Können wir HIV besiegen?

Beginn: 02. Nov 17, 19:00 Uhr | Ende: 02. Nov 17, 20:30 Uhr | Schloss Herrenhausen

Infektionen mit HIV sind nach wie vor weltweit von großer Bedeutung. Wo die Forschung bei der Behandlung und Heilung dieser Erkrankung derzeit steht, wird in einem Abendvortrag am 2. November in Hannover erörtert.

Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt einen aus einer Wirtszelle knospenden HI-1-Virus (in grün) aus kultivierten Lymphozyten. (Foto: C. Goldsmith/CDC via Wikimedia Commons)

Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt einen aus einer Wirtszelle knospenden HI-1-Virus (in grün) aus kultivierten Lymphozyten. (Foto: C. Goldsmith/CDC via Wikimedia Commons)

Kaum ein medizinisches Forschungsfeld entwickelt sich so schnell wie das der HIV-Forschung. Gerade einmal 35 Jahre ist es her, dass eine seinerzeit neue tödliche Erkrankung beschrieben wurde. Nur zwei Jahre später, 1984, wurde das dafür verantwortliche Humane Immunodefizienz Virus (HIV) isoliert. Bis in die 90er-Jahre kam eine HIV-Infektion einem Todesurteil gleich, mittlerweile ist sie zu einer beherrschbaren Erkrankung geworden. Mehr noch: HIV-positive Menschen haben nicht nur die gleiche Lebenserwartung wie HIV-negative, sondern können auch andere nicht mehr infizieren, sofern sie gut therapiert sind. Trotz dieser Erfolge ist HIV aber nach wie vor nicht heilbar, Patient(inn)en sind auf die tägliche Einnahme von Medikamenten angewiesen. Weltweit stecken sich jährlich immer noch rund eine Millionen Menschen vor allem im südlichen Afrika an. Hoffnungen ruhen auf der HIV-Impfstoffentwicklung, da bislang nur Impfstoffe Epidemien von derartigem Ausmaß ein-dämmen konnten. Darüber hinaus zeigen Chemoprophylaxen (Präexpositionsprophylaxen, sogenannte PrEP) erstaunliche Erfolge, bei der HIV-negative Menschen HIV-Medikamente einnehmen, um sich beim Kontakt mit HIV-positiven Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Aber auch diese Art der Prophylaxe birgt Risiken wenn es um das konsequente und nachhaltige Eindämmen der weltweiten HIV-Epidemie geht.

In seinem Vortrag wird Prof. Dr. Hendrik Streeck vom Institut für HIV-Forschung Erfolge und Misserfolge der HIV-Impfstoff- und Heilungsforschung aufzeigen und anhand von ausgesuchten Beispielen deutlich machen, was in Zukunft die HIV-Epidemie besiegen könnte.

Können wir HIV besiegen?
Donnerstag, 2. November 2017, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Vortrag

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Institut für HIV Forschung, Universitätsklinikum Essen

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen nur begrenzt Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 30 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung. 

Service

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

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Die Veranstaltung zum Nachhören

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