Anlagestrategie

Foto: Florian Müller
Foto: Florian Müller

Die Erlöse aus der Umwandlung des Volkswagenwerkes in eine Aktiengesellschaft Anfang der 1960er Jahre bildeten das Startkapital der Stiftung; umgerechnet gut 0,5 Milliarden Euro.

Mittlerweile beträgt das Kapital der Stiftung 3,1 Milliarden Euro und konnte damit mehr als verfünffacht werden. Mit diesem Kapital wirtschaftet die Stiftung autonom.    

Die Fördermittel – jährlich rund 150 Millionen Euro – stammen aus der Anlage dieses Vermögens; sie schließen auch den Gegenwert der Gewinne aus 30.234.600 Stück VW Stammaktien des Landes Niedersachsen ein. Gemessen am Fördervolumen ist die VolkswagenStiftung die größte Einrichtung dieser Art in Deutschland.

Ziele der Vermögensbewirtschaftung

Die Stiftung ist wirtschaftlich selbstständig und somit in ihren Entscheidungen autonom. Mit der Anlage des Stiftungskapitals werden neben der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes vor allem zwei Ziele verfolgt: Einerseits gilt es, die Förderung der wissenschaftlichen Vorhaben kontinuierlich sicherzustellen, zum anderen muss das Stiftungskapital in seinem realen Wert erhalten bleiben.  

Die auf Dauer ausgerichtete Existenz der Stiftung verbietet es grundsätzlich, dass die Forschungsförderung unter Zugriff auf das Stiftungskapital erfolgt. Hierfür werden daher ausschließlich die laufenden Erträge aus der Vermögensbewirtschaftung eingesetzt. Damit jene auch in Zukunft in ihrem materiellen Gegenwert eine zumindest konstante Höhe behalten, muss das Stiftungsvermögen gegen bestimmte Risiken wie etwa eine inflationsbedingte Selbstentwertung geschützt werden. Dies geschieht durch die – im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben mögliche – Bildung von Rücklagen aus einem Teil des Jahresertrages sowie über das Generieren von Wertzuwächsen.

Ertragsorientiert und risikobewusst

Die Vermögensanlage fußt deshalb sowohl auf verzinslichen Wertpapieren als auch auf so genannten Substanzwerten: Aktien und Immobilien. Jene sind es, die zusammen mit den im Bestand befindlichen Alternative Investments durch ihre kontinuierliche Wertentwicklung zusätzlich zur Vermögenserhaltung beitragen.

Das Kapital wird gemäß den Erkenntnissen der Portfoliotheorie angelegt: Je breiter die einzelnen Risiken und damit auch Chancen durch die Wahl der Anlagen gestreut sind, umso gesicherter ist der Gesamterfolg. Die Stiftung nutzt somit den Effekt der Risikodiversifikation.

Diese Anlagestrategie sichert der Stiftung eine erfolgreiche, sowohl ertragsorientiert als auch risikobewusst ausgerichtete Vermögensbewirtschaftung, die dem satzungsgemäßen Auftrag entspricht.

Die Stiftung hat Ende der 1980er Jahre einen Vermögensbeirat eingerichtet, der die Stiftung bei der Entwicklung ihrer Anlagestrategie als auch bei der Bewertung der Ergebnisse aus der Vermögensverwaltung berät.