Forschungskommunikation unter dem Druck der PR

Beginn: 05. Okt 15, 14:00 Uhr | Ende: 06. Okt 15, 17:30 Uhr | Schloss Herrenhausen
Fachpublikum

Ausgebucht
Der Workshop Wissenschaftskommunikation 2015 findet im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. (Foto: Eberhard Franke für VolkswagenStiftung)

Der Workshop Wissenschaftskommunikation 2015 findet im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. (Foto: Eberhard Franke für VolkswagenStiftung)

Link: Zur Veranstaltungsdokumentation "Forschungskommunikation unter dem Druck der PR"

 

Dieser Workshop adressiert eine zentrale Akteursgruppe, die aus Sicht der VolkswagenStiftung in den Diskursen über die zukünftigen Herausforderungen der Wissenschaftsvermittlung bislang nur selten aktiv beteiligt ist: die Forscher(innen) selbst.

In der Scientific Community wird noch immer unterschieden zwischen der Forschungskommunikation einerseits, in der im Sinne der Wissenserzeugung Wahrheits- und Erkenntnisansprüche gegenüber den eigenen Peers formuliert werden - und andererseits der Wissenschaftskommunikation, zu der auch die PR gehört, die auf Popularisierung, Wissenschafts- und Reputationsmarketing ausgerichtet ist. In der Praxis aber verschwimmen die Grenzen zwischen Forschungskommunikation und Wissenschafts-PR zunehmend; Wissensgenese und Wissenspopularisierung verschmelzen.

Immer öfter beklagt die Scientific Community selbst, dass sich Kolleg(inn)en PR-Strategien zu Eigen machen und dadurch den aufklärerischen Anspruch der Wissenschaft in Misskredit bringen.  Im Workshop sollen solche Fehlentwicklungen klar benannt und realistische Alternativen diskutiert werden - nicht zuletzt um der bereits spürbaren Erosion des Vertrauens der Öffentlichkeit in wissenschaftliches Wissen wirksam zu begegnen.

Zielgruppen

Eingeladen sind Wissenschaftler(innen) aller Fächer und Ebenen/Karrierestufen und Repräsentant(inn)en des Wissenschaftsmanagements sowie der Politik, der Wissenschafts-PR und des Journalismus.

Ziele

Im Plenum und in Gesprächskreisen sollen Aspekte wie die folgenden näher beleuchtet werden: Welche Änderungen lassen sich realistischerweise in der Wissenschaftspolitik, in Wissenschaftsorganisationen, bei Hochschulleitungen und Förderern durchsetzen, um etablierten Dysfunktionen zu begegnen und eine Ausrichtung auf "wahrhaftige" Wissenschaftskommunikation zu stärken? Wie lässt sich der Publikations- und Legitimationsdruck sinnvoll mindern, der auf Wissenschaftler(inne)n lastet? Welche Unterstützung erwarten sich Forscher(innen) von ihren Leitungsebenen, von den Pressestellen und Medien - und was erwarten diese wiederum von der Wissenschaft?

Hinweis zum letztjährigen Workshop

Mit dem Workshop "Forschungskommunikation unter dem Druck der PR" möchte die VolkswagenStiftung die 2014 begonnene Debatte über Qualitätskriterien in der Wissenschaftskommunikation fortsetzen. Das Programm, die Vorträge und Arbeitsgruppenergebnisse des letztjährigen Workshops "Image statt Inhalt - Warum wir eine bessere Wissenschaftskommunikation brauchen" finden Sie hier.