Bürgerpflicht? Wer warum (nicht) wählt.

Beginn: 15. Mär 17, 19:00 Uhr | Ende: 15. Mär 17, 21:00 Uhr | Schloss Herrenhausen

Freie Wahlen als Bürgerrecht und Bürgerpflicht diskutieren Expert(inn)en am 15. März in Hannover.

Bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister von Hannover im Jahr 2013 sind nur rund 38 % der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen. (Bernd Schwabe in Hannover via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister von Hannover im Jahr 2013 sind nur rund 38 % der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen. (Bernd Schwabe in Hannover via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

"Das Heil der Demokratien, von welchem Typus und Rang sie immer seien, hängt von einer geringfügigen technischen Einzelheit ab: vom Wahlrecht. Alles andere ist sekundär.", urteilte einst der längst verstorbene spanische Kulturphilosoph Jose Ortega y Gasset. Das politische Grundrecht zu wählen und an Bundestagswahlen teilzunehmen ist in Art. 38 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland geregelt und berechtigt jeden Deutschen Staatsbürger zur Wahl, der das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat.
Gegenwärtig gibt es rund 62 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland. An der Bundestagswahl 2013 haben sich 71,5 Prozent der wahlberechtigten Bürger(innen) beteiligt. Die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen fällt deutlich geringer aus. Fast jeder Dritte entscheidet sich, nicht zu wählen und tritt die Demokratie somit mit Füßen.

Was hält die Nichtwähler ab und warum wählen die Anderen? Wie ist es um unseren gesellschaftlichen Gestaltungswillen bestellt? Bedarf es neuer partizipativer Aushandlungsprozesse? Gehört den Volksentscheiden die Zukunft oder ist die Zukunft der Demokratie gar digital? Und ist das Bürgerrecht auf freie Wahlen am Ende nicht auch eine Bürgerpflicht?

Herrenhäuser Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft
Bürgerpflicht? Wer warum (nicht) wählt
Mittwoch, 15. März 2017, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Impulsvortrag

Prof. Dr. Harald Schoen, Politische Wissenschaft und Politische Psychologie, Universität Mannheim

Podiumsdiskussion mit

Rouven Brües, Geschäftsführung und Vorstandsvorsitzender, Liquid Democracy e.V.
Dr. Yvonne Schroth, Vorstandsmitglied, Forschungsgruppe Wahlen e.V.

Moderation: Ulrike Heckmann, NDR Info

Sendetermin: Donnerstag, 16. März 2017 / 20:30 Uhr / NDR Info "Das Forum"

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter www.veranstaltungen.volkswagenstiftung.de.

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihen sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik, einer Kooperation mit Spectrum der Wissenschaft, diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im gemeinsam mit NDR Info veranstalteten Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.