Internationales Symposium "Future Optics"

Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Schloss Herrenhausen
Fachpublikum Wissenschaft

Mitglieder des Exzellenzclusters PhoenixD sowie internationale Expertinnen und Experten diskutieren am 25. und 26. September 2019 in Hannover über künftige Entwicklungen in den Bereichen optische Technologien und Optikfertigung.

Optical waveguides fabricated by hot embossing (Photo: Hannover Centre for Optical Technologies)
Optische Wellenleiter hergestellt durch Heißprägung (Foto: Hannoversches Zentrum für Optische Technologien)

Auf dem Gebiet der optischen Technologien findet ein Transformationsprozess statt, der historisch vergleichbar ist mit dem Übergang von der analogen zur digitalen Elektronik. Vor dem Hintergrund stetig sinkender Kosten für Rechenleistung werden komplexe optische Systeme immer häufiger durch elektrooptische Schnittstellen mit dezentraler Computertechnik ersetzt. Gleichzeitig hat die Digitalisierung auch die Produktionstechnik erfasst: Additive Fertigung und Industrie 4.0 erlauben individualisierte Fertigung bei geringen Kosten.

Der Exzellenzcluster PhoenixD (Photonics, Optics, and Engineering - Innovation Across Disciplines) der Leibniz Universität Hannover wird beide Entwicklungen zusammenführen. Der Fokus soll verschoben werden, weg vom optimierten Fertigungsschritt und hin zum individuell für die gewünschte Funktionalität gefertigten optischen Gerät. Umfangreiche Simulationen während der Produktion, basierend auf dem individuellen Ergebnis der bereits erfolgten Prozessschritte, sollen neue flexible Strategien ermöglichen, um nachfolgende Fertigungsschritte in Echtzeit anzupassen. Entscheidend für den Erfolg dieses Ansatzes wird die Integration leistungsfähiger Messtechnik in die Produktionsumgebung sein.

Getrieben insbesondere durch Entwicklungen in der Optoelektronik und Lasertechnik werden optische Systeme aus traditionellen Komponenten wie Linsen, Spiegeln usw. immer leistungsfähiger und komplexer. In der Folge nehmen die Präzisionsanforderungen für die einzelnen Komponenten zu und die Kosten für Fertigung und Montage steigen immer weiter. PhoenixD will diese Entwicklung durch den massiven Einsatz von Digitaltechnik unterbrechen. Der konsequente Einsatz von Simulations- und Steuerungstechnik auf allen Ebenen und die Entwicklung neuer Funktionsmaterialien wird in Zukunft optische Systeme ermöglichen, die nicht mehr aus diskreten und einzeln aufwändig gefertigten traditionellen Komponenten bestehen, sondern am Stück integriert optimiert und gefertigt werden.

Die Massenproduktion hochfunktionaler, individueller optischer Systeme wird deutliche gesellschaftliche Auswirkungen haben. Optische Sensoren können in einfachen Analysegeräten in der Umweltmesstechnik direkt vor Ort oder in der Medizintechnik direkt in der Arztpraxis oder beim Patienten eingesetzt werden. Brillengläser können um spezielle Funktionen erweitert werden, wie beispielsweise eine sich anpassende Sehstärke oder ein Head-Up-Display. Weitere Beispiele sind die herbizidfreie Unkrautbekämpfung mittels geführter Laserstrahlen oder die extrem schnelle drahtlose Datenübertragung in der Verkehrstechnik.

Das Internationale Symposium Future Optics wird eine Reihe von eingeladenen Expertinnen und Experten mit dem Team von PhoenixD zusammenbringen und soll zu konstruktiven Diskussionen und Kooperationen auf den Gebieten der optischen Technologien und der Optikfertigung anregen.

Internationales Symposium "Future Optics"
25. + 26. September 2019
Schloss Herrenhausen, Hannover

Themenüberblick

Simulation
Modellierung hoch aufgelöster Multi-Physik-Szenarios und Simulation optischer Systemeigenschaften

Materials
Entwicklung optischer Materialien mit maßgeschneiderten und adaptiven optischen Eigenschaften

Manufacturing
Fertigung von optischen Komponenten und Systemen durch kombinierte Fertigungstechnologien

Metrology
Optische Messtechnik und Messtechnik für die Fertigung und Charakterisierung optischer Systeme

Applications
Hochfunktionale optische Systeme zur Lösung gesellschaftsrelevanter Fragestellungen

Systems
Theoretische und praktische Arbeiten zu optisch integrierten Komponenten, Geräten und Systemen

Programm

Ein detaillierteres Programm können Sie in Kürze unter Downloads finden.

Anmeldung

Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte über den Link "Zur Anmeldung". Die Teilnahme ist kostenlos.

PhoenixD-Mitglieder melden sich bitte hier an.

Sprache

Die Symposiumsprache ist Englisch.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten".

Unterkunft für Teilnehmer

Bitte beachten Sie, dass Sie für die Buchung Ihrer Unterkunft verantwortlich sind. Hannover ist eine Stadt mit zahlreichen großen Messen, daher empfehlen wir Ihnen, gleich nach Ihrer Anmeldung ein Hotel zu buchen.