Neue Unterrichtskonzepte für die sprachliche Bildung

Begin: Feb 02 '17, 12:00 pm | End: Feb 03 '17, 5:00 pm | Schloss Herrenhausen
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Wie können Lehrer die sprachliche Kompetenz ihrer Schüler verbessern? In einer Tagung am 2. und 3. Februar 2017 werden neue Konzepte vorgestellt. Öffentlicher Abendvortrag und Diskussion zur Deutschförderung von Migranten.

Sprachliche Kompetenz ist eine Voraussetzung für höhere Bildung (Bild: Christian Schwier/fotolia.com)

Sprache ist fundamental für den Zugang zu und die Vermittlung von Wissen. Aktuelle Studien belegen, dass sprachliche Kompetenzen maßgeblich auf den schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen Einfluss nehmen. Verfügen sie über geringe sprachliche Kompetenzen, bleibt ihnen in vielen Fällen der Zugang zu einer höheren schulischen Bildung und somit zu Bildung insgesamt verwehrt.
Insbesondere das Beherrschen der sogenannten Bildungs- und Fachsprache stellt neben den fachlichen Anforderungen für viele Schülerinnen und Schüler eine oft unterschätzte Herausforderung dar. Nur selten sind sprachliche Kompetenzen explizit Gegenstand des Fachunterrichtes. Sprachlich heterogene Klassen stellen die Ausbildung der angehenden Lehrkräfte vor neue Herausforderungen.
An diese Ausgangslage knüpft das Projekt "Umbrüche gestalten - Sprachförderung und -bildung als integrale Bestandteile innovativer Lehramtsausbildung in Niedersachsen" an. Konzipiert wurde ein Qualifizierungsangebot für Lehramtstudierende aller Fächer und aller Schulformen. Dafür wurden für Niedersachsen verbindliche Kerninhalte und Kompetenzbeschreibungen entwickelt.

Auf der internationalen Abschlusstagung am 2. und 3. Februar 2017 stellt das Verbundprojekt seine Ergebnisse exemplarisch vor. VertreterInnen aus der Wissenschaft, der Lehreraus- und fortbildung, der Politik und der Schulpraxis zeigen Möglichkeiten der Adaption und des Transfers der entwickelten Ausbildungskonzepte und Materialien auf und diskutieren Wege, wie deses Konzept nachhaltig in die Lehramtsausbildung implementiert werden kann.

Wir freuen uns sehr, dass wir für diesen Austausch Prof. Dr. Catherine E. Snow (Harvard Graduate School of Education, USA) und Prof. Dr. Rita Franceschini (Freie Universität Bozen, Italien) sowie Dr. Martina Nieswandt (University of Massachusetts Amherst, USA) gewinnen konnten. In den Abend des ersten Konferenztages wird Prof. Dr. Argyro Panagiotopoulou (Universität zu Köln) mit einem Vortrag einführen.

Programm

Das aktuelle Programm zum Download finden Sie in der rechten Randspalte.

Öffentliche Abendveranstaltung

Am Donnerstag, 2. Februar 2017, um 18.00 Uhr, laden wir auch die interessierte Öffentlichkeit zu einem Abendvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion ein. Es spricht Dr. Argyro Panagiotopoulou, Universität Köln, zum Thema Sprache(n) und Ungleichheit: Deutschförderung unter den Bedingungen von (Flucht-)Migration.

Auf dem Podium diskutieren anschließend:

Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Georg-August-Universität Göttingen
Prof. Dr. Julia Gillen, Leibniz-Universität Hannover
Airman A. Mazyek, Vorsitzender Zentralrat der Muslime in Deutschland
und der Vortragende

Moderation: Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStiftung

Die Abendveranstaltung ist kostenlos. Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung über den Link in der rechten Randspalte.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: ÜSTRA-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten".