandfunk Kultur

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen. Veranstaltungsinfos per E-Mail Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen von gesellschaftlicher Relevanz begeistern und diese aufgrund empirischer Befunde diskutieren. Dazu werden renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Medien zu Vorträgen und Podiumsgesprächen eingeladen. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Das Forum Mensch-Natur-Technik nimmt das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik sowie dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt in den Blick. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt des Forums Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.