Öffentliche Veranstaltungen am 18. und 24. Oktober sowie am 2. November

18. Okt 17

Kleine Fächer ganz groß: Vortrag über die Bedeutung der Erforschung des kulturellen Erbes +++ 40 Jahre Deutscher Herbst: Forum thematisiert RAF und mögliche Parallelen zum Beginn des 21. Jahrhunderts +++ Wie lässt sich HIV besiegen? Vortrag analysiert aktuelle Forschung und mögliche Therapien der Immunschwächekrankheit

Kleine Fächer ganz groß: Vortrag über die Bedeutung der Erforschung des kulturellen Erbes

Oft als "Orchideenfächer" belächelt, stehen viele der sogenannten "Kleinen Fächer" in dem Ruf, wenig nützlich zu sein. Dabei sind diese Disziplinen für die Erforschung und den Schutz des kulturellen Erbes der Menschheit von zentraler Bedeutung – denn sie liefern die notwendige wissenschaftliche Basis. Die strukturell eher schwachen (also "kleinen") Fächer leisten besonders in den Geisteswissenschaften unverzichtbare Beiträge. Prof. Dr. Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin, widmet seinen Vortrag den aktuellen Herausforderungen des Kulturgutschutzes und beleuchtet die kleinen Fächer: Wie können sie jetzt und in Zukunft den wissenschafts- und hochschulpolitischen Herausforderungen gerecht werden?

Öffentlicher Abendvortrag: "Transdisziplinäres Forschen für den Schutz des Kulturerbes. Warum die Gesellschaft "Kleine Fächer" braucht"

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 18:45 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an presse(at)volkswagenstiftung.de.

40 Jahre Deutscher Herbst: Forum thematisiert RAF und mögliche Parallelen zum Beginn des 21. Jahrhunderts

1977 war die innenpolitische Lage in der BRD äußerst angespannt: Im April hatte die Rote Armee Fraktion (RAF) Siegfried Buback in Karlsruhe erschossen, im Juli Jürgen Ponto in Frankfurt ermordet. Und schließlich die Geiselnahme von Hanns Martin Schleyer im September des sogenannten Deutschen Herbstes, die dazu dienen sollte, inhaftierte RAF-Mitglieder freizupressen. Der Druck auf die Bundesregierung erhöhte sich zusätzlich mit der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" durch palästinensische Terroristen, die ebenfalls die Freilassung der RAF-Insassen forderten. Die Anschläge der RAF hatten seit Anfang der 70er Jahre ein Klima der Angst geschürt, die Präsenz bewaffneter Polizisten und Personenkontrollen wurde alltäglich. Demgegenüber stand die Forderung nach einer kritischen aber sachlichen Auseinandersetzung mit der RAF. Wie ging die bundesdeutsche Politik mit dem präsenten Terror im eigenen Land um? War der Linksterrorismus der RAF ein nationales Phänomen? Und: Welche Parallelen gibt es zwischen dem Deutschen Herbst und dem Beginn des 21. Jahrhunderts?

Herrenhäuser Forum: "Die RAF und der Deutsche Herbst 1977"

Dienstag, 24. Oktober 2017, 19 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 18:15 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an presse(at)volkswagenstiftung.de.

PROGRAMM:

Lesung
Martin G. Kunze, Schauspieler, Hannover

Moderation und thematische Einführung
Prof. Dr. Klaus Weinhauer, Center for InterAmerican Studies, Universität Bielefeld

Vorträge
Prof. Dr. Petra Terhoven, Professur für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte, Universität Göttingen
Dr. Wolfgang Kraushaar, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur

Gespräch mit den Vortragenden

Wie lässt sich HIV besiegen? Vortrag analysiert aktuelle Forschung und mögliche Therapien der Immunschwächekrankheit

1984 wurde erstmals das Humane Immunodefizienz Virus (HIV) isoliert. Bis in die 90er-Jahre kam eine Infektion mit HIV einem Todesurteil gleich, mittlerweile ist sie zu einer beherrschbaren Erkrankung geworden. Mehr noch: HIV-positive Menschen haben die gleiche Lebenserwartung wie HIV-negative und können auch andere nicht mehr infizieren – sofern sie gut therapiert sind und täglich ihre Medikamente nehmen. Aber: Weltweit stecken sich jährlich immer noch rund eine Millionen Menschen mit dem HI-Virus an. Hoffnungen ruhen auf der Impfstoffentwicklung – aber auch Chemoprophylaxen zeigen erstaunliche Erfolge dabei, HIV-negative Menschen beim Kontakt mit HIV-positiven vor einer Ansteckung zu schützen. Wie lässt sich HIV konsequent und nachhaltig eindämmen? Welche Erfolge und Rückschläge gibt es in der HIV-Impfstoff- und Heilungsforschung? Was könnte die HIV-Epidemie in Zukunft besiegen? Prof. Dr. Hendrik Streeck vom Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Essen wird in seinem Vortrag Antworten geben.

Öffentlicher Abendvortrag: "Können wir HIV besiegen?"

Donnerstag, 2. November 2017, 19 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 18:30 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an presse(at)volkswagenstiftung.de.