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Was haben sich Wissenschaft und Gesellschaft noch zu sagen?

Was haben sich Wissenschaft und Gesellschaft noch zu sagen?
Panel im Rahmen der Tagung "Wissenschaft braucht Gesellschaft - Wie geht es weiter nach dem March for Science?" am 25. und 26. Oktober 2017 in Hannover.

Wie kommt die Wissenschaft voran auf ihrem Weg zu einer Öffnung in Richtung Gesellschaft? Welche Prämissen des Konzepts vom „Public Understanding of Science“ wurden erfüllt, welche nicht? Vor dem Hintergrund der Bedeutungskrise von Wissenschaft und ihrer politischen Drangsalierung in verschiedenen Ländern, stellte sich dieses Panel drängenden Fragen: Wie politisch muss Wissenschaft werden, um ihrer Verantwortung als Akteurin in der Zivilgesellschaft gerecht zu werden? Ist sie darauf vorbereitet, in einer immer komplexer werdenden Welt das geforderte Orientierungswissen zu liefern? Meint sie es Ernst mit dem vielbeschworenen Dialog auf Augenhöhe mit einem breiten Publikum? Und was bedeutet das alles für das Arbeitsumfeld und das Selbstverständnis der einzelnen Forscherin, des einzelnen Forschers?

Chair: Dr. Jan-Martin Wiarda, Journalist und Autor

IMPULSVORTRÄGE

Prof. Dr. Martina Brockmeier
Vorsitzende, Wissenschaftsrat

Prof. Dr. Wolfgang Schön
Vizepräsident, Deutsche Forschungsgemeinschaft

anschließend

DISKUSSION

Joachim Knuth
Hörfunkdirektor des NDR, Hamburg

Claudio Paganini
Doktorand, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Potsdam

Prof. Dr. Andreas Zick
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld; Communicator-Preisträger 2016

Wissenschaft braucht Gesellschaft - Wie geht es weiter nach dem March for Science?
Trotz Wissenschaftskommunikation auf vielen Kanälen: Die Wissenschaftsskepsis wächst. Was ist schiefgelaufen? Und mit welchen Konzepten kann die Wissenschaft ihrer Legitimationskrise begegnen? Dies war das Themenfeld für Diskussionen und Arbeitsgruppen am 25. und 26. Oktober 2017 in Hannover.

Die Wissenschaft ist unter Druck geraten. Ihrer Expertise wird zunehmend misstraut. "People in this country have had enough of experts", formulierte der britische Spitzenpolitiker und Brexit-Befürworter Michael Gove. Es war sein Kommentar zu dem fehlgeschlagenen Versuch von 150 Mitgliedern der Royal Society, darunter Stephen Hawking, mit fundierten Argumenten die öffentliche Meinung in Großbritannien zu Gunsten des EU-Verbleibs zu beeinflussen. Die Ernüchterung in Wissenschaftskreisen war groß. Und man fragte sich: Hat die Wissenschaft den Anschluss an die Gesellschaft verloren? - "Wir haben dramatische Vermittlungsprobleme", konstatierte DFG-Präsident Peter Strohschneider im Februar 2017 auch mit Blick auf das deutsche Wissenschaftssystem.

Welches sind die Ursachen für die international wachsende Wissenschaftsskepsis? Vor allem aber: Welche Konzepte könnten geeignet sein, um die Wissenschaft wieder näher in die Mitte der Gesellschaft zu bringen? Darum ging es in einer Fachkonferenz, die die VolkswagenStiftung in Partnerschaft mit der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Robert Bosch Stiftung veranstaltet hat. Die Tagung adressierte eine breite Palette gesellschaftlicher Akteure und zielte auf einen intensiven Austausch ab, auch anhand konkreter Projektideen, die in der Tagung vorgestellt wurden.

PROGRAMMÜBERSICHT

Keynote: Naomi Oreskes, PhD, Department of the History of Science, Harvard University.
Kommentar: Prof. Dr. Harald Welzer, Mitgründer der Initiative Offenen Gesellschaft.
Weitere Gäste aus der Wissenschaft: Prof. Dr. Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrates; Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident Leopoldina; Prof. Dr. Wolfgang Schön, Vize-Präsident Deutsche Forschungsgemeinschaft sowie Max-Planck-Gesellschaft.
Weitere Informationen zur Veranstaltung: www.volkswagenstiftung.de/nc/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/detailansicht-veranstaltung/news/detail/artikel/wissenschaft-braucht-gesellschaft-wie-geht-es-weiter-nach-dem-march-for-science/marginal/5318.html

Foto (v.l.n.r.): Dr. Jan-Martin Wiarda, Prof. Dr. Martina Brockmeier, Claudio Paganini, Prof. Dr. Wolfgang Schön, Prof. Dr. Andreas Zick, Joachim Knuth. (Philip Bartz für VolkswagenStiftung)