Gutachterauswahl

Die VolkswagenStiftung bezieht Fachleute aus dem In- und Ausland in die Begutachtung ein. Dabei stützt sie sich nicht auf einen festen Gutachterstamm, sondern wählt Gutachter(innen) nach den Erfordernissen der einzelnen Anträge und Förderinitiativen aus. Für die Auswahl ist die Förderabteilung verantwortlich. Die Suche orientiert sich am internationalen Forschungsstand. Suche und Auswahl erfolgen kollegial in der Verantwortung der Abteilungsleitung und in Abstimmung mit dem Generalsekretär. Im weiteren Verlauf überprüfen die jeweiligen Entscheidungsinstanzen die Angemessenheit des Begutachtungsprozesses.

Ausschlusskriterien – Mitwirkung in Gutachterkreisen

Um Interessenkonflikte zu vermeiden und schon die Besorgnis einer Befangenheit auszuschließen, achtet die Stiftung sorgfältig darauf, dass durch die Ausübung einer Gutachtertätigkeit kein eigener Vorteil entstehen kann. Dazu zählen beispielsweise eine Bewilligung an die eigene Organisationseinheit oder die Begünstigung von Personen, zu denen familiäre, kollegiale oder Lehrer-Schüler-Beziehungen bestehen. Geschlossene Zirkel der Begutachtung werden ebenso vermieden wie eine Beteiligung unmittelbarer Konkurrenten. Ein eigener schwebender Antrag, eine kürzlich erfolgte Ablehnung oder andere Gründe für eine mögliche Befangenheit schließen die jeweilige Person ebenfalls von einer Gutachtertätigkeit aus.

Sollte der seltene Fall eintreten, dass eine unter diese Ausschlusskriterien fallende Person einem Gutachterkreis angehört, nimmt sie an der Beratung zum betroffenen Antrag nicht teil. Mitglieder von Gutachterkreisen sind gehalten, für die Dauer ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit keine eigenen Anträge zu stellen. Bei einer Antragstellung in der Förderinitiative scheiden Gutachter und Gutachterinnen aus dem betreffenden Gremium aus. Dies gilt auch, wenn mehrfach aus ihrem direkten wissenschaftlichen Umfeld Anträge gestellt werden.