Aufstand im Warschauer Ghetto

Begin: Mar 20 '18, 7:00 pm | End: Mar 20 '18, 9:00 pm | Herrenhausen Palace

Was bedeutete das (Über-)Leben im Warschauer Ghetto? Ein Herrenhäuser Forum am 20. März in Hannover blickt zurück auf die Bedingungen in dem Bezirk und seinen Anteil der organisierten Massenvernichtung von Juden ab 1940.

Der Aufstand im Warschauer Ghetto wurde von deutschen Soldaten niedergeschlagen – so wie zu sehen, als gefangene Juden von Soldaten der Waffen-SS zum Umschlagplatz geführt werden. (Foto: Autor unbekannt via Wikimedia Commons)

Der Aufstand im Warschauer Ghetto wurde von deutschen Soldaten niedergeschlagen – so wie zu sehen, als gefangene Juden von Soldaten der Waffen-SS zum Umschlagplatz geführt werden. (Foto: Autor unbekannt via Wikimedia Commons)

Nur 3,07 Quadratkilometer umringt von einer meterhohen, 18 Kilometer langen Mauer mit Stacheldraht - das Warschauer Ghetto, das auf Befehl der deutschen Besatzung 1940 in der polnischen Metropole errichtet wurde, war Zwangswohnort für zeitweise mehr als 400.000 Menschen. Diskriminierungen, Gewalt, eine erdrückende Enge, Mangelernährung und Krankheiten bestimmten den Alltag der Bewohner. Als 1942 die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka begannen und vor allem als solche erkannt wurden, formierte sich Widerstand. Juden versteckten sich, die Kampforganisation ZOB leistete bewaffnete Gegenwehr. Aber auch ein letzte Aufbäumen der Ghettobewohner im April und Mai 1943 gegen die Besatzung blieb erfolglos: SS-Verbände setzten ganze Straßenzüge in Brand, um die Versteckten aus den Häusern zu treiben. Massenerschießungen und -deportationen sowie die symbolische Sprengung der Großen Synagoge beendeten gewaltsam den Aufstand im Warschauer Ghetto. Wie war ein Überleben bis dahin überhaupt möglich? Wie organisierte sich der Widerstand? Wie wird dieses dunkle Kapitel der Geschichte aufgearbeitet und wie beeinflusst die Vergangenheit die deutsch-polnischen Beziehungen seit 1945?

Programm

Vorträge

Dr. Ingo Loose, Institut für Zeitgeschichte, Berlin

Prof. em. Dr. Klaus Ziemer, Universität Trier

Moderation: Jun.-Prof. Dr. Maren Röger, Universität Augsburg

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 250 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Service für Hörgeräteträger

Unter events@volkswagenstiftung.de können Sie für die jeweilige Veranstaltung einen Taschenempfänger mit Kopfhörer vorbestellen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

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Die Veranstaltung zum Nachhören

Audio-Mitschnitte unserer Veranstaltungsreihen sowie von ausgewählten Einzelveranstaltungen finden Sie in unserer Mediathek sowie über unser Podcast-Angebot "ListentoScience".

Hintergrund Herrenhäuser Forum

Mit drei verschiedenen Schwerpunkten möchte das Herrenhäuser Forum ein breites Publikum für wissenschaftliche Fragen begeistern. Das Forum für Zeitgeschehen greift jeweils aus aktuellem Anlass historische Ereignisse auf und erörtert deren Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Im Forum Mensch-Natur-Technik, einer Kooperation mit Spectrum der Wissenschaft, diskutieren Wissenschaftler das komplexe Zusammenspiel von Natur und Technik und dessen Wechselwirkungen mit uns und unserer Lebenswelt. Zentrale ökonomische und politische Herausforderungen sowie kontroverse Fragen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens stehen im Mittelpunkt der Diskussionen im gemeinsam mit NDR Info veranstalteten Forum Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.