Von Dur nach Moll - Wenn Musizieren krank macht

Begin: Nov 16 '17, 8:30 pm | End: Nov 16 '17, 10:00 pm | Herrenhausen Palace

Musizieren ist eine Leidenschaft - die bei Profimusikern aber oft körperliches Leiden verursacht. Wie sich bereits Student(inn)en auf die lebenslange Herausforderung, gesund am Instrument zu arbeiten, vorbereiten können, erfahren wir am 16. November bei Herrenhausen Late.

Ist Musizieren eine Leidenschaft, die Leiden schafft? Eckart Altenmüller und Eva Baumann berichten bei Herrenhausen Late. (Foto: Isabel Winarsch für VolkswagenStiftung)

Ist Musizieren eine Leidenschaft, die Leiden schafft? Eckart Altenmüller und Eva Baumann berichten bei Herrenhausen Late. (Foto: Isabel Winarsch für VolkswagenStiftung)

Es ist wissenschaftlich belegt, dass das Erlernen und Spielen eines Instruments positive Auswirkungen hat. Musizieren fördert die geistige Entwicklung, schult die Feinmotorik, weckt kreatives und emotionales Potenzial und bietet Möglichkeiten für ein erfolgreiches und glückliches Lernen. Es wirkt sich zudem positiv auf das Sozialverhalten aus. Eine musikalische Ausbildung ist ein wertvolles Geschenk für das ganze Leben.

Für professionelle Musiker ist das Musizieren ein ziemlicher Knochenjob. Bis zur Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule haben die begeisterten Jungstars 10.000 Stunden am Instrument verbracht. Hat man es dann geschafft, muss man tagtäglich üben und ist immer wieder Stresssituationen ausgesetzt. Stundenlang muss der Körper in fast der gleichen Haltung verharren und zum Teil sehr laute Geräusche verkraften. Chronische Schmerzen, Verkrampfungen, Hörstörungen, Angst und ungesunde Lebensweise sind der Preis, den Musikerinnen und Musiker für ihren Erfolg häufig zahlen.

Hier ist die Musiker-Medizin gefragt. Die Hochschule für Musik, Theater und Medien hat daher ein Gesundheitsprogramm entwickelt, um die Studierenden in ihren Ressourcen zu stärken und auf das Musikerdasein vorzubereiten. Auf Grundlage medizinischer Erkenntnisse erhalten sie Hinweise, wie sie gesund und leistungsfähig bleiben, Probleme überwinden, Ängste abbauen und besser üben können.

Prof. Eckart Altenmüller und Prof. Eva Baumann erläutern in einer lockeren Gesprächsrunde, wie man junge, hochmotivierte und engagierte Menschen, denen es (noch) gut geht, dazu bringen kann, etwas für die eigene Belastbarkeit zu tun, um späteren Beschwerden vorzubeugen.

Von Dur nach Moll - Wenn Musizieren krank macht
Donnerstag, 16. November 2017, 20.30 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Vortragende

Prof Dr. Eckart Altenmüller, Direktor des Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin, Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover
Prof. Dr. Eva Baumann, Leiterin des Hanover Center for Health Communication am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 130 Sitzplätze und 170 Stehplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 1 Stunde vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter www.veranstaltungen.volkswagenstiftung.de

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihen sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund Herrenhausen Late

Herrenhausen Late wendet sich an ein jüngeres bzw. junggebliebenes Publikum und bietet in loungiger Atmosphäre einen außergewöhnlichen Mix aus spannender Wissenschaft und originellen Persönlichkeiten. Mehr Infos unter www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen.