Dokumentation bedrohter Sprachen

Dr. Thomas Widlok erläutert aktiven ≠Akhoe-Hai//om-Sprechern die elektronische Datenbasis. Foto: ≠Akhoe-Hai//om Dobes - Team.

Letzter Stichtag war der 15. September 2011

Rund zwei Drittel der weltweit noch gesprochenen 6500 Sprachen – so die Schätzung – laufen Gefahr, in den nächsten ein bis zwei Generationen zu verschwinden. Wenn aber eine Sprache stirbt, dann stirbt letztlich ein Stück kultureller Vielfalt unserer Welt. Die Initiative kann diese Entwicklung nicht aufhalten, wohl aber dafür sorgen, die Zeugnisse dieser meist nur mündlich vermittelten Sprachkulturen vor ihrem spurlosen Verschwinden in einem elektronischen Archiv für bedrohte Sprachen aufzuzeichnen: mit Tonband, Videokamera, Fotoapparat und Notizblock.

Gefördert werden Dokumentationsprojekte sowie Symposien und Sommerschulen. Details zum Inhalt finden Sie im Merkblatt. Das Archiv für bedrohte Sprachen ist zugänglich über die Internetseite des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen.