"Geliebte Jane" - Zu Jane Austens 200. Todestag

Begin: Nov 07 '17, 7:00 pm | End: Nov 07 '17, 9:00 pm | Herrenhausen Palace

An der britischen Schriftstellerin scheiden sich die Geister. War sie eine alte Jungfer oder feministische Rebellin? Stilistische Virtuosin oder Kitsch-Autorin? Viel Stoff für Kontroverse am 7. November in Hannover.

Jane Austen (nach einem Portrait von Cassandra Austen) (Ausschnitt) (Foto: James Andrews - Sotheby's via WikimediaCommons https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJane_Austen%2C_by_James_Andrews.jpg)

Jane Austen (nach einem Portrait von Cassandra Austen) (Ausschnitt) (Foto: James Andrews - Sotheby's via WikimediaCommons https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJane_Austen%2C_by_James_Andrews.jpg)

Zunächst schien es, als gerieten mit Jane Austens Tod 1817 auch ihre Werke rasch in Vergessenheit. Bereits 1820 waren ihre Romane, die sie unter dem Pseudonym "a Lady" veröffentlich hatte, vergriffen. Doch kaum ein Jahrzehnt später kam die erste Gesamtausgabe heraus - und seitdem finden Jane Austens zeitlose Werke über romantische Verwicklungen, unerwiderte Liebe, Eitelkeiten, Unabhängigkeit und gesellschaftliche Zwänge großen Zuspruch. Die 1775 geborene Schriftstellerin gehört heute nicht nur fest in den literarischen Kanon, sondern zählt auch zu den meistgelesenen Autorinnen Englands. Dabei bieten ihre Werke mehr als mitreißende Liebesgeschichten, stecken sie doch voll beißender Satire und Gesellschaftskritik, die Austen subtil in ihre Romane webt. Zahlreiche Generationen haben nach dem eigenen Spiegelbild in Austens Romanen gesucht: ob in "Clueless", der kalifornischen High School-Version von "Emma" (1995), oder in den vielen Aktualisierungen von "Stolz und Vorurteil" als "Bridget Jones" (2001), als Bollywood-Komödie "Liebe lieber indisch" (2004), oder zuletzt als "Stolz und Vorurteil und Zombies" (2016). Auch Jane Austen selbst wurde unterschiedlich betrachtet: als bescheidene alte Jungfer, hämische Kritikerin, Mutter des Romans, stilistische Virtuosin, feministische Rebellin oder Königin der romantischen Komödie. Warum werden wir auch 200 Jahre nach Jane Austens Tod nicht müde, uns mit ihr und ihrem Werk zu beschäftigen?

Programm

Vorträge

Prof. Dr. Jana Gohrisch, Leibniz Universität Hannover
PD Dr. Anne-Marie Scholz, Universität Bremen

Moderation: Prof. Dr. Barbara Schaff, Universität Göttingen

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

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Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihen sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden Sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik, einer Kooperation mit Spectrum der Wissenschaft, diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im gemeinsam mit NDR Info veranstalteten Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.