Film trifft Wissenschaft - "Am Ende ein Fest"

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Herrenhausen Palace
General public

Wie gelingt das Sterben in Würde? Darüber diskutieren Expertinnen und Experten u. a. aus der Medizinethik und der Palliativ- und Hospizpflege im Anschluss an die Vorführung des Kinofilms "Am Ende ein Fest" am Freitag, 27. April in Hannover.

Wollen selbstbestimmt sterben: vier Pensionäre aus dem Film "Am Ende ein Fest" (Bild: www.neuevisionen.de)
Wollen selbstbestimmt sterben: vier Pensionäre aus dem Film "Am Ende ein Fest" (Bild: www.neuevisionen.de)

Das Ringen um klare rechtliche Regelungen für den Umgang mit dem Lebensende fordert Politik, Wissenschaft und Rechtsprechung seit langem heraus. Wie kann man der Bitte um ein "Sterben in Würde" durch Suizid, Beihilfe zum Suizid und Sterbehilfe als letzten Ausweg aus einer von den Betroffenen als unerträglich empfundenen Leidenssituation gerecht werden? 

In Deutschland wird im konkreten Fall zunächst geprüft, ob die zugrunde liegenden Tatbestände für ein Fremdtötungsdelikt gemäß des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) erfüllt sind, und welcher Paragraph gegebenenfalls Anwendung findet: Mord (§211), Totschlag (§§212 und 213) oder Tötung auf Verlangen (§216).

Neben solchen rechtlichen Fragen geht es aber auch um ethische Konflikte. Ist es der Freiheit des Menschen überlassen, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen? Um dieses Motiv kreist der deutsch-israelische Film ,,Am Ende ein Fest" (Regie: Sharon Maymon und Tal Granit, 2014). Er erzählt die fiktiven Geschichten von Menschen in einer Seniorengemeinde in Jerusalem, die von Leiden geplagt ihrem Ende entgegensehen - und dieses selbst gestalten wollen.

Bei der 5. Herrenhausen Science Movie Night werden im Anschluss an die Vorführung des Films "Am Ende ein Fest" Expertinnen und Experten aus Medizinethik, Rechtswissenschaften sowie Palliativ- und Hospizpflege unterschiedliche Aspekte der Sterbehilfe diskutieren, etwa: Welche Möglichkeiten der menschlichen Sterbebegleitung und der palliativ-medizinischen und hospizlichen Versorgung gibt es und wo ist Verbesserung notwendig? Mit welchen juristischen Konsequenzen müssen Beteiligte rechnen?

5. Herrenhausen Science Movie Nights
"Film trifft Wissenschaft - Am Ende ein Fest"
Freitag, 27. April 2018, 19:00 Uhr
Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

19:00 Uhr Einführung und Vorstellung der Diskutanten

anschließend Filmvorführung und Diskussionsrunde mit

Prof. Dr. Susanne Beck, Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie, Leibniz Universität Hannover

Dr. Gerald Neitzke, Medizinethik, Klinische Ethik, Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees (KEK), Medizinische Hochschule Hannover 

Dr. Sven Schwabe, Referent des Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V. 

Moderation: Prof. Dr. Rainer Zech, ArtSet© Forschung Bildung Beratung GmbH, Hannover 

21:45 Uhr Ende

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Eintritt frei

Es stehen 320 Sitzplätze zur Verfügung (freie Platzwahl). Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

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"Herrenhausen SCIENCE MOVIE NIGHTS - Film trifft Wissenschaft" wendet sich an ein kinobegeistertes Publikum, das mehr wissen will, als der Film zeigt, und bietet einen außer-gewöhnlichen Mix aus unterhaltsamem Kino, spannender Wissenschaft und originellen Persönlichkeiten. Mehr Infos unter www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen.