Religion und Gewalt - Von der Reformation bis zur Gegenwart

Beginn: 05. Sept 17, 18:00 Uhr | Ende: 05. Sept 17, 20:00 Uhr | Schloss Herrenhausen

Welche Parallelen die reformatorischen Bewegungen des 16. und 17. Jahrhunderts, die damit verbundene Gewalt und der Zusammenhang mit Politik zu aktuellen Ereignissen haben, erörtern Experten am 5. September in Hannover.

Während der Bartholomäusnacht 1572 wurden als Resultat jahrelanger religiöser und politischer Spannungen tausende französische Protestanten ermordet. (Bild: François Dubois via Wikimedia Commons)

Während der Bartholomäusnacht 1572 wurden als Resultat jahrelanger religiöser und politischer Spannungen tausende französische Protestanten ermordet. (Bild: François Dubois via Wikimedia Commons)

Gewalttaten, für die eine religiöse Begründung gegeben wird, begegnen uns fast täglich in den Medien. Über verschärfte Sicherheitsvorkehrungen - etwa auf Reisen oder bei Großveranstaltungen - beeinflussen sie auch immer stärker unseren Alltag. Diese Situation lenkt den Blick auf historische Gewalterfahrungen, die in Europa nicht erst seit der Reformation mit Religion und Politik eng verbunden waren. Die zeitliche Entfernung zu Legitimationsmustern, die Religion und Politik in der Vergangenheit verzahnten, kann dabei helfen, die Wirkung und Gültigkeit von aktuellen Mustern auszuleuchten.

Anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums möchte die 11. Leopoldina-Lecture in Herrenhausen theologische und politische Strategien von Gewaltrechtfertigung sowohl in der Frühen Neuzeit als auch in der Gegenwart betrachten. Dabei sollen u. a. folgende Fragen diskutiert werden: Wie verändert sich geschichtlich die Beziehung zwischen Religion und Herrschaftsordnung? Ist die heutige Kritik an Religion als Gefährderin von Toleranz und innerem Frieden - auch aus historischer Perspektive - gerechtfertigt? In welchem Verhältnis stehen Lebensbedingungen wie wirtschaftliche Umstände und religionsbedingte Gewalt?

11. Leopoldina Lecture
Religion und Gewalt - Von der Reformation bis zur Gegenwart
Dienstag, 5. September 2017, 18 Uhr
Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Grußwort
Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStifung, Hannover

Vortragende

Gewalt und Religion im Europa der Frühen Neuzeit
Prof. em. Dr. Luise Schorn-Schütte, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Gewalt und Religion in islamischen Nationalstaaten seit dem 19. Jahrhundert
Prof. em. Dr. Hans Kippenberg, Jacobs University Bremen

Moderation: Prof. Dr. Rainer Godel, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Halle

im Anschluss Podiumsdiskussion mit den Vortragenden

Leopoldina Lecture

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe "Leopoldina-Lectures in Herrenhausen" statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung. Bitte beachten Sie, dass die Leopoldina Lecture bereits um 18 Uhr beginnt.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

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