Schöner leben als Cyborg?

Begin: Apr 05 '17, 7:00 pm | End: Apr 05 '17, 9:00 pm | Schloss Herrenhausen

Mit Prothesen und Implantaten optimieren Mediziner Menschen. Aber ist solcher Fortschritt wünschenswert? - Diskussion am 5. April 2017 in Hannover.

Bildmontage eines weiblichen Cyborgs (Bild:The_lightwriter - fotolia.com)

Bildmontage eines weiblichen Cyborgs (Bild:The_lightwriter - fotolia.com)

Link zum Bericht über die Veranstaltung.

Als Sprinterin und als Model ist Aimee Mullins ein Star. Als Weitspringer gehört Markus Rehm zur Weltspitze. Beide sind attraktiv, erfolgreich und  - Prothesenträger.

Und beide sind sie Auslöser heftiger Diskussionen: Denn mit ihren künstlichen Extremitäten sind sie plötzlich leistungsfähiger als so mancher Athlet der Konkurrenz. Der körperliche Nachteil wandelt sich zum Wettbewerbsvorteil. Nach künstlichen Brüsten, Hüftgelenken und Herzklappen sind es nun künstliche Beine und Arme, die den Menschen optimieren.

Ist der Mensch allmählich auf dem Wege, sich in eine Maschine zu verwandeln? Ist das uns aus Science-Fiction-Romanen bekannte Mischwesen aus Mensch und Maschine - der Cyborg - bald Realität? Wie weit lässt sich der Mensch durch Prothesen, Implantate und andere Hilfsmittel noch perfektionieren und wo sollte der medizinisch-technische Fortschritt seine ethischen Grenzen finden? Und was wird den Menschen künftig ausmachen?

Im Forum Mensch-Natur-Technik diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt.

Leben als Cyborg? Über den technisch veränderten Menschen
Mittwoch, 5. April 2017, 19 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Impulsvorträge

Prof. Dr. Cornelius Borck, Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Universität Lübeck

Prof. Dr. Hubert Egger, Prothetik-Experte, Fachhochschule Oberösterreich

Podiumsdiskussion 

Prof. Dr. Walther Zimmerli, Philosoph, Honorarprofessor Humboldt Universität zu Berlin

Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner, Experte f. Post- und Transhumanistische Philosophie, John Cabot Universität in Rom

Prof. Andreas Mühlenberend, Industriedesign und Prothesengestaltung, Bauhaus-Universität Weimar

sowie den Vortragenden

Moderation: Steve Ayan, Spektrum der Wissenschaft

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

Sie möchten über zukünftige Veranstaltungen informiert werden? Wir freuen uns über Ihre Registrierung in unserem Veranstaltungsportal unter www.veranstaltungen.volkswagenstiftung.de

Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihen sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden Sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik, einer Kooperation mit Spectrum der Wissenschaft, diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im gemeinsam mit NDR Info veranstalteten Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.