Begutachtungsverfahren

Die eingereichten Anträge werden zunächst von der Geschäftsstelle daraufhin durchgesehen, ob sie den im Merkblatt zur Antragstellung beschriebenen Anforderungen formell genügen. Ist dies der Fall, erfolgt eine externe Begutachtung durch Fachkolleginnen und Fachkollegen.

Die jeweilige Ausgestaltung eines solchen Peer Review wird den Erfordernissen der einzelnen Förderinitiativen und Anträge entsprechend festgelegt. Das Spektrum reicht dabei von schriftlichen Einzelgutachten (in der Regel drei pro Antrag) über Gutachterkommissionen (in der Regel mindestens sechs Fachleute) bis zu einer Kombination dieser Verfahren. In einigen Förderinitiativen gehen persönliche Präsentationen der Antragsteller in den Begutachtungsprozess ein.

Über die jeweiligen Merkblätter zur Antragstellung hinaus stehen den Gutachterinnen und Gutachtern besondere Hinweise zur Verfügung. Diese nennen Aspekte der Beurteilung, auf die es der Stiftung bei allen ihren Förderangeboten ankommt. Ferner enthalten sie Regeln guter Praxis, zu deren Einhaltung sich die Gutachterinnen und Gutachter mit der Teilnahme an der Begutachtung verpflichten.

Die Stiftung zahlt für den Begutachtungsprozess kein Honorar, übernimmt aber anfallende Reisekosten.

Die Stiftung möchte ihre Entscheidungen auf der Basis einer möglichst breit angelegten Begutachtung treffen. Dabei muss sie auf die Arbeitslast für die zu Rate gezogenen Fachleute Rücksicht nehmen. Deshalb werden Gutachterinnen und Gutachter im schriftlichen Verfahren grundsätzlich nicht mehr als zwei Mal pro Jahr zu einzelnen Anträgen befragt. Die Zusammensetzung von Gutachterkreisen wird regelmäßig auf ihre fachliche Passfähigkeit mit den vorgelegten Anträgen überprüft und entsprechend verändert. Dies beugt auch einer Verengung der Blickrichtung in Kommissionen vor.