Warum die Gesellschaft "Kleine Fächer" braucht

Begin: Oct 18 '17, 7:30 pm | End: Oct 18 '17, 9:00 pm | Schloss Herrenhausen

Zur Erforschung und Bewahrung unseres Kulturerbes ist eine transdisziplinäre Perspektive notwendig. Prof. Hilgert, Berlin, erläutert in seinem Vortrag am 18. Oktober in Hannover, warum die Gesellschaft die "Kleinen Fächer" braucht und wie diese ihrer Rolle gerecht werden können.

Erforschung und Erhalt von Kulturgütern der ganzen Welt – auch in Museen – ist ohne die Beiträge der „Kleinen Fächer“ nicht zu denken. (Foto: Daniel Pilar für VolkswagenStiftung)

Erforschung und Erhalt von Kulturgütern der ganzen Welt – auch in Museen – ist ohne die Beiträge der „Kleinen Fächer“ nicht zu denken. (Foto: Daniel Pilar für VolkswagenStiftung)

Oft als "Orchideenfächer" belächelt, stehen viele der sogenannten "Kleinen Fächer" in dem Ruf, wenig nützlich zu sein. Nimmt man die Bedeutung von Kultur und Kulturgutschutz für eine Gesellschaft und ihren Zusammenhalt in den Blick, so liegt eine ganz andere Bewertung nahe: Viele diese Disziplinen sind für die Erforschung und den Schutz des kulturellen Erbes der Menschheit von zentraler Bedeutung, indem sie die notwendige wissenschaftliche Fundierung liefern. Die im Vergleich zum Standing anderer Fächer im Wissenschaftsbetrieb strukturell eher schwachen (also "kleinen") Fächer leisten hier unverzichtbare Beiträge - insbesondere in den Geisteswissenschaften.

Anhand von konkreten Beispielen wird Prof. Dr. Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin, die wissenschafts- und hochschulpolitischen Herausforderungen aufzeigen, die sich aus der aktuellen Aufwertung des Kulturgutschutzes ergeben. Zudem wird er danach fragen, wie sich die "Kleinen Fächer" so weiterentwickeln können, dass sie ihrer Rolle auch künftig gerecht werden können. Dies vor dem Hintergrund, dass Resilienz und Innovationskraft einer Gesellschaft wesentlich von der Diversität sowie dem Transferpotential des in ihr verfügbaren Wissens abhängen.

Öffentlicher Abendvortrag
im Rahmen des Symposiums "Weltwissen - Kleine Fächer"
Transdisziplinäres Forschen für den Schutz des Kulturerbes. Warum die Gesellschaft "Kleine Fächer" braucht
Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Vortrag

Prof. Dr. Markus Hilgert, Direktor, Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung. Bitte beachten Sie, dass die Leopoldina Lecture bereits um 18 Uhrbeginnt.

Service für Hörgeräteträger

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